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He Zhuojia, Coach Jens Ruland, Josi Neumann, Ballmädchen Nika und Anastasia, Xiaona Shan und Nina Mittelham (v.l.) nehmen den begeisterten Applaus der Fans entgegen (Bild: ttc berlin eastside).
Nina Mittelham gibt erfolgreiches Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause

Berlin besiegt Metz zum Auftakt der Champions-League-Hauptrunde

Dr. Stephan Roscher 07.10.2024

Berlin. Ein Einstand nach Maß, der Lust auf mehr – viel, viel mehr – gemacht hat. Nach der souverän gemeisterten Qualifikation für Stage 2 der European Champions League Women vor einem Monat, ist der fünfmalige Königsklassen-Gewinner ttc berlin eastside am Sonntagabend erfolgreich in die Gruppenphase gestartet. Gegen das hoch gehandelte Team aus Metz, das – neben den Berlinerinnen – als Mitfavorit auf den Gruppensieg gilt, konnte man im Auftaktspiel von Gruppe B vor heimischer Kulisse in der „Heyse25“ einen überzeugenden 3:1-Sieg einfahren.

Man hatte noch eine alte Rechnung offen – und diese konnte man im schmucken Berliner Tischtennis Dome eindrucksvoll begleichen. Das Team aus dem Nordosten Frankreichs war nämlich nicht nur stets ein äußerst unangenehmer Gegner für die Berlinerinnen, sondern hatte ihnen im Januar 2023 im Viertelfinale das bittere Champions League-Aus beschert. Auf einen knappen 3:2-Heimsieg folgte damals eine ernüchternde 1:3-Niederlage in Metz, die das Ende aller Träume bedeutete.

„Wir haben definitiv etwas gut zu machen“, meinten Nina Mittelham und Xiaona Shan vor der Partei, die damals beide im eastside-Team gestanden hatten. „Unser Blick geht nach vorne, wir wollen mit einem Sieg in die Gruppenphase starten.“ Gesagt, getan. Und wie!

He Zhuojia mit Tischtennis vom anderen Stern

Überragend bei der „Mission Wiedergutmachung“ die 25-jährige Chinesin He Zhuojia, die bei ihrem Debüt im eastside-Dress großes Tischtennis zeigte und mit ihrer druckvollen Rückhand ihren beiden Gegnerinnen Mariia Tailakova und Adina Diaconu nicht den Hauch einer Chance ließ. Das war Tischtennis vom Feinsten von der Silbermedaillen-Gewinnerin der World Tour Grand Finals 2018, die allerdings nur in der Königsklasse für den ttc eastside startberechtigt ist. Ihr Wahnsinns-Auftritt ließ in der Halle die Frage aufkommen, wer He in diesem Wettbewerb überhaupt schlagen kann.

Erfreulich verlief auch das Comeback von Nina Mittelham nach zweimonatiger Verletzungspause, die die international sehr erfahrene Luxemburgerin Sarah de Nutte ohne Satzverlust in die Schranken wies, dabei aber mächtig zu kämpfen hatte. Lediglich bei Shan Xiaona lief es noch nicht optimal, die der Rumänin Diaconu unterlag.

Jens Ruland hochzufrieden

Von Berlins Trainer Jens Ruland liegt uns ein detailliertes Statement vor: "Das war der Einstieg in die Gruppenphase, den wir uns gewünscht haben. Das Ergebnis sieht deutlich aus, wobei man aber bedenken muss, dass He und Nana erst am Abend bzw. in der Nacht vor dem Match aus China anreisen konnten und Nina ihren ersten Wettkampf seit ihrer Verletzung bei Olympia gespielt hat. Umso größer fällt das Kompliment aus, das ich meiner Mannschaft machen muss. Mit He Zhuojia haben wir nun eine weitere absolute Top-Spielerin im Kader. Das war Weltklasse. Diaconu und Tailakova sind ja wirklich etablierte Spielerinnen, hatten aber nicht wirklich eine Chance gegen He. Nina ist auf einem guten Weg und kann mit ihrem Comeback sicher zufrieden sein. Sie arbeitet im Moment sehr hart. Mein besonderer Dank geht aber an Nana, die sich an der unbequemen Position zwei in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Gegen Diaconu hat nur das berühmte Quentchen gefehlt. Das kann ohne Jetlag sicher anders aussehen, wie ihr Match gegen Bernadette Szöcs in China ja gezeigt hat. Schließlich Josi, die zwar nicht zum Einsatz kam, aber ihre Funktion zu 100 Prozent erfüllt und so ihren Teil beigetragen hat. Nun richtet sich unser Augenmerk direkt auf das nächste Spiel Anfang November in Hodonin, wo wir den nächsten Schritt in Richtung Viertelfinale machen wollen."

Zur Info: Der ttc berlin eastside geht in Gruppe B mit Metz TT (Frankreich) und SKST Plus Hodonin (Tschechien) an den Start. Somit geht man den extrem starken Teams aus Linz-Froschberg und Tarnobrzeg einstweilen aus dem Weg. Ausgetragen werden die Spiele zwischen dem 6. Oktober und dem 22. Dezember. Die nächste Partie der Hauptstädterinnen findet am 01.11. in Hodonin statt. Die weiteren Gruppentermine: 15.11. Rückspiel in Metz, 22.12. Rückspiel gegen Hodonin in Berlin.

ttc berlin eastside - Metz TT 3:1
He Zhuojia - Mariia Tailakova 3:0 (1,5,5)
Xiaona Shan - Adina Diaconu 0:3 (-10,-12,-8)
Nina Mittelham - Sarah De Nutte 3:0 (9,13,10)
He Zhuojia - Adina Diaconu 3:0 (4,6,7)

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