Yuan Wan spielte gegen Busenbachs Jessica Göbel überragend (Bild: Dr. Stephan Roscher).
eastside gewinnt auch in Böblingen klar

Erste Siege für Bingen und Schwabhausen

Dr. Stephan Roscher 27.10.2019

Am Sonntag durfte auch die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim, am Vortag noch an Anröchte gescheitert, den ersten Saisonsieg bejubeln. Der TV Busenbach wurde mit 6:1 deutlich abgefertigt. Ebenfalls die ersten beiden Punkte konnte der TSV Schwabhausen eintüten, der in Anröchte mit 6:2 gewann. Ligaprimus ttc berlin eastside war auch in Böblingen nicht zu stoppen und gab lediglich ein Einzel ab.

 

TTG Bingen/Münster-Sarmsheim  – TV Busenbach 6:1

Am Samstag nach der Niederlage gegen Anröchte noch tief deprimiert, sah für die Rheinhessinnen nach dem unerwartet klaren Heimsieg gegen den TV Busenbach die Welt schon wieder viel freundlicher aus.

Anfänglich sah es gut aus für den TVB, der beinahe mit einem 2:0 aus den Doppeln gegangen wäre. Doch es wurde nur ein 1:1 und in den Einzeln bekamen die Badenerinnen vor 125 Zuschauern gegen top motivierte Gastgeberinnen nicht mehr viel auf die Reihe. Nur noch Bingen punktete – Chantal Mantz (3:2 gegen Tanja Krämer, 3:0 gegen Jessica Göbel), Yuan Wan (3:0 gegen Göbel), Giorgia Piccolin (3:1 gegen Lea Grohmann) und Katerina Tomanovska (3:2 gegen Lisa Lung) hießen die Siegerinnen.

„Wir haben heute eine überzeugende Mannschaftsleistung geboten“, freute sich Joachim Lautebach. „Der entscheidende Kick war heute das hart umkämpfte zweite Doppel, das wir mit etwas Glück doch noch nach Hause gebracht haben“, so Bingens Vorsitzender. „Die Mannschaft hat dann sehr stark gespielt. Vorne gegen Busenbach drei Punkte zu machen, war schon eine sehr gute Leistung. Wir sind jedenfalls sehr froh über die ersten Punkte. Ich glaube, es gibt eine hart umkämpfte Saison um den Klassenerhalt.“

„Nachdem wir es verpasst haben, nach zwei vergebenen Matchbällen 2:0 in Führung zu gehen, drehte Bingen auf“, so Jessica Göbel. „Alle engen Sätze gingen an Bingen. Am Ende ist das 6:1 zu deutlich, denn die Spiele gerade im vorderen Paarkreuz waren Werbung für den Sport. Alles in allem war es natürlich enttäuschend deutlich. Jetzt gilt es, den Mund abzuwischen und weiter auf unsere Chance zu lauern.“

TTK Anröchte – TSV Schwabhausen 2:6

Der Aufsteiger aus Oberbayern hatte schon einige Male angedeutet, dass er Substanz hat und an guten Tagen einiges bewegen kann, so zuletzt am Samstag in Bad Driburg, nur mit den Punkten klappte es noch nicht. Dies änderte sich am Sonntag in Anröchte schlagartig, wo besonders Sabine Winter, tags zuvor noch nicht überzeugend, auftrumpfte. Die DTTB-Nationalspielerin besiegte Ting Yang und Aimei Wang klar. Für die weiteren TSV-Punkte sorgten die schon in Driburg starke Kroatin Mateja Jeger (3:2 gegen Yang Henrich) und die US-Amerikanerin Crystal Wang, die Ting Yang knapp bezwingen konnte. Die Weichen hatte man in den Doppeln gestellt, die beide an Schwabhausen gingen – Winter/Tiefenbrunner schlugen Yang/Tian-Zörner (3:1), Wang/Jeger hielten sich an Wang/Henrich schadlos (3:0).

