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Paris erweist sich als gutes Pflaster für deutsches Para-Team

Baus und Schmidberger gewinnen Para French Open, Reeg holt Bronze

DBS 09.05.2022

Saint Quentin et Yvelines hat sich als gutes Pflaster für die deutschen Para Tischtennisspielerinnen und -spieler erwiesen: Bei den Para French Open gewannen Tom Schmidberger und Valentin Baus jeweils ihre Wettkampfklasse, während Marlene Reeg Bronze holte. Auch Tiziana Oliv wurde Dritte im Einzel, zudem konnte sie in der neu eingeführten Mixed-Konkurrenz XD14 gemeinsam mit Björn Schnake eine Bronzemedaille erspielen.

Schmidberger behielt in der WK 3 bis zum Halbfinale eine weiße Weste, erst dort konnte ihm der Koreaner Jang Yeongjin einen Satz abnehmen. Im Finale traf der  30-Jährige auf seinen Dauerrivalen Florian Merrien aus Frankreich, der in der Weltrangliste direkt hinter ihm auf Rang 3 rangiert. Dieses Mal hatte Merrien Schmidberger allerdings nicht genug entgegenzusetzen: Der Deutsche setzte sich in drei klaren Sätzen durch.

Auch Valentin Baus überzeugte mit einer starken Leistung und zog als Gruppensieger in die K.O.-Runde ein, wodurch er im Achtelfinale ein Freilos hatte. Mit seinem Viertelfinalgegner Hamza Caliskan (TUR) hatte der Bochumer keine Schwierigkeiten, im Halbfinale forderte ihn der Japaner Toru Nakamoto deutlich mehr. Doch auch diese Begegnung entschied Baus mit 3:1 für sich und traf im Finale wie Schmidberger auf seinen direkten Verfolger in der Weltrangliste. Der Norweger Tommy Urhaug blickt zwar auf eine positive Head-to-head-Bilanz gegen den deutschen Paralympicssieger, blieb in Frankreich jedoch chancenlos.

In der WK 10 der Damen wurde in einer Fünfergruppe im Modus Jede-gegen-Jede gespielt. Marlene Reeg musste sich Merve Demir (TUR) und Nozomi Nakamura (JPN) geschlagen geben, behauptete sich aber mit Siegen gegen die Dänin Thea Nielsen und die Schwedin Anja Handen gegen zwei in der Weltrangliste vor ihr platzierte Spielerinnen und sicherte sich so die Bronzemedaille. Im Doppel der Klasse WD20 tat sich Reeg mit der Japanerin Nozomi Nakamura zusammen – eine Kombination, die von Erfolg gekrönt wurde. Die beiden setzten sich in ihrer Gruppe ungeschlagen durch, schalteten im Halbfinale die Norwegerinnen Dahlen/Korneliussen mit 3:0 aus und entschieden das Endspiel gegen Neslihan Kavas/Merve Demir aus der Türkei im Entscheidungssatz für sich.

Auch Tiziana Oliv spielte in der WK 7 im Modus Jede-gegen-Jede. Mit einem Sieg gegen die Spanierin Pilar Gonzalez und Niederlagen gegen Kubra Korkut (TUR) und Nora Korneliussen (NOR) beendete sie den Einzelwettkampf auf Platz 3. Im neu eingeführten Mixed trat sie mit Björn Schnake in der Klasse XD 14 an. Mit einem Sieg gegen die Australier Ballestrino/Julian, einem kampflosen Sieg, da die Schweden Westerberg/Endre nicht antraten, sowie einer Niederlage gegen die Franzosen Berthier/Caillaud in der Gruppenphase zog das deutsche Duo ins Halbfinale ein. Dort mussten sie den Thailändern Rungroj Thainiyom und Kanlaya Chaiwud-Kriabklang allerdings nach vier Sätzen gratulieren – konnten sich aber über Bronze freuen.

Silber gewann Andrea Divkovic in der Doppelkonkurrenz WD22: Mit ihrer französischen Partnerin Anne Divet setzte sie sich mit 3:0 gegen die Favoritinnen Ito/Hazeyama aus Japan durch. Dieser klare Überraschungssieg reichte trotz zweier Niederlagen gegen Ferney/Rousset (FRA) und Acer/Turk (TUR) zum zweiten Platz.

„In dem hervorragend besetzten Turnier, dass für die Organisatoren auch das Ziel hatte für Paris 2024 zu üben, hat das deutsche Team eine sehr überzeugende Vorstellung gegeben“, konstatiert Bundestrainer Volker Ziegler. „Nun gilt es in den weiteren Turnieren, die zur WM Qualifikation gehören, diese Leistung möglichst zu wiederholen.“

 

Die Ergebnisse aller deutschen Spielerinnen und Spieler sind auf der Eventseite nachzulesen: ITTF SQY French Para Open 2022 - Results.

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