TTC Fortuna Passau (Foto: Verein)
2. Herren-Bundesliga: Vereinsvertreter erwarten eine spannende Saison mit ausgeglichenen Teams

Titelrennen zwischen Passau und Saarbrücken?

Marco Steinbrenner 05.09.2017

Frankfurt am Main. Welche Mannschaft gewinnt den Meistertitel in der 2. Herren-Bundesliga? Die Vereinsvertreter haben sich bei einer Umfrage nicht explizit auf ein Team festgelegt. Dem TTC Fortuna Passau und 1. FC Saarbrücken-TT II werden die besten Chancen auf Platz eins zugetraut. Die Frage nach möglichen Absteigern bleibt durchweg unbeantwortet. Zu ausgeglichen sei die Klasse.

TTC Fortuna Passau und 1. FC Saarbrücken-TT II starten als Titelaspiranten

Nach dem dritten Platz in der Saison 2016/17 geht der TTC Fortuna Passau mit einer auf drei Positionen veränderten Mannschaft in die neue Spielzeit. Während Tamas Lakatos als einziger Akteur übrig geblieben ist, schlagen Tomislav Kolarek (Virton/Belgien), Kriszian Nagy (Ungarn) und Borna Kovac (Taverzo Zoertmeer/Niederlande) neu für das Team von Trainer Davor Vejnovic auf. „Insgesamt ist unser Team eine Wundertüte“, sagt Pressesprecher Thomas Saller und verrät, „dass wir als Saisonziel einen guten Mittelfeldplatz anstreben. Es wird sicherlich etwas dauern, bis sich die drei Neuzugänge integriert haben“. Da das Trio über keinerlei Zweitligaerfahrung verfügt, sieht Saller seine Mannschaft auch nicht „als Favorit auf die ersten Plätze. Saarbrücken oder Bad Homburg schätze ich stärker ein. Auch Bad Hamm ist gefährlich.“

Der 1. FC Saarbrücken-TT möchte nach Angaben von Organisationsleiter Nicolas Barrois „im oberen Tabellendrittel landen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben“. Deni Kozul, zuletzt in der ersten italienischen Liga aktiv gewesen, verstärkt die zuletzt auf Position vier gelandete TTBL-Reserve hinter Bojan Tokic sowie Tomas Polansky. Komplettiert wird das Quartett durch Dennis Klein. „Die Ausgeglichenheit und das tägliche gemeinsame Training sehe ich als Stärke an“, verrät Barrios, der gleichzeitig hofft, dass die Belastung durch die Teilnahme an internationalen Turnieren bei drei Nationalspielern nicht zu groß wird.

Was macht der TTC indeland Jülich? Das Team von Manager Arnold Beginn landete in der abgelaufenen Saison hinter dem Meister und Aufsteiger TSV Bad Königshofen auf dem zweiten Platz. „Wir freuen uns auf eine spannende Saison mit einem jungen Team“, sagt Pressesprecher Jörg Sauer. „Ziel ist es, möglichst in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen.“ Während Chen Hongyu und Martin Allegro weiterhin der Mannschaft angehören, wurden Tobias Rasmussen (Frickenhausen), Brian Afanador (Puerto Rico), Aliaksandr Khanin (Weißrussland) und Dragos Olteanu (Ettelbruck/Luxemburg) neu unter Vertrag genommen. „Wir verfügen über ein Team, das jung, heiß und hungrig ist“, berichtet Sauer.

„Wir haben ein harmonische, junge und erfolgshungrige Mannschaft“, sagt Johannes Herrmann, Teammanager des TTC OE Bad Homburg. Die zuletzt auf Position fünf gelandeten Hessen wollen einen Platz im Mittelfeld der Tabelle erreichen. Dominik Scheja, auf dem Papier die Nummer fünf, soll regelmäßig zum Einsatz kommen – der Inder Sanil Shetty dagegen nur sporadisch. Mit Harald Andersson (Halmstad/Schweden) und Alexander Valuch (Regenstauf) wurden zwei neue Spieler verpflichtet. Herrmann geht davon aus, dass der Abgang von U21-Europameister Tomislav Pucar (Polen) „nicht leicht zu kompensieren sein wird“.

