Dieter Steffen, hier mit Gattin Gudrun, wird heute 80 Jahre alt (Foto: Kröger)
Geburtstagsfeier "dank" Corona nur im kleinen Kreis, aber mit Rossi und Speedy

Dieter Steffen: Auch mit 80 noch im Unruhe-Modus

08.05.2020

Frankfurt/Menighüffen. Es ist ein besonderer Tag, den Dieter Steffen gemeinsam mit Gattin Gudrun und Sohn Bela in beschaulich kleinem Kreise feiert. Ohne Kontaktbeschränkungen in Corona-Zeiten allerdings würde der Platz im Hause Steffen in Mennighüffen für die Schar der Gratulanten am 8. Mai wohl kaum reichen: Der ehemalige Vizepräsident des DTTB wird heute 80 Jahre alt.

Glückwünsche auch von Rossi und Speedy

Die Glückwünsche, die Dieter Steffen postalisch, via E-Mail, per Video und telefonisch erreichen, werden unzählige sein. Dass ihm wichtige Weggefährten heute nicht an seiner Seite sein können, bedauert das Geburtstagskind. „Ich hatte viele Gäste aus Sport und Politik eingeplant", verrät Dieter Steffen in einem Gespräch mit seiner Heimatzeitung NW (Neue Westfälische) seine ursprünglichen Pläne. Dafür, dass Freunde und Wegbegleiter ihm dennoch am 80. Geburtstag nahe sind, dafür sorgt der TTC Mennighüffen, dessen Ehrenvorsitzender Steffen ist. Der Verein organisierte Grußbotschaften via Überraschungsvideo, in dem u.a. auch die Doppel-Weltmeister von 1989, Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner, ihrem ehemaligen Bundesjugendwart und Vizepräsidenten gratulieren. 

Funktionär aus Leidenschaft – Mit Rückhalt von Gudrun

Bemerkenswerte 56 ununterbrochene Jahre war der pensionierte Schulleiter der Grundschule Mennighüfen-Ost bis zum Jahr 2019 Vorsitzender „seines“ TTC Mennighüffen, stand 49 Jahre an der Spitze des Tischtennis-Kreises Herford und übernahm auch in den höchsten Gremien des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) und der Europäischen Tischtennis-Union (ETTU) Verantwortung – jeweils 24 Jahre lang. Beim DTTB half Steffen nach zwei Jahren als Beisitzer des Jugendausschusses von 1979 bis 1997 als Bundesjugendwart dem Nachwuchs auf die Beine. Vier Jahre lang bis 2001 setzte der in Prag geborene Ostwestfale anschließend sein Amt in der neu benannten Funktion als Vizepräsident Jugend des DTTB fort. Von 1986 bis 2010 repräsentierte Steffen außerdem den DTTB im Jugendkomitee der ETTU, darunter von 1991 bis 2003 als Stellvertretender Vorsitzender und anschließend bis 2010 auch als Vorsitzender. Ohne den Rückhalt seiner Frau Gudrun wäre ein Engagement in dieser Größenordung nicht möglich gewesen, wie Steffen betont: „Sie hat mich immer unterstützt, obwohl es ihr sicher nicht immer leichtgefallen ist.“

Die nächsten Projekte schon im Visier

Steffen, der mit seiner direkten, schnörkellosen Art stets den Respekt seiner Mitstreiter, aber auch Andersdenkender gewann, stellte in seiner Amtszeit für viele nationale und internationale Erfolgen des DTTB-Nachwuchses die Weichen. So trieb er unter anderem die Entwicklung der nationalen Internate in Duisburg und Heidelberg, den Vorläufern des DTTZ in Düsseldorf, maßgeblich mit voran. Ehrungen wurden dem umtriebigen Funktionär, der mit seinem TTC Mennighüffen für die Ausrichtung zahlreicher Bundesveranstaltungen in Ostwestfalen verantwortlich zeichnete, zahlreiche zuteil. Unter anderem erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik sowie die höchste Auszeichnung des Landes NRW, die Sportplakette. Dieter Steffen ist zudem Träger der goldenen Ehrennadel des Deutschen Tischtennis-Bundes und DTTB-Ehrenmitglied.

Wer allerdings glaubt, im Alter von 80 Jahren würde der Funktionär aus Leidenschaft seine Zeit nun vorwiegend in seinem beschaulichen Heim  verbringen, der sieht sich – selbstverständlich - getäuscht. Steffen spielt nicht nur noch selbst aktiv in der fünften Mannschaft des TTC, er leitet auch nach wie vor die von ihm selbst vor 16 Jahren ins Leben gerufene Grundschul-Tischtennis-AG. Aktuell ist Steffen zudem noch Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB) Herford, dessen Festschrift zum 75-jährigen Bestehen er gerade akribisch vorbereit. Gratulanten zum 80. Geburtstag sollten sich bei der Frage nach dem Befinden des Jubilars nicht wundern, wenn Dieter Steffen auch heute antwortet: „Ich bin mitten in der Arbeit."

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