Europas Bester bei der WM: Mattias Falck (Foto: ITTF)
Rumänisch-spanisches Herren-Duo testet Ma Long/Wang Chuqin / Titelverteidigerin Ding muss sich mit Bronze begnügen

Schwedens Falck zieht ins Halbfinale ein / Ionescu/Robles im Endspiel

SH 26.04.2019

Budapest. Die WM der Überraschungen hat dieses Attribut auch am drittletzten Tag verdient. Die rumänisch-spanische Kombination Ovidiu Ionescu/Alvaro Robles steht im Endspiel der 55. Welttitelkämpfe. Nach einem Sieben-Satz-Sieg über die portugiesische Stammformation Tiago Apolonia/Joao Monteiro geht es am Samstag gegen die Chinesen Ma Long/Wang Chuqin.

Auf ihrem Weg ins Finale mussten sie zwar noch kein asiatisches Doppel überwinden, dennoch sind Ionescu/Robles alles andere als ein Zufallsduo. Immerhin sind sie in Budapest an Position sieben gesetzt. "Wir haben gezielt auf eine Top-acht-Setzung hingearbeitet, hätten aber nicht gedacht, dass wir das schaffen", erzählt Robles. Und der EM-Einzel-Finalist von 2018, Ionescu, verrät das Geheimnis der perfekten Abstimmung in ihrem Spiel. "Es ist wie in einer guten Ehe: Der Schlüssel sind eine gute Kommunikation und viel Verständnis für den anderen." Dass sie gegen Ma und Wang nicht chancenlos sind, haben sie im vergangenen Jahr durchblicken lassen. Im Sommer gewannen sie bei den China Open nach einem Sieg über Ma Long/Xu Xin die Silbermedaille.

Schafft es Falck sogar ins Finale?

Wer hätte vor der WM auf ihn im Einzel-Halbfinale gesetzt? Mattias Falck hat nach dem Sieg über Xu-Xin-Bezwinger Simon Gauzy Bronze sicher. Der Schwede, der zuvor unter anderem Lee Sangsu ausgeschaltet hatte, trifft am Samstag auf den 19-jährigen Südkoreaner An Jaehyun, die Nummer 157 der Weltrangliste, der gegen die Nummer zehn, seinen Landsmann Jang Woojin, in sieben Sätzen die Oberhand behielt.  In der oberen Hälfte des Tableaus ist China unter sich. Titelverteidiger Ma Long bekommt es in der Vorschlussrunde mit Liang Jingkun zu tun, der sich in sieben Durchgängen gegen Japans Koki Niwa durchsetzte.

Diesmal nur Bronze für goldverwöhnte Ding

Die dreifache Einzel-Weltmeisterin und Titelverteidigerin Ding Ning unterlag ihrer China-internen Dauerrivalin Liu Shiwen nicht nur in sechs Sätzen, sondern auch nach einer 2:0-Führung und im fünften Durchgang mit 0:11.

Dabei hatte alles zunächst nach einer Niederlage Lius gegen die Olympiasiegerin ausgesehen. Nach der Führung der vierfachen World-Cup-Siegerin im zweiten Durchgang konnte Ding den Satz noch zu ihren Gunsten drehen. Statt zu resignieren, machte es Klick bei Liu, wie sie im Anschluss im Interview den Zuschauern in der Hungexpo übers Hallenmikrofon erklärte. "Ich stand mit dem Rücken zur Wand; da war dann alles egal. Ich habe mir gesagt: 'Ruhig bleiben und einfach weiter aufs Spiel konzentrieren.'" Welcher ihrer Landsfrauen Wang Manyu oder Chen Meng sie im Endspiel bevorzuge? Da musste Liu Shiwen nicht lange überlegen: "Keine von beiden." Inzwischen ist klar: Es wird Chen sein.

DIE SPIELE IN BUDAPEST AM FREITAG

Damen-Einzel, Halbfinale
Ding Ning - Liu Shiwen 2:4 (6,9,-5,-5,-0,-2)
*Wang Manyu - Chen Meng 0:4 (-,5,-7,-5,-8)

Finale am Samstag um 13 Uhr
Liu - Chen

Herren-Einzel, Viertelfinale
*Ma Long CHN - Lin Gaoyuan CHN 4:0 (8,9,8,4)
*Liang Jingkun CHN - Koki Niwa JPN 4:3 (10,-10,8,4,-9,-7,5)
Mattias Falck SWE - Simon Gauzy FRA 4:1 (8,-11,6,3,7)
*An Jaehyun KOR - Jang Woojin KOR 4:3 (10,-10,-7,3,5,-8,10)

Halbfinale am Samstag ab 17 Uhr
Ma - Liang
Falck - An

Gemischtes Doppel, Finale
Xu Xin/Liu Shiwen CHN - Maharu Yoshimura/Kasumi Ishikawa JPN 4:1 (5,8,-9,9,4)

Herren-Doppel, Halbfinale
Ma Long/Wang Chuqin CHN - Liang Jingkun/Lin Gaoyuan CHN 4:0 (10,7,7,5)
*Tiago Apolonia/Joao Monteiro POR - Ovidiu Ionescu ROM/Alvaro Robles ESP 3:4 (-6,3,10,-7,-7,9,-8)

Finale am Samstag um 12 Uhr
Ma/Wang - Ionescu/Robles

*Hinweis: Um lange Spielpausen zu vermeiden, sollten die vorangegangenen Matches schnell zu Ende sein, beginnen einige Partien direkt nacheinander und ggf. früher als zur angegebenen Uhrzeit. Die Matches, die ggf. früher starten, sind mit * markiert.

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