Frankfurt/Main. 3.160 Kilometer Luftlinie liegen zwischen der kanarischen Insel Teneriffa und der Süwag Energie ARENA in Frankfurt am Main. Den Tischtennis-Klub CTM Acoroma hat die Entfernung nicht von einem Besuch des WTT Champions abgehalten. Die Tischtennis-Fans fiebern hier vor Ort bei den Spielen der Topstars mit und feiern ein Tischtennis-Fest.
Sergio ist begeistert von der Stimmung: Der Spanier lebt auf der kanarischen Insel Teneriffa, die zu Spanien gehört. 955.000 Einwohner wohnen auf der Insel, sie ist ein Urlaubsparadies bei vielen Deutschen. Kein Wunder: Neben Sandstränden lockt die kahle Landschaft rund um den Vulkan Teide jedes Jahr unzählige Touristinnen und Touristen an. Und das Beste: Ganzjährig hohe Temperaturen, dazu strahlender Sonnenschein. Dennoch macht es offenbar vielen Tinerfeños – wie die Einheimischen der Insel genannt werden – nichts aus, ihre Freizeit in der Sporthalle zu verbringen. Nicht zuletzt gibt es auf der Ferieninsel einen eigenen Tischtennisverband, die „Federación Insular de Tenis de Mesa de Tenerife“. Der Verband organisiert einen lebhaften Spielbetrieb, es gibt regelmäßig Turniere für Jugendliche, Herren, Damen und Senioren. Außerdem gibt es mit der „Federación Canaria de Tenis de Mesa“ einen Verband für alle kanarischen Inseln. In drei Ligen greifen dort Sportlerinnen und Sportler zum Schläger, der CTM Acoroma schlägt in der „Segunda División“ auf, der zweiten Liga. Der Verein ist zuhause an der Ostküste der Insel, südwestlich der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Candelaria ist ein beliebter Wallfahrtsort der Kanaren, dort wird die „Jungfrau von Candelaria“ verehrt.
Fünf Freunde auf Tischtennis-Reise
Tischtennisfan Sergio ist nicht alleine an den Main gekommen. „Wir sind fünf Freunde“, erklärt er, während er neben Rubén, Dario und Jorge steht. Für die Freundesgruppe war es ein großer Traum, einmal bei einem internationalen Weltklasseturnier mit dabei zu sein – auch wenn kein spanischer Spieler im Teilnehmerfeld dabei war. „Wir haben auf diesen Moment mehrere Jahre lang gewartet“, erzählt Sergio. Man merkt dem Tischtennisenthusiasten wahrlich seine Begeisterung an. Die Freunde haben sich für das VIP-Paket entschieden, sitzen ganz nah am Geschehen dran. „Wir können die Spieler aus nächster Nähe sehen und Fotos mit ihnen machen“, sagt der Kanare. Mit der Organisation vor Ort ist Sergio zufrieden, würde die Veranstaltung auf jeden Fall weiterempfehlen. „Alle müssen die Erfahrung einmal im Leben machen“, sagt er noch schnell, bevor die Augen wieder auf das Halbfinalmatch zwischen den Japaninnen Hina Hayata und Mima Ito gerichtet werden.
WTT Champions Frankfurt 2025: Gut zu wissen