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Ihr kann man keinen Vorwurf machen: Ding Yaping, die gegen die Nigerianerin Edem Offiong nichts anbrennen ließ (Bild: Dr. Stephan Roscher).
ttc berlin eastside – ASD Quattro Mori Cagliari 2:3

berlin eastside mit überraschender Heimniederlage

Dr. Stephan Roscher 19.11.2022

Berlin. Damit hatten nicht viele gerechnet. Der fünfmalige Champions-League-Sieger ttc berlin eastside fand gegen das Team aus Cagliari, das man sechs Tage zuvor auf Sardinien beim 3:1-Erfolg noch recht klar beherrscht hatte, nie richtig ins Spiel und musste eine 2:3-Niederlage quittieren.

Natürlich muss man auch anerkennen, dass die Italienerinnen eine bärenstarke Leistung boten und über sich hinauswuchsen. Dennoch bleibt festzustellen, dass der Hauptstadtklub, der diesmal ohne Nina Mittelham auskommen musste, deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb.  

Viele Fans in der Halle glaubten noch an den Sieg ihres Teams, als die schlecht gestarteten Berlinerinnen den 0:2-Rückstand durch Siege von Ding Yaping (gegen Edem Offiong) und Shan Xiaona (gegen Andreea Dragoman) egalisiert hatten. Doch Sabina Surjan hielt im letzten Match des Abends dem Druck nicht stand und musste der ausgesprochen starken Rumänin Tania Maria Plaian, die zuvor schon Shan Xiaona geschlagen hatte, nach fünf Durchgängen gratulieren.

Die serbische Linkshänderin im Dress des ttc eastside wurde zur tragischen Figur des Spiels, denn schon in ihrem ersten Match gegen Dragoman hatte sie an einem Sieg geschnuppert, als sie einen 0:2-Satzrückstand wettgemacht hatte - doch im als Kurzsatz gespielten Entscheidungsdurchgang zog die 22-Jährige ebenso mit 2:6 den Kürzeren wie später gegen Plaian. Schon im Auftaktspiel hatte Shan Xiaona die Erfahrung machen müssen, dass die Rumänin zu Unrecht derzeit auf Platz 256 der Weltrangliste steht und weitaus besser ist, als man im Vorfeld gedacht hätte. Das hatte sich allerdings bereits in der ersten Partie angedeutet, als die DTTB-Nationalspielerin zwar noch mit 3:1 gewinnen konnte, jedoch in jedem Satz höllisch zu kämpfen hatte.

Mund abputzen und auf den Bundesliga-Klassiker gegen Kolbermoor am Sonntag konzentrieren – so lautet nun die Devise beim ttc eastside.  

Passiert ist letztlich noch nicht allzu viel. In den Duellen mit Cartagena – am 29.11. spielt man in Spanien, am 02.12. in der Hauptstadt – hat man noch alle Chancen, sich den Gruppensieg zu sichern. Allerdings bedarf es dann einer besseren und fokussierteren Leistung als am Freitag gegen Cagliari.

Berlins Präsident Alexander Teichmann fand deutliche Worte. „Eine mehr als ärgerliche, vermeidbare Niederlage, die bewiesen hat, dass man in der Champions League immer bereit sein muss, tatsächlich ans Limit zu gehen und nicht nur darüber zu reden“, so Teichmann. „Es wäre jetzt zu einfach, die Niederlage an der einen oder anderen Spielerin festzumachen oder nach Entschuldigungen zu suchen wie gesundheitliche oder andere Gründe. Wir werden unsere Lehre aus den Spielen gegen Cagliari ziehen. Mit dem 2:3 sind wir gut bedient.“

 

18.11.2022: ttc berlin eastside – ASD Quattro Mori Cagliari 2:3

Shan Xiaona – Tania Maria Plaian 1:3 (7:11, 8:11, 11:8, 9:11)

Sabina Surjan – Andreea Dragoman 2:3 (7:11, 9:11, 11:9, 11:9, 2:6)

Ding Yaping – Edem Offiong 3:1 (11:8, 9:11, 11:5, 12:10)

Shan Xiaona – Andreea Dragoman 3:1 (11:6, 11:8, 10:12, 13:11)

Sabina Surjan – Tania Maria Plaian 2:3 (5:11, 11:9, 6:11, 11:4, 2:6)

 

12.11.2022: ASD Quattro Mori Cagliari – ttc berlin eastside 1:3

Andreea Dragoman – Sabina Surjan 3:1 (11:6, 11:5, 6:11, 11:7)

Tania Maria Plaian – Shan Xiaona 1:3 (11:8, 12:14, 11:13, 8:11)

Edem Offiong – Nina Mittelham 0:3 (4:11, 14:16, 7:11)

Andreea Dragoman – Shan Xiaona 0:3 (10:12, 6:11, 8:11)

 

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