Historischer Triumph: Timo Boll gewinnt seinen zehnten Einzeltitel/Rekord für die Ewigkeit

SH/ms 08.03.2015

Chemnitz. Seinen ersten Titel als Deutscher Einzel-Meister holte er 1998, 17 Jahre danach wird der Name Timo Boll erneut in den Eberhard-Schöler-Wanderpokal eingraviert, dann zum zehnten Mal. Mit dem Sieg bei den 83. Nationalen Deutschen Meisterschaften in Chemnitz nimmt der Rekord-Europameister nun auch in der nationalen ewigen Bestenliste die alleinige Topposition ein, die er zuvor mit neun Titeln gemeinsam mit den Stars der 1950er- bis 1970er-Jahre, Eberhard Schöler und Conny Freundorfer, bekleidet hatte. Dicht gefolgt von Rekord-Nationalspieler Jörg Roßkopf mit acht Einzel-Erfolgen, dem Herren-Bundestrainer.

Timo Bolls Erfolg in der Chemnitz Arena hat eine historische Dimension. Seit er mit seinem Sieg im Jahr 2009 zu Schöler und Freundorfer aufschloss, war Titel Nummer zehn das große Thema – nicht für ihn selbst, der nicht für die Lust am Rekord spielt, aber für alle anderen. Nun hat er auch das geschafft, der Olympia- und WM-Medaillengewinner, der zweimalige World-Cup-Sieger, die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste, Rekord-Europameister, China-Schreck, König dieses Kontinents - inzwischen zusammen mit Dimitrij Ovtcharov - und Meister aller Klassen mit seiner Düsseldorfer Borussia. Und noch etwas hat Timo Boll erreicht: Alle gönnen ihm diesen Erfolg. Er ist ein Sieger ohne Neider.

Eberhard Schöler gratuliert zur Wachablösung / Gäb: „Er ist nicht nur Botschafter unserer Sportart, sondern des gesamten deutschen Sports“

„Ich freue mich für Timo, und das sage ich ganz ohne persönliche Betrübnis“, kommentiert Eberhard Schöler die Ablösung von der geteilten Spitze der ewigen Bestenliste. „Er ist ein Vorbild an Sportlichkeit, und das gilt auch für die gesamte deutsche Nationalmannschaft.“ Hans Wilhelm Gäb ergänzt: „Der zehnte Titel ist für Timo Boll die Bestätigung, der beste deutsche Spieler zu sein, noch vor Eberhard Schöler, Jörg Roßkopf und Conny Freundorfer“, so der DTTB-Ehrenpräsident, der als erster gratulierte. „Timo ist der profilierteste Vertreter unserer Sportart, weil er unglaublich lange Zeit zur Weltklasse gehört und daneben durch seine Persönlichkeit national und global eine außerordentlich positive Ausstrahlung hat. Er ist nicht nur Botschafter unserer Sportart, sondern des gesamten deutschen Sports, weil er neben den sportlichen Erfolgen auch moralische Werte verkörpert.“

Eine treffende Einschätzung aus berufenem Munde. Als ehemaliger Topmanager in der deutschen und europäischen Automobilbranche, Ex-Chef der Stiftung Deutsche Sporthilfe und Gründer der Vereine „Sportler für Organspende“ und „Kinderhilfe Organtransplantation“ genießt der ehemalige Nationalspieler Gäb auch als Sportfunktionär und Visionär sowohl in Deutschland als auch im Ausland hohes Ansehen.

„Mit seinem zehnten Einzel-Titel hat Timo einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere gesetzt“, erklärte der selbst achtmal mit Gold dekorierte Herren-Bundestrainer Roßkopf“. Der nun zehnmalige Deutsche Einzelmeister Timo Boll musste im Finale der 83. Titelkämpfen in Chemnitz allerdings seine ersten Satzverluste in diesem Turnier hinnehmen und sich nicht seinen Rekordtriumph mit einem 4:2 über Defensivass Ruwen Filus hart erarbeiten. Nach seinem Triumph strahlte Timo Boll sichtlich Zufriedenheit aus, und sagte nach dem Endspiel mit dem für ihn typischen Schmunzeln: "Natürlich bin ich froh und glücklich darüber, dass ich diesen Titel gewonnen habe, aber Ruwen hat es mir auch ganz schön schwer gemacht. Aber es wäre ja auch noch schöner gewesen, wenn ich heute an meinem Geburtstag das Endspiel verloren hätte."

 

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