Der Pokal und sein Meister: Ricardo Walther am Morgen im Hotel (Foto: privat)
Den Meisterpokal hat Ricardo Walther nur zum Schlafen aus der Hand gelegt. Und für den Flug zu den Qatar Open

Der Tag nach dem Meister: "Meine Freude überdeckt die Müdigkeit"

SH 02.03.2020

Frankfurt/Doha. Als der neue Deutsche Einzel-Meister am Montagmorgen erwachte, konnte er sich ganz schnell vergewissern, dass er den Titeltriumph am Sonntag nicht nur geträumt hatte. Der Eberhard-Schöler-Wanderpokal stand neben ihm in einem Frankfurter Flughafen-Hotel auf dem Nachttisch. Bevor er ihn aber für ein Jahr mit nach Hause nehmen kann (Walther: „In zwei Monaten ziehe ich um in eine neue Wohnung. Da suche ich einen schönen Platz für ihn.“), muss Ricardo Walther noch nach Katar. Um 10:30 Uhr ist das Flugzeug mit ihm und Freundin Eileen, Damen-Siegerin Nina Mittelham, weiteren Nationalteammitgliedern sowie Betreuern Richtung Doha abgehoben. Ziel sind die Qatar Open, die am Dienstag beginnen.

Entsprechend kurz und überschaubar fiel die Feier aus. Nach Siegerehrung und Dopingkontrolle fuhren „Ric“ und Eileen Richtung Frankfurt am Main. Das Winner-Dinner, die Meister-Mahlzeit, musste unterwegs auf der 400 Kilometer langen Strecke stattfinden und war entsprechend rustikal. „Es war ein klassisches Schnitzel mit Pommes an einer Raststätte“, berichtet der 28-jährige Düsseldorfer, und seine Stimme klingt dabei etwas übernächtigt belegt, aber immer noch sehr glücklich. „Heute fühle ich mich ganz gut“, sagt er. „Meine Freude von gestern überdeckt meine Müdigkeit. Ich habe schon sehr schwere Beine und das eine oder andere Wehwehchen, das ich schnell auskurieren muss, damit ich bis morgen wieder fit bin.“

Rund 18 Stunden nach seinem Erfolg hat er immerhin fast alle Glückwunschnachrichten beantwortet. Die waren im Sekundentakt nach dem verwandelten Matchball gegen Benedikt Duda angekommen. Familie, Freunde, Tischtenniskumpel, die nicht in der Richard-Hartmann-Halle sein konnten, hatten das Endspiel per Livestream und –Ticker verfolgt. Am schnellsten waren standesgemäß seine Mutter und sein Patenonkel. Und wer weiß, vielleicht gibt es in Katar ja wieder einen Grund, ihm zu gratulieren. Die Form jedenfalls stimmt.

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Bildergalerie des Triumphs (Fotos: Geiger, Steinbrenner, privat)

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