Mit unverändertem Personal geht der BV Borussia Dortmund an die Tische. Angestrebt wird, so Abteilungsleiter Bernd Möllmann, „ein guter Mittelfeldplatz. Wir werden jeden Erfolg feiern.“ Auf welcher Position die Schwarz-Gelben am Ende tatsächlich zu finden sein werden, hänge von vielen Faktoren ab. „Auf dem Papier sind die Mannschaften sehr ausgeglichen besetzt“, sagt Möllmann. „Deshalb kommt es letztlich darauf an, welche Spieler tatsächlich und wie oft eingesetzt werden. Außerdem spielen Verletzungen eine große Rolle.“

Vor dem Saisonstart sind keine eindeutigen Abstiegskandidaten auszumachen

Auch der TV 1879 Hilpoltstein bietet exakt die gleichen Akteure wie in der vergangenen Saison auf. „Wir spielen schon seit vielen Jahren in dieser Besetzung. Kontinuität, eine gute Stimmung und Begeisterung sind seit 13 Jahren Bundesliga unsere Stärke“, stellt Teammanager Bernd Beringer klar. „Mit unseren tollen Fans im Rücken können wir jede Mannschaft schlagen.“ Als Saisonziel haben sich Aelxander Flemming, Petr David, Dennis Dickhardt und Nico Christ vorgenommen, in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen. „Außerdem wollen wir nicht in Abstiegsnöte kommen, was durchaus passieren kann“, so Beringer weiter.

Mit Alberto Mino aus Grenzau hat sich der 1. FC Köln prominent auf der Spitzenspieler-Position verstärkt. „Wir haben ein hungriges Team sowie mit Dirk Huber einen absoluten Top-Trainer“, erzählt Abteilungsleiter Denis Mortazavi und verrät, „dass wir unsere Spieler weiter entwickeln, die Zuschauer begeistern, ein guter Repräsentant des Vereins sein und eine bessere Platzierung als zuletzt erreichen möchten“. Das bedeutet im Klartext: Eine Position unter den besten sieben Teams wird angestrebt. „Die Spiele werden sehr eng und es werden wohl mehrere Teams um den Klassenerhalt kämpfen müssen“, so der Abteilungschef weiter. „Dazu zählen auch wir.“

Erst in der Relegation mit den beiden Vizemeistern der 3. Bundesligen, TuS Celle und NSU Neckarsulm, erreichte der TTC Frickenhausen den Klassenerhalt. Mit einer komplett neuen Truppe soll ein Platz im „vorderen Mittelfeld“ erreicht werden. Dieses Ziel hat die sportliche Leiterin, Doris Schmid, ausgegeben. „Wir haben eine junge und ehrgeizige Mannschaft, die allerdings erst noch zusammenwachsen muss.“ Eigengewächs Liang Qiu ist nach einem Abstecher zum TTC Zugbrücke Grenzau wieder zu seinem Heimatverein zurückgekehrt.

Insgesamt acht Spieler, darunter ein Trio aus Japan, hat der Aufsteiger und Meister der 3. Bundesliga Nord, TTC GW Bad Hamm, gemeldet. „Unsere Stärke und gleichzeitig auch unsere Schwäche ist sicherlich der breite Kader“, sagt Spielertrainer Bernd Ahrens. „Im Vergleich zu anderen Teams können wir Verletzungen verhältnismäßig gut auffangen.“ Eine Ausnahme gebe es allerdings: Der ehemalige französische Nationalspieler Damien Eloi, die neue Nummer eins bei den Grün-Weißen, könne nicht ohne weiteres adäquat ersetzt werden. „Da wir alle Spieler zum Einsatz kommen lassen wollen, werden nicht immer die ersten Vier auflaufen.“ Deshalb sei das Saisonziel auch mit dem sechsten Platz festgelegt worden. „Wir wollen außerdem nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, so Ahrens.

Mit nur einer personellen Veränderung im Vergleich zur Meister-Saison in der 3. Bundesliga Süd startet der FSV Mainz 05. Anders Lind (Leiselheim) wurde unter Vertrag genommen und an Position drei gemeldet. Insgesamt steht ein Quintett zur Verfügung. „Es wird rotiert“, sagt Kapitän Dennis Müller. Die mannschaftliche Geschlossenheit und die Doppelstärke sollen die Mainzelmännchen zum Klassenerhalt führen. „Wir haben eine junge und teilweise für die 2. Liga unerfahrene Mannschaft“, berichtet Müller weiter. „Außerdem ragt kein Spieler als absolute Nummer 1 heraus.“ Hinzu komme, „dass wir in einer sehr starken und ausgeglichenen Liga antreten, in der kein Team abfällt.“

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