Mateja Jeger vom TSV Schwabhausen (Foto: Steinbrenner)
2. Damen-Bundesliga: Große Leistungsdichte verspricht viel Spannung

TSV Schwabhausen weist Favoritenrolle von sich

Marco Steinbrenner 03.09.2017

Frankfurt am Main. Mit sieben Punkten Vorsprung gewann der TSV Schwabhausen in der Saison 16/17 den Meistertitel in der 2. Damen-Bundesliga. Der Verein aus dem Landkreis Dachau verzichtete aus sportlichen Gründen auf einen Startplatz im Bundesliga-Oberhaus. In der neuen Spielzeit wird das Team erneut als großer Favorit auf Platz eins gesehen. Die Frage nach möglichen Abstiegskandidaten lassen die Vereinsvertreter dagegen offen.

Mit 38:2 Punkten und lediglich einer Niederlage gegen den TuS Uentrop war der TSV Schwabhausen in der abgelaufenen Saison das Maß aller Dinge. Mit Alina Nikitchanka aus Weißrussland verstärkte sich das Team von Trainer Alexander Yahmed für die neue Saison sogar noch. Die Frage nach dem Topfavoriten scheint damit beantwortet zu sein. Der TSV-Coach sieht das ein wenig anders. „Es ist aktuell noch nicht klar, welche Spielerinnen wie oft zum Einsatz kommen.“ Fakt ist auf jeden Fall, dass die erst 17-Jährige Sarah Mantz weiter an das Team herangeführt werden soll.

Als einziger Absteiger aus der 1. Bundesliga kommen die LTTV Leutzscher Füchse 1990 aus Leipzig in das Unterhaus. Mit Kathrin Mühlbach hat den Verein eine wichtige Spielerin zum Deutschen Meister ttc berlin eastside verlassen. Soraya Domdey (Füchse Berlin Reinickendorf) ist neu mit dabei. „Wir wollen Platz fünf oder sechs erreichen“, verrät Pressewart Marian Schmalz.

ESV Weil möchte in den Titelkampf eingreifen und einen der ersten drei Plätze belegen

In personell unveränderter Formation startet der Vorjahresdritte TuS Uentrop und möchte, so Trainer Alexander Daun, „mindestens den fünften Platz belegen. Die Liga ist extrem ausgeglichen und jederzeit gefährlich. Es gibt keine Mannschaft, gegen die man mal eben locker gewinnt. Das ist der Reiz an dieser tollen 2. Bundesliga.“ Als große Stärke seines Teams nennt Daun „das äußerst hohe Verständnis an Disziplin und Teamgeist, über welches die fünf Spielerinnen verfügen“. Der TuS-Coach hofft, dass die Mannschaft in der neuen Saison endlich von Ausfällen verschont bleibt. „Die Spielerinnen sind verletzungsanfällig. Deshalb sind wir bestrebt, dies durch Individualtraining in den Griff zu bekommen.“

Für Daun ist der ESV Weil, zuletzt auf Rang vier gelandet, der Favorit auf den Meistertitel. Auch ESV-Abteilungsleiterin Doris Spiess macht kein Geheimnis daraus, „dass wir einen der ersten drei Plätze belegen wollen“. Mit Eline Loyen (Chelles/Frankreich) wurde eine neue Spielerin für die dritte Position verpflichtet. „Wir haben eine ausgeglichene Mannschaft und mit Ievgenia Vasylieva eine sehr gute Nummer 1.“ Da die ersten vier Positionen mit Nationalspielerinnen besetzt sind, kann es, so Spiess, „möglicherweise vorkommen, dass wir nicht immer komplett antreten können“. Dafür steht aber Eigengewächs Lilli Eise parat.

Mit Vivien Scholz (Schwarzenbek), Lotta Rose (Großburgwedel) und Sarah Textor (Staffel) stehen gleich drei neue Gesichter im Kader des MTV Tostedt. Dafür verließen Caroline Hajok und Maria Shiiba den Fünftplatzierten in Richtung Hannover. „Wir wollen den Klassenerhalt schaffen“, sagt Manager Michael Bannehr.

