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Präsentierte sich in Weinheim in Topform: Katerina Tomanovska (Bild: Rainer Oppenheimer).
Sonntag, 14.00 Uhr: TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – SV Böblingen

Bingen will an starke Auftaktleistung anknüpfen, Böblingen strebt einen Punkt an

Dr. Stephan Roscher 16.09.2021

Bingen. Im Oberhaus der Damen steht am kommenden Sonntag noch eine Partie auf dem Programm, bevor die Bundesligapause bis zum 9. Oktober wegen diverser internationaler Turniere, unter anderem den Mannschafts-Europameisterschaften in Rumänien und dem WTT-Event in Qatar, beginnt. Und es könnte ein sehr spannendes Aufeinandertreffen zwischen den Rheinhessinnen und der SV Böblingen werden. Gastgeber Bingen hatte sich zum Saisonauftakt beim 6:1 in Weinheim in überragender Verfassung präsentiert, der Gast aus dem „Ländle“ verfügt mit Qianhong Gotsch und Annett Kaufmann über ein herausragendes oberes Paarkreuz.

In Weinheim hatten bei Bingen die Italienerin Giorgia Piccolin, die Inderin Archana Girish Kamath, die Tschechin Katerina Tomanovska und Anastasia Bondareva sowie Karolina Mynarova im Doppel geglänzt – das Debüt der Neuzugänge Kamath und Bondareva war nahezu perfekt gelaufen.

Doch dieses Quartett beziehungsweise Quintett wird nicht komplett auch gegen die SVB an die Tische gehen. „Durch Abstellungen von zwei Spielerinnen an ihre Nationalverbände wird das Gesicht des Teams allerdings ein anderes sein als vor zwei Wochen“, erläutert TTG-Teamcoach Frank Liesenfeld. Bingen nennt die zur Verfügung stehenden Spielerinnen nicht namentlich, wenn man aber eins und eins zusammenzählt, riecht es förmlich nach dem Debüt der 35-jährigen Dänin Mie Skov im Bingener Dress. Brisant an dieser Personalie wäre, dass Skov zwischen 2005 und 2010 fünf erfolgreiche Jahre in Böblingen hatte und nun als Nummer eins der Rheinhessinnen gemeldet ist.

Die Böblingerinnen hatte zum Saisonauftakt in Kolbermoor nicht schlecht gespielt, zu einem Punktgewinn fehlte beim 3:6 aber doch noch ein gutes Stück. Immerhin präsentierte sich Defensiv-Ikone Qianhong Gotsch nach ihrer langen, selbst auferlegten Corona-Sicherheitspause bereits wieder in recht guter Form und gewann ebenso sicher gegen Svetlana Ganina wie das Ausnahmetalent Annett Kaufmann. Letztere war zudem auch mit Kristin Lang über weite Stecken auf Augenhöhe. Die 15-Jährige wird ohnehin nahezu täglich besser und Gotsch ist auf dem besten Weg, zu alter Stärke zurückzufinden.

Auf dem Papier haben die Schwäbinnen zwar sieben Spielerinnen stehen, dennoch stellt sich das Team von selbst auf. Erneut werden Qianhong Gotsch, Annett Kaufmann, Mitsuki Yoshida und Alexandra Kaufmann auflaufen. Xu Yanhua ist verletzt, Rosalia Behringer schwanger und die auf dem Meldebogen stehende Nicole Struse hat vor acht Jahren ihre Karriere beendet. Es könnte eine enge Partie werden, Prognosen fallen extrem schwer.  

„Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe mit spannenden und guten Matches. Nach dem überraschend klaren Erfolg in Weinheim sollten wir versuchen, zumindest einen Zähler in Bingen zu behalten“, so Frank Liesenfeld.

„Ich hoffe auf ein Unentschieden, aber Bingen ist ob der Neuen im Team schwer einzuschätzen“, prognostiziert Frank Tartsch, Manager der SV Böblingen. Tartsch fügt hinzu: „Vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen mit Mie.“ Tartsch legt sich denn auch fest und tippt auf ein Remis in der Partie in der Turnhalle am Binger Mäuseturm – ein Ergebnis, das man sich im Vorfeld durchaus vorstellen könnte.

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Die ursprünglich ebenso für den Sonntag angesetzte Partie zwischen dem ESV Weil und dem ttc berlin eastside wurde verschoben (der neue Termin steht noch nicht fest), weil Nina Mittelham am Wochenende beim Europe Top 16 in Thessaloniki (Griechenland) für den DTTB aufschlägt.

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