Timo Boll und Ma Long (Foto: Erik Thomas)
Timo Boll/Ma Long bestreiten vorgezogenes Endspiel schon morgen

Drei DTTB-Doppel im Achtelfinale

Marco Steinbrenner 31.05.2017

Es könnte gut und gerne auch das Endspiel bei den LIEBHERR Weltmeisterschaften am kommenden Sonntag in der Düsseldorfer Messehalle sein. Timo Boll und sein chinesischer Partner Ma Long treffen allerdings schon im morgigen Achtelfinale um 12.15 Uhr auf die Mitfavoriten Fan Zhendong/Xu Xin (China). Boll/Ma setzten sich in der zweiten Runde mühelos gegen Kamal Achanta/Sathiyan Gnanasekaran aus Indien mit 4:1 durch. „Die Gegner werden besser. Da spielt man automatisch auch stärker“, verrät der Deutsche. „Es kommen keine krummen Bälle. Alles hat Hand und Fuß.“ Bereits vor zwei Jahren standen sich bei der WM in Suszhou die beiden Kombinationen gegenüber. „Es war ein riesen Spiel. Hoffentlich machen wir diesmal den Sack zu“, brennt Boll auf eine erfolgreiche Revanche und weiß zu berichten, „dass Chinesen gegen ein gemischtes Doppel mit einem ihrer Landsmänner immer besonders heiß sind“. Fest steht für den 36-Jährigen schon vor dem ersten Aufschlag: „Wir dürfen keine blöden Fehler machen oder Löcher in unserem Spiel haben.“

Wie schon am Vortag hatten Patrick Franziska und sein dänischer Partner Jonathan Groth einige Probleme, in die Zweitrundenpartie gegen Quadri Aruna/Segun Toriola (Nigeria) zu finden. „Wir haben zu kompliziert gespielt“, analysierte Franziska. Nach den verlorenen ersten zwei Sätzen (9:11, 10:12) veränderten Franziska und Groth ihr System und agierten im Aufschlag-Rückschlag-Bereich „viel einfacher. Dadurch haben wir die Partie noch irgendwie gewonnen.“ Nach dem 4:2-Erfolg warten im Achtelfinale am Donnerstag um 12.15 Uhr Pavel Platonov/Vladimir Samsonov aus Weißrussland. Bei den Europameisterschaften 2016 entschied die deutsch-dänische Kombination den Vergleich für sich. „Das wird ein schweres Spiel, vor allem weil wir uns noch nicht so wohl zusammen im Doppel fühlen.“

Petrissa Solja/Sabine Winter gewinnen nach 0:2-Satzrückstand

Eine Stein fiel Petrissa Solja und Sabine Winter vom Herzen, als das Erreichen des Achtelfinales endlich feststand. Das deutsche Duo holte gegen Sarah de Nutte/Ni Xia Lian aus Luxemburg einen anfänglichen 0:2-Satzrückstand auf und gewann am Ende noch in sieben Durchgängen. „Wir hätten das Spiel fiel deutlicher für uns entscheiden müssen“, sagte Winter und spielte auf die vergebenen Führungen im ersten (10:7) und zweiten Durchgang (8:6). Im Achtelfinale trifft die Links-Rechs-Kombination am Donnerstag um 11.15 Uhr auf die an Position zwei gesetzten Doo Hoi Kem/Lee Ho Ching (Hongkong). „Wir sind Außenseiter. Trotzdem bin ich optimistisch, dass wir eine Chance haben. Allerdings müssen wir die Leistung von heute nochmals zeigen.“

Nina Mittelham und Kristin Silbereisen haben dagegen den Sprung unter die letzten 16 verpasst. Gegen Sofia Polcanova/Zhang Mo (Österreich/Kanada) kam in der zweiten Runde mit 2:4 das Aus. „Wir können sicherlich super zusammen spielen. Doch dafür haben wir heute beide nicht unsere beste Leistung gezeigt.“ Ein entscheidender Grund für die Niederlage sei außerdem gewesen, „dass unsere Gegnerinnen sehr gut eingespielt sind“.

Kurz und schmerzlos fiel das Fazit von Chantal Mantz und Yuan Wan nach der 0:4-Niederlage gegen Miu Hirano/Kasumi Ishikawa aus Japan aus. „Wir haben gegen eines der besten Doppel der Welt verloren“, sagte Mantz nach dem 6:11, 8:11, 3:11 und 5:11. Wan musste neidlos die Überlegenheit der Japanerinnen anerkennen. „Hirano und Ishikawa wussten immer vorher schon, wo wir die Bälle hinspielen würden. Das war ein anderes Niveau.“

Die DTTB-Doppel am Mittwoch und Donnerstag

Herren-Doppel, 2. Runde (beste 32)
Timo Boll GER/Ma Long CHN – Kamal Achanta/Sathiyan Gnanasekaran IND 4:1 (8,-7,5,4,8)
Patrick Franziska GER/Jonathan Groth DEN – Quadri Aruna/Segun Toriola NIG 4:2 (-9,-10,10,3,7,8)

Herren-Doppel, Achtelfinale
Donnerstag 12.15, Tisch 1: Timo Boll GER/Ma Long CHN - Fan Zhendong/Xu Xin CHN
Donnerstag 12.15, Tisch 2: Patrick Franziska GER/Jonathan Groth DEN - Pavel Platonov/Vladimir Samsonov BLR

Damen-Doppel, 2. Runde (beste 32)
Nina Mittelham/Kristin Silbereisen GER - Sofia Polcanova/Zhang Mo AUT/CAN 2:4 (8,-9,-5,6,-4,-9)
Chantal Mantz/Yuan Wan GER – Miu Hirano/Kasumi Ishikawa JPN 0:4 (-6,-8-3,-5)
Petrissa Solja/Sabine Winter GER – Sarah de Nutte/Ni Xia Lian LUX 4:3 (-13,-12,7,8,-9,9,4)

Damen-Doppel, Achtelfinale

Donnerstag 11.15, Tisch 2: Petrissa Solja/Sabine Winter GER - Doo Hoi Kem/Lee Ho Ching HKG

Mixed, Achtelfinale
Donnerstag 10.00, Tisch 1: Petrissa Solja GER/Fang Bo CHN - Chuang Chih-Yuan/Chen Szu-Yu TPE
Donnerstag 10.00, Tisch 4: Kristin Silbereisen/Steffen Mengel GER - Chen Chien-An/Cheng I-Ching TPE

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