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Dicht vor dem Einzug ins Königsklassen-Finale: ttc berlin eastside (Bild: Verein).
Freitag, 18.00 Uhr: ttc berlin eastside – Metz TT

Das Finale eintüten: Halbfinal-Rückspiel in Berlin

Dr. Stephan Roscher 10.02.2022

Berlin. Der ttc berlin eastside, Titelverteidiger in der europäischen Königsklasse, steht nach dem 3:1-Erfolg im Halbfinal-Hinspiel am letzten Dienstag in Metz dicht vor dem erneuten Einzug ins Endspiel. Nun will man natürlich am morgigen Freitag im Rückspiel vor heimischer Kulisse (Große Spielhalle Sportkomplex Paul-Heyse-Straße 29) den Sack zumachen – und die Chancen der Hauptstädterinnen stehen alles andere als schlecht.

Zwei der drei gewonnenen Matches in Frankreich verliefen klar und deutlich: Sowohl Shan Xiaona als auch Nina Mittelham ließen der rumänischen Nummer eins von Metz, Adina Diaconu, keine Chance. Mittelham musste lediglich gegen die bissig agierende Russin Mariia Tailakova, die zweimal nach Sätzen vorlegen konnte, alles aus sich herausholen, um ihrer Gegnerin schließlich im in der Champions League als Kurzsatz gespielten Entscheidungsdurchgang das Nachsehen zu geben.

Einzig die Holländerin Britt Eerland musste der 44-jährigen Ex-Europameisterin und langjährigen DTTB-Nationalspielerin Jiaduo Wu gratulieren. Doch Eerland ging verletzt an den Tisch, ohne Handikap hätte sie womöglich das dennoch knapp verlaufene Match gewonnen. Dem Vernehmen nach wird die Weltranglisten-34. dem ttc eastside im Rückspiel fehlen. Das ist schade, doch andererseits verfügt Deutschlands erfolgreichster Damen-Tischtennisklub über so viele gute Spielerinnen, dass es sicher gelingt, die Lücke adäquat zu schließen, wenngleich sich die Einreise von Spielerinnen aus dem Ausland angesichts von Corona oft schwierig gestaltet – und einige Akteurinnen des hochkarätig bestückten Berliner Kaders leben eben nicht dauerhaft in Deutschland.

Nina Mittelham und Shan Xiaonoa, deren Leistungsstärke sich inzwischen endlich auch in der Weltrangliste widerspiegelt, in der sie die Plätze 26 und 27 belegen, werden sicher erneut spielen und sind im Normalfall für keine Spielerin von Metz leicht zu knacken. Der französische Champion besitzt – gemessen an der Aufstellung des Hinspiels – auch keine großen personellen Alternativen. Allenfalls könnte er noch die 27-jährige ägyptische Linkshänderin Dina Meshref, in Deutschland bestens bekannt aus ihrer Langstädter Zeit, einsetzen. Meshref verfügt zwar über reichlich internationale Erfahrung, spielt nahezu jedes Turnier und ist in der Weltrangliste als Nummer 36 recht gut platziert, doch auch sie kocht nur mit Wasser und ihr Spiel ist eigentlich recht gut auszurechnen. So gesehen ist nichts in Sicht, was den ttc eastside über die Maßen ängstigen müsste, dem zwei gewonnene Matches bereits zum Einzug ins Finale genügen würden.

„Für das zweite Halbfinale haben wir sicherlich eine gute Ausgangsposition“, stellt eastside-Manager Andreas Hain fest. „Doch man hat gesehen, dass die einzelnen Spiele schnell auch mal in die andere Richtung ausschlagen können. Es gilt also volle Konzentration. Dazu kommt noch die Verletzung von Britt Eerland, die normal sicher an Position 3 punkten kann. Also mal abwarten und schauen, dass so schnell wie möglich die beiden Punkte erzielt werden können.“ 

 

Halbfinal-Rückspiel ttc berlin eastside vs. Metz TT im Livestream auf Sportdeutschland.tv

European Champions League Women auf der Webseite der ETTU

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