Am 20. August sorgte der TSV 1909 Langstadt beim Qualifikationsturnier zur Deutschen Pokalmeisterschaft in Seligenstadt für Schlagzeilen. Monika Pietkiewicz, Neuzugang aus Polen, Alena Lemmer (zuvor Essen) und Eigengewächs Janina Kämmerer holten sich nach den 3:2-Erfolgen gegen die Erstligisten SV DJK Kolbermor und SV Böblingen den Gruppensieg. Damit qualifizierte sich das Team aus Hessen für das Final Four im Januar nächsten Jahres. „Diese Leistungen haben gezeigt, dass Langstadt auch in der Liga ganz vorne mitspielen wird“, sagt Schwabhausens Trainer Alexander Yahmed. Mit Archana Kamath fehlte schließlich noch die nominelle Spitzenspielerin. Der sportliche Leiter beim TSV, Manfred Kämmerer, hält dagegen den Ball flach. „Wir wollen besser als in der vergangenen Saison abschneiden.“ Das bedeutet: Mindestens Position fünf soll belegt werden.

Für die Aufsteiger TTK Großburgwedel und TTC 1946 Weinheim geht es um den Klassenerhalt

„Wir verfügen über eine gute Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Ehrgeiz“, sagt Wolfgang Scholer, Abteilungsleiter des ATSV Saarbrücken, bei einem Blick auf das Team, welches in der abgelaufenen Spielzeit den siebten Platz belegte. Mit Tessy Gonderinger (Roodt sur Syre/Luxemburg) muss Scholer jedoch einen schmerzlichen Abgang verkraften. Tanja Helle (Nieuwegein/Niederlande) wurde neu verpflichtet und nimmt hinter Yin Na die Position zwei ein. Im elften Jahr in der 2. Bundesliga heißt das Saisonziel Klassenerhalt. „Sechs Spielerinnen stehen zur Verfügung, die gleichberechtigt eingesetzt werden.“

Nach zuletzt Rang acht geht es für die DJK Offenburg erneut ausschließlich um den Ligaverbleib. Jugend-Nationalspielerin Luisa Säger (Weinheim) und Tetyana Maksimenko (Niestetal) haben den Verein verlassen. Dafür wurden Kristina Kazantseva (Moskau) und Lena Krapf (Münster) neu unter Vertrag genommen. „Die gute Kameradschaft und Ausgeglichenheit sind unsere Stärken“, sagt Mannschaftsführerin Petra Heuberger.

Als Meister der 3. Bundesliga Nord hat der TTK Großburgwedel den Aufstieg geschafft. „Durch die hohe Leistungsdichte in der Liga darf unser Ziel nur der Klassenerhalt sein“, stellt der Vorsitzende Michael Junker klar. Aufgrund der Neuverpflichtungen ist Junker zuversichtlich, „dass wir dieses Vorhaben auch erreichen können“. Polina Trifonova (Schwarzenbek) und Suzanne Dieker (Rödinghausen) schlagen in Zukunft für Großburgwedel auf. Lotta Rose (Tostedt) und Jessica Xu (Engelbostel) sind nicht mehr dabei.

Der Meister aus der 3. Bundesliga Süd, TTC 1946 Weinheim, hat sich mit Luisa Säger (Offenburg), Jennie Wolf (Busenbach) und Mallika Bhandarkar (Göttingen) prominent verstärkt. „Nach sechs Aufstiegen hintereinander betreten wir nun in der 2. Liga Neuland“, so Christian Säger. Der Vorsitzende hofft auf den Verbleib im Bundesliga-Unterhaus. „Es gibt viele Teams, die sich auf gleichem Niveau befinden. Die Tagesform und Aufstellung werden letztlich den Unterschied ausmachen. Wir möchten bei den Abstiegskandidaten nicht dabei sein.“

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