Braunschweig gelingt die Titelverteidigung
Deutsche Mannschaftsmeisterschaften der Senioren 2019 in Viernheim

DMM Senioren: Oldenburg und Braunschweig gelingt Titelverteidung

Raimund Lenges - Ressort Seniorensport 04.06.2019

Viernheim. Am letzten Mai-Wochenende starteten 60 Mannschaften bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Senioren und Seniorinnen in Viernheim und ermittelten die neuen Titelträger in den vier Altersklassen Ü40, Ü50, Ü60 und Ü70.

Sowohl die Seniorinnen als auch die Senioren zeigten sich sportlich von ihrer besten Seite. Viele tolle Ballwechsel mit Tischtennis vom Feinsten und viele spannende Spielverläufe konnten die Zuschauer von Samstagmorgen bis Sonntagnachmittag verfolgen.

Wir freuen uns auf der einen Seite darüber, dass die Attraktivität im Seniorenbereich stetig steigt. Jedoch ist es auf der anderen Seite nicht förderlich, wenn die Leistungsschere so weit auseinandergeht, dass von vornherein keine Frage mehr ist, wer Deutscher Mannschaftsmeister in der einen oder der anderen Altersklasse wird.  So freuen wir uns, dass immer mehr sehr gute Aktive in den Jungseniorenbereich (ab 40 Jahre) einsteigen. 

Seniorinnen 40: Sieg für Hasborn

In der Gruppenphase der Seniorinnen 40 setzten sich die Mannschaften von TTV Hasborn (STTB) mit Nikola Jäckel und Tina Acker sowie die Mannschaft vom TTC GW Fritzdorf (WTTV) mit Petra Schoulen und Susanne Schwickert durch. Daneben konnten sich der TTC Langweid (ByTTV) mit Andrea Secerov, Barbara Seiler und Simone Neuner sowie der TSV Watenbüttel (TTVN) mit Joanna Jerominek, Margit Jeremias und Annette Blazek in der Gruppe B für das Halbfinale qualifizieren. Die an Position zwei in der Gruppe B gesetzte Mannschaft von der TSG Zellertal (PTTV) musste eine bittere 2:3-Niederlage gegen die Mannschaft vom TTC Langweid hinnehmen, die gemäß den QTTR-Werten vom Februar 2019 lediglich an Position 5 bzw. 6 einzuordnen war. Im letzten Einzel zwischen Simone Neuner (Langweid) und Silke Ermel (Zellertal) setzte sich Neuner im vierten Satz mit 13:11 durch.   

Das Halbfinale zwischen TTV Hasborn und TSV Watenbüttel haben die Spielerinnen von Hasborn mit 3:1 für sich entscheiden können. Das zweite Halbfinale zwischen TTC GW Fritzdorf  und dem TTC Langweid war eine klare Sache für die Fritzdorferinnen – sie gewannen dieses mit 3:1 Spielen. Im Endspiel mussten dann TTV Hasborn und TTC GW Fritzdorf wieder ran. Beide Mannschaften hatten bereits in der Gruppe ein sehr spannendes Spiel geboten, das Hasborn mit 3:2 gewinnen konnte. Dieses Mal konnte nur Petra Schoulen (Fritzdorf) für den Ehrenpunkt gegen Tina Acker für sich verbuchen. Den 3. Platz belegte TTC Langweid mit