Am Ziel bei Deutschen Meisterschaften: Es ist Ricardo Walthers erster Einzel-Titel (Foto: Steinbrenner)
Alle Ergebnisse und Zitate der Halbfinalisten und Finalisten am Sonntag

Chemnitz: Die Spiele und Zitate bei den Deutschen am Finaltag

SH 01.03.2020

Chemnitz. Die Spiele der 88. Nationalen Deutschen Meisterschaften in Chemnitz am Finaltag:

Damen-Doppel, Halbfinale um 10 Uhr
Nina Mittelham/Sabine Winter – Franziska Schreiner/Yuki Tsutsui 3:1 (8,-10,8,9)
Mittelham: "Wir haben noch Steigerungspotenzial fürs Finale. Wichtig war, dass wir das Spiel gewonnen haben. Es war ganz schön eng."
Tsutsui: "Wir haben besser gespielt als gedacht, hatten aber auch das Gefühl, dass mehr ging. Obwohl wir verloren haben, hat es uns Spaß gemacht, dieses Halbfinale zu spielen."

Jessica Göbel/Tanja Krämer – Nadine Bollmeier/Kristin Lang 3:2 (-9,4,-9,7,4)
Krämer: "Meine Tochter würde sagen: Gut! Wir haben festgestellt, dass wir bei Deutschen Meisterschaften noch nie ein Halbfinale verloren hatten. Damit wollten wir heute nicht anfangen. Ein bisschen Glück hatten wir schon, aber haben in den entscheidenden Momenten auch gute Punkte gemacht. Vor allem Jessica. Solche Bälle muss man in den entscheidenden Situation einfach spielen."
Bollmeier: "Nach 2:1- und 4:0-Führung hatten wir das Gefühl, dass wir das Spiel im Sack hatten. Danach kamen plötzlich unsere Gegnerinnen auf."

Herren-Einzel, Halbfinale um 10:40 Uhr
Steffen Mengel - Ricardo Walther 0:4 (-8,-9,-9,-4)
Walther: "Ich bin ganz gut reingekommen ins Spiel. Für mich war es wichtig, vor allem seine Aufschläge gut zu returnieren. Ich habe mich während des ganzen Spiels sicher gefühlt, dass ich gewinnen kann. Es ist mein erstes Finale bei Deutschen Meisterschaften und bin in einer guten Verfassung, auch das Endspiel zu gewinnen. Gegen 'Benne' und Dang habe ich jeweils das letzte Spiel gewonnen."
Mengel: "Ich bin enttäuscht, denn ich hatte mir mehr erhofft. Die ersten drei Sätzen waren alle knapp, und ich hatte einige Führungen."

Benedikt Duda - Dang Qiu 4:2 (2,7,-8,-9,10,5)
Duda: "Ich bin erst mal glücklich, dass ich das Spiel gewonnen habe. Nach 2:0, dann 2:2 in Sätzen und 8:10 war es glücklich, dass ich noch gewonnen habe. Insgesamt ist es aber einfach Mist, gegen seinen Doppelpartner und guten Freund zu spielen."
Qiu: "Wir vier im Halbfinale sind alle gute Freunde, aber in der Box ist es Wettkampf. Beim Spiel waren 'Benne' und ich beide auf schnelle Punktgewinne aus. Als ich bei 2:2 meine 10:8-Führung nicht nach Hause gebracht hatte, war das der Knackpunkt."

Damen-Einzel, Halbfinale um 11:20 Uhr
Nina Mittelham - Sabine Winter 4:2 (-3,10,-6,9,7,9)
Mittelham: "Ich bin froh, dass ich gewonnen habe. Spielerisch war es heute sehr schwierig für mich gegen Sabine. Ich habe viele leichte Fehler gemacht."

Kristin Lang - Chantal Mantz 4:1 (5,-11,12,8,10)
Lang: "Ich stehe zum vierten Mal im Finale und möchte jetzt auch zum vierten Mal gewinnen. Das Halbfinale für mich das erste wirklich schwere Spiel bei diesen Deutschen Meisterschaften. Ich wusste schon vorher, dass ich gegen Chantals Ballonabwehr nicht unbedingt punkten würde."
Mantz: "Ich habe ein schönes und gutes Spiel gemacht. Leider habe ich meine Chancen in den knappen Sätzen liegen gelassen. Mit meiner Vorhand war ich ganz zufrieden."

Herren-Doppel, Halbfinale um 12:05 Uhr
Benedikt Duda/Dang Qiu – Erik Bottroff/Alexander Flemming 3:0 (10,7,5)
Duda: "Wir haben eine solide Leistung gebracht und unser Level abgerufen. So konnten wir gewinnen."
Flemming: "Es war nicht unsere beste Doppelleistung. Gegen so einen Gegner können wir dann nicht gewinnen. Beim Publikum bedanken wir uns für die tolle Stimmung an den beiden Tagen."

Kilian Ort/Ricardo Walther – Tobias Hippler/Gianluca Walther 3:0 (2,6,11)
R. Walther: "Wir haben ziemlich sicher gewonnen mit Ausnahme des letzten Satzes. Der war knapp. Ich habe am Anfang des ersten Satzes gespürt, dass unsere Gegner nervös waren. So konnten wir die Punkte meist einfach gewinnen."
G. Walther: "Ich habe zum vierten Mal bei Deutschen Meisterschaften gespielt und alle vier Male verloren; davon zweimal im Einzel. Wir wollten das Spiel gut gestalten, die anderen haben aber die besseren Bälle gespielt."

