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Interview mit dem Olympic Channel nach dem Training: Timo Boll (Foto: Probst)
Im Interview gibt der Rekord-Europameister Entwarnung für seine Hüfte, wartet noch auf das Olympia-Kribbeln und hofft auf weiterhin negative tägliche Covid-19-Tests

Boll über geschmeidiges Training, rutschige Tische und das Olympia-Kribbeln

SH 21.07.2021

Tokio. Gute Nachrichten: Nach elfstündigem Flug von Frankfurt am Main nach Tokio, fünf Stunden Aufenthalt am Flughafen Haneda für Corona- und Sicherheitskontrollen sowie der ersten Nacht im Olympischen Dorf ist Timo Boll "geschmeidig" ins erste Training gestartet. Im Interview gibt der Rekord-Europameister Entwarnung für seine Hüfte, wartet noch auf das Olympia-Kribbeln und hofft auf weiterhin negative tägliche Covid-19-Tests.

Was machen die Hüfte und der ganze Rest?
Timo Boll:
Die Hüfte scheint wieder ganz gut zu sein. Ich traue dem Frieden zwar noch nicht zu 100 Prozent, aber ich spüre beim Spielen keine Schmerzen mehr. Die ganz extremen Verrenkungen und Bewegungen lasse ich aus Vorsicht allerdings noch weg.

Wie war das erste Training in den „heiligen Hallen“?
Boll:
Zuallererst war ich froh, dass ich im Training heute recht geschmeidig war nach dem langen Flug. Auch das lange Rumstehen am Flughafen habe ich körperlich gut überstanden. Die Halle selbst kenne ich ja schon von einigen Turnieren. Es ist sehr schöne Halle, aber ohne Zuschauer natürlich schon ein bisschen traurig.

Zuletzt hast du den World Team Cup 2019 im Tokyo Metropolitan Gymnasium gespielt. Hat sich seitdem hier etwas verändert?
Boll:
Damals haben wir auf anderem Material gespielt. Ansonsten sind nur ein paar Laufwege neu. An der Halle selbst hat sich nichts geändert.

Wie sind die Spielbedingungen?
Boll:
Die Spielbedingungen sind sehr gut. Auf dem gleichen Modell der Tische, die hier benutzt werden, haben wir schon längere Zeit in Düsseldorf trainiert. Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, dass die Tische sehr rutschig sind. Von daher ist das kein Problem.

Wie groß ist das Olympia-Kribbeln nach deinem ersten Tag in Tokio?
Boll:
Als alter Hase kribbelt es bei mir vielleicht nicht mehr so wie bei Benedikt Duda, der jetzt das erste Mal dabei ist. Die Dörfer, das Essen – das ist meist ein Caterer und Organisator. Die Unterkunft ist nie luxuriös. Diesmal haben wir wirklich gar nichts auf dem Zimmer (Lacht.), auch keinen Fernseher. Meist hatten wir wenigstens den, um die viele freie Zeit nutzen zu können, um Olympia-Sport zu schauen. Das wird in dieses Jahr schwierig. Da werden wir nicht viel Drumherum mitbekommen. Von daher liegt die Konzentration wohl nur auf dem eigenen Wettkampf. Das Olympia-Kribbeln ist daher vielleicht ein bisschen weniger als sonst, aber es kommt dann durch den eigenen Wettkampf – je näher der Wettkampf kommt, desto größer werden die Nervosität und Anspannung.  

Wie nervös bist du vor dem täglichen Corona-Test?
Boll:
Die Gefahr ist immer da – es gibt auch schon einige Fälle aus dem Tischtennis. Auch hier im Dorf müssen wir vorsichtig sein. Ein kleines Risiko hat man immer sich anzustecken. Das wünscht man keinem, der sich auf Olympia gefreut und so lange vorbereitet hat, so kurz davor oder währenddessen durch eine Infektion aus dem Turnier genommen zu werden. Das wäre sehr bitter.

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