Da waren's nur noch drei: Auch Defensiv-Ass Aimei Wang fällt beim TTK Anröchte für den Rest der Runde aus (Bild: Dr. Stephan Roscher).
Aimei Wang fällt bis Saisonende aus

Dezimiertes Anröchte tourt durch Oberbayern

Dr. Stephan Roscher 24.01.2020

 
Kurz vor den German Open stehen noch zwei Partien in der 1. Bundesliga Damen auf dem Programm, nämlich die Spiele vier und fünf der Rückrunde. Schlusslicht TTK Anröchte begibt sich auf Bayern-Tour. Im Normalfall würde man zumindest am Samstag in Schwabhausen ein spannendes Match im Abstiegskampf erwarten, doch die Reihen bei den Ostwestfälinnen haben sich weiter gelichtet. Nun fällt auch noch Aimei Wang aus – und das wohl bis zum Saisonende. Von ursprünglich sechs Spielerinnen sind somit gerade noch drei übrig, wohl zu wenig, um noch aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Folglich dürfte gerade Kolbermoor am Sonntag leichtes Spiel haben.

 

Samstag, 14.30 Uhr: TSV Schwabhausen – TTK Anröchte

In der Vorrunde siegte der Aufsteiger aus Oberbayern bereits in der „Höhle des Löwen“ deutlich mit 6:2 – und da hatte Anröchte noch ein Quartett an Stammspielerinnen aufzubieten. Und nun im Rückspiel muss mindestens eine Ersatzspielerin aus der Verbandsliga an den Tisch. Natürlich könnte das Gästeteam auch mit drei Stammspielerinnen dem TSV gefährlich werden, aber die müssten dann schon alle einen optimalen Tag erwischen.

„Nach den schwangerschaftsbedingten Ausfällen von Qi Shi und Marta Golota-Dyjas muss der TTK Anröchte nun den nächsten Schlag hinnehmen“, gibt dessen Manager Manfred Vogel die neuerliche Hiobsbotschaft bekannt. „Aimei Wang ist in dieser Woche am Knie operiert worden und fällt wohl für die Rückrunde komplett aus. Eine Operation war unumgänglich. Damit stehen dem TTK Anröchte für die Rückrunde nur noch drei Spielerinnen zur Verfügung.“ Wie nun der Klassenerhalt noch geschafft werden soll, weiß auch Vogel nicht. „Wir müssen sehen, wie es weitergeht. Im Moment bin ich einfach nur geschockt.“ 

In Schwabhausen rechnet man dennoch mit einem schwierigen Spiel im Kampf um den Klassenerhalt. Mit einem Sieg könnte man einen wichtigen Schritt machen und nach Punkten sogar mit dem Tabellensechsten Langstadt gleichziehen. „Ich glaube, es ist beiden Seiten klar, dass dieses Spiel richtungsweisend ist“, sagt TSV-Trainer Alexander Yahmed im Vorfeld der Partie. „Wir freuen uns auf Anröchte und sind gespannt. Aber wir spielen daheim und wollen tollen Sport zeigen und sind uns sicher, dass das wieder ein Tischtennis-Highlight in unserer Halle wird.“

 

Sonntag, 14.00 Uhr: SV DJK Kolbermoor – TTK Anröchte

Gegen Kolbermoor zog der TTK in der Hinrunde bereits mit 0:6 den Kürzeren. Damals spielten von der Stammformation nur Aimei Wang und Yang Henrich, ergänzt durch zwei Verbandsliga-Spielerinnen. Angesichts der aktuellen personellen Konstellation beim Tabellenletzten ist am Sonntag kaum etwa anderes zu erwarten – ein Ehrenpunkt für Anröchte wäre schon eine bemerkenswerte Leistung. Das wird umso schwieriger, als nun auch noch das Topdoppel Wang/Henrich nicht mehr an den Tisch gehen kann. Die einsatzfähigen TTK-Spielerinnen dürften genügend Ehrgeiz aufbringen, sich so teuer wie möglich verkaufen zu wollen. Doch bei der Qualität des Pokalfinalisten, der sein Punktekonto auf 17:5 ausbauen will, sind die Möglichkeiten eben begrenzt.

„Anröchte ist eigentlich für uns ein unangenehmer Gegner, wenn sie annähernd komplett antreten“, so Kolbermoors Trainer Michael Fuchs. „Wenn sie natürlich wieder mit mehreren Ersatzspielerinnen kommen, ändert das die Sache komplett und alles andere als ein klarer Sieg wäre eine Enttäuschung. Wir werden dann auf jeden Fall unserer Jugend die Chance geben, weiter Erfahrung zu sammeln.“

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