Für den Gastgeber, der nach der Euphorie des Samstags unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde, waren nur Aimei Wang (12:10 im 5. Satz gegen Crystal Wang) und die routinierte Jing Tian-Zörner (3:0 im Abwehrduell mit Alina Nikitchanka) erfolgreich.

„Leider hat es für uns nicht gereicht“, bedauerte Manfred Vogel. „Der Sieg von Schwabhausen geht in Ordnung. Das Glück war heute allerdings sehr oft auf Seiten von Schwabhausen“, wie der TTK-Vorsitzende hinzufügte. Passiert sei noch nicht allzu viel: „Noch sind alle Mannschaften punktemäßig sehr eng beieinander. Wir werden weiter kämpfen.“  

Ganz anders die Stimmungslage bei Gästetrainer Alexander Yahmed: „Das war eine super Team-Leistung und wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf. Herausragend war dieses Wochenende Mateja Jeger, die alles gewonnen hat, was sie gespielt hat, aber auch der Rest der Mannschaft hat seinen Teil beigetragen.“

Hochzufrieden war auch Schwabhausens Abteilungsleiter Helmut Pfeil. „Am Sonntag in Anröchte galt es, die guten Leistungen aller Spielerinnen in den vorangegangenen Begegnungen in zählbare Erfolge umzumünzen. Ein überaus erfreuliches 2:0 nach den Doppeln legte den Grundstein für den auch in der Höhe verdienten Erfolg“, weiß Pfeil zu berichten. „Eine sehr starke Mateja Jeger verbuchte beide Einzel und das Doppel mit Crystal für sich und eine sehr gut aufspielende Sabine Winter ging ebenfalls mit weißer Weste aus der Halle. Der Siegpunkt blieb einer stark spielenden Crystal Wang überlassen, die in einem mitreissenden Spiel gegen unsere ehemalige Spielerin Yang Ting im Entscheidungssatz das Heft nicht mehr aus der Hand gab.“

SV Böblingen – ttc berlin eastside 1:6

In der Appenberg-Sporthalle in Mönsheim erlebten die Zuschauer eine unterhaltsame Partie. Nach dem 2:0 für die Hauptstädterinnen in den Doppeln und dem 3:0-Erfolg von Nina Mittelham über Qianhong Gotsch, mit dem gewiss nicht jeder gerechnet hatte, waren die Weichen für den Titelverteidiger recht schnell auf Sieg gestellt. Shan Xiaona feierte zwei Einzelerfolge (3:0 gegen Mitsuki Yoshida, 3:2 gegen Gotsch). Matilda Ekholm schließlich steuerte einen ungefährdeten Sieg über Alexandra Kaufmann bei.

Böblingen ergab sich jedoch nicht in sein Schicksal und kam zwischenzeitlich durch Rosalia Stähr zum 1:4-Anschluss. Die Defensivspielerin besiegte Kathrin Mühlbach in fünf spannenden Sätzen. Vier Sätze lang war auch das Spitzeneinzel Gotsch vs. Shan spannend, doch im fünften Durchgang traf die Angstgegnerin der prominenten Böblingerin nach einer kleinen taktischen Umstellung praktisch jeden Ball.

Das „Drumherum“ war dennoch ganz im Sinne der Böblinger. „300 Zuschauer begeistert, die Parkplätze überfüllt“, so beschreibt Pressewart Manfred Schneider die Szenerie. Viel Lob gab es von SVB-Manager Frank Tartsch: „Die Mönsheimer haben sich viel Mühe gegeben und waren sehr engagiert. Und ich glaube, auch die Zuschauer kamen vor allem bei der Partie Qianhong Gotsch gegen Shan voll auf ihre Kosten.“

„Ein weiteres erfolgreiches Wochenende für uns, wie wir noch einige brauchen werden, bis wir am Ziel sind“, so eastside Manager Andreas Hain. „Wir hatten Böblingen gut im Griff. Hervorzuheben ist die bärenstarke Leistung von Nina Mittelham gegen Gotsch.“

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