Doha. Für Dimitrij Ovtcharov sind die Individual-Weltmeisterschaften in Katars Hauptstadt Doha vorzeitig beendet. Grund ist eine Bandscheiben-Verletzung. Der 36-jährige ehemalige Weltranglisten-Erste hatte den selbst gesetzten Härtetest am Sonntagmittag nicht bestanden. Das Doppel an der Seite von Patrick Franziska, mit dem er vor zwei Jahren in Durban Bronze gewonnen hatte, ging gegen die australischen Außenseiter Hwan Bae und Aditya Sareen mit 0:3 verloren, ohne dass die Deutschen richtig ins Spiel kommen konnten. Direkt im Anschluss sagte Dima Ovtcharov seinen Einzelstart in der Lusail Sports Arena ab. Am Nachmittag hätte er dem dreifachen Europameister Daniel Habesohn gegenüber gestanden, der nun kampflos in die zweite Runde einzieht.
„Ich bin extrem enttäuscht, weil ich mich wie immer gut vorbereitet habe“, erklärte Ovtcharov. Doch die Verletzung mache es „leider für mich nicht möglich, auf diesem Niveau zu spielen. Das reicht nicht, um hier bei einer WM konkurrenzfähig zu sein“. Die Beschwerden hatten sich bereits während der WM-Vorbereitung in Düsseldorf angekündigt. „Vor neun Tagen hatte ich plötzlich einen Stich im Nacken“, so Ovtcharov. "Erst wurden die Schmerzen besser, aber jetzt drückt es auf den Nerv. Das zieht bis ins Handgelenk. Ich habe daher eine schlechte Kontrolle bei meinen Bewegungen."
Der World-Cup-Sieger von 2017 hat bislang fünf WM-Medaillen gewonnen. Seine erste Einzel-Medaille kann er 2027 in Angriff nehmen. Über den Austragungsort wird im Anschluss an die WM beim Annual General Meeting, der ITTF-Vollversammlung, entschieden.
Patrick Franziska/Dimitrij Ovtcharov - Hwan Bae/Aditya Sareen AUS 0:3 (-6,-9,-12)
Dimitrij Ovtcharov: "Vor neun Tagen hatte ich einen Stich im Nacken. Erst wurden die Schmerzen besser, aber jetzt drückt es auf den Nerv. Es ist eine Bandscheibenproblematik, die auf den Nerv drückt. Das zieht bis ins Handgelenk. Ich habe daher eine schlechte Kontrolle bei meinen Bewegungen. Es ist nicht möglich, dass ich auf dem Niveau spielen kann. Wir haben alles probiert bis zum Spiel heute mit sehr vielen Behandlungen mit den Physios und Ärzten. Aber es hat nicht gereicht, um hier konkurrenzfähig zu sein. Deswegen werde ich mich aus dem Einzel rausnehmen. Ich bin extrem enttäuscht, da ich mir natürlich wie immer gut vorbereitet habe und alles gegeben hätte bei so einem großen Event, um etwas mitzuspielen. Aber das gehört leider zum Sport."
Herren
Dang Qiu (Borussia Düsseldorf, WR: 11), Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt, WR: 13), Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken TT, WR: 14), Dimitrij Ovtcharov (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, WR: 20), Ricardo Walther (ASV Grünwettersbach, WR: 35)
Damen
Sabine Winter (TSV Dachau, WR: 45), Ying Han (KTS Tarnobrzeg/Polen, WR: 47), Xiaona Shan (ttc berlin eastside, WR: 50), Yuan Wan (TTC Weinheim, WR: 62). Annett Kaufmann (SV DJK Kolbermoor, WR: 111)
Herren-Doppel
Benedikt Duda/Dang Qiu, Patrick Franziska/Dimitrij Ovtcharov
Damen-Doppel
Annett Kaufmann/Xiaona Shan, Yuan Wan/Sabine Winter
Gemischtes Doppel
Annett Kaufmann/Patrick Franziska, Yuan Wan/Benedikt Duda
Sportliche Leitung
Richard Prause (DTTB Vorstand Sport)
Trainerteam
Jörg Roßkopf (Bundestrainer Herren), Lars Hielscher (Cheftrainer Düsseldorf), Tamara Boros (Bundestrainerin Damen), Zoltan Batorfi (Assistenz-Bundestrainer Damen), Sascha Nimtz (Experte für Videoanalysen, Wissenschaftskoordinator IAT Leipzig)
Medizinische Abteilung
Dr. Thomas Garn (Teamarzt), Dr. Christian Zepp (Sportpsychologischer Experte), Annette Zischka, Christian Bressau-Krabbe (Physiotherapeuten, OSP Hessen in Frankfurt/Main)
Organisationsleiter
Rainer Kruschel (Leiter Referat Leistungssport)
Schiedsrichter
Melanie Timke (Sielmingen)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Manfred Schillings (DTTB)