Gemischtes Doppel, Finale
Erik Bottroff/Nadine Bollmeier – Nils Hohmeier/Janina Kämmerer 2:3 (5,7,-3,-9,-4)
Kämmerer: "Das ist ein absolutes Highlight. Wir freuen uns riesig. Es war ein cooles Turnier für uns. Es hat echt Spaß gemacht, mit Nils zu spielen. Die Zuschauer haben uns super unterstützt." Ob eine Titelverteidigung im kommenden Jahr möglich ist? "Ich muss mich erst einmal für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren, bevor ich darüber nachdenken kann."
Zum Schlägerwechsel im Entscheidungssatz, nachdem sie ihren Vorhandbelag versehentlich im Spiel beschädigt hatte: "Der Ersatzschläger war schon deutlich abgespielter als mein eigentlicher. Mit dem gebe ich eigentlich nur Kindertraining in Langstadt. Nach dem Wechsel haben wir keinen Fehler mehr gemacht."
Hohmeier:
"Am Anfang waren wir beide nervös, und unsere Gegner sind erfahrener. Dann haben wir uns ins Spiel hinein gekämpft und am Ende verdient gewonnen. Vor dem Finale haben wir beide nicht geglaubt, dass Gold für uns möglich ist."
Bollmeier: "Es ist ärgerlich: Wieder haben wir sicher geführt und wieder verloren - wie im Doppel-Halbfinale bei mir vorhin auch. Die junge Frische hat das Turnier gewonnen."

Damen-Doppel, Finale
Nina Mittelham/Sabine Winter - Jessica Göbel/Tanja Krämer 3:1 (6,9,-4,7)
Winter:
"Ich bin sehr happy, dass wir das Turnier gewonnen. Es ist immerhin mein fünfter Titel im Doppel. Wir mussten uns natürlich anstrengen."
Mittelham:
"Strenggenommen war es eine Pflichtaufgabe, hier Deutscher Meister zu werden. Wir wussten, dass wir das Turnier gewinnen können und freuen uns, dass das auch geklappt hat."
Göbel:
"Den zweiten Satz haben wir trotz 7:4-Führung noch verloren. Auch im dritten Satz haben wir geführt und verloren. Im vierten Satz sind wir nach zwei glücklichen Punkten der beiden immer hinterher gelaufen. Um das noch zu drehen, dafür sind unsere Gegnerinnen zu sicher gewesen. Wir sind mit unserer Leistung im Viertel- und Halbfinale zufrieden."

Herren-Einzel
, Finale
Ricardo Walther - Benedikt Duda 4:2 (4,3,7,-8,-7,8)
Walther: „Es fühlt sich geil an, Deutscher Meister zu sein! Am Anfang war es ein sehr komisches Spiel. Ich habe viele kleine Punkte gemacht und die ersten beiden Sätze sehr einfach gewonnen. Danach kam ‚Benne‘ immer besser ins Spiel. Im sechsten Satz konnte ich mich dann absetzen."
Duda: „Ricardo hat verdient gewonnen. In den ersten drei Sätzen habe ich einfach nur schlecht gespielt. Danach bin ich ins Spiel gekommen, aber gegen diesen Gegner hat es nicht mehr gereicht.“

Damen-Einzel, Finale
Nina Mittelham - Kristin Lang 4:3 (-6,-5,-9,8,8,10,9)
Mittelham: „Ich bin froh, dass ich den Titel verteidigt habe, aber auch müde von dem Turnier. Die Partie noch zu drehen, war sehr anstrengend. Kristin hat begonnen wie die Feuerwehr, und ich hatte keinen guten Start. Danach habe ich mich darauf besonnen, dass ich schon öfter Spiele nach 0:3-Rückstand noch gewonnen hatte. Es war wichtig, dass ich immer weiter gespielt habe und mich vom Rückstand nicht habe beeindrucken lassen. Ich bin dann besser ins Spiel gekommen.“
Lang:
„Ich habe in den ersten drei Sätzen unfassbar gut gespielt. Ich habe dann versucht so weiterzuspielen, aber leider meine Chancen nicht genutzt. Vor allem im siebten Satz bei 8:4- und 9:6-Führung hätte es bei ein, zwei Bällen anders ausgehen können. Zum Schluss habe ich ein bisschen zu eintönig gespielt.“

Herren-Doppel, Finale
Benedikt Duda/Dang Qiu – Kilian Ort/Ricardo Walther 3:1 (9,-7,11,7)
Duda: "Wir sind natürlich sehr zufrieden, dass wir unseren Titel verteidigen konnten. Es war ein schweres Spiel gegen Kilian und 'Ric'. Die entscheidende Situation war wohl im dritten Satz, als wir erst mit 10:7 geführt, dann 10:11 hinten gelegen und dann doch noch gewonnen haben. Das war der Knackpunkt bei den beiden. Danach lief es rund."
Walther: "Unser Ziel war, das Finale zu erreichen, auch wenn wir vorher erst einmal zusammen gespielt hatten und das schon ein paar Jahre her ist. Wir haben relativ kurzfristig entschieden, dass wir hier zusammen Doppel spielen würden. Wir verstehen uns ganz gut, und das Doppel macht Spaß.
Gegen 'Benne' und Dang ist es schwer. Sie sind so gut eingespielt und wissen immer, was sie tun müssen. Bei uns sind die Laufwege und Spielzüge noch nicht so gut abgestimmt. Es war trotzdem ein enges Spiel. Im dritten Satz haben wir einen Satzball vergeben, und auch vorher hatte ich schon einen liegen, den ich hätte machen müssen. Wir sind trotzdem zufrieden mit dem, was wir hier gezeigt haben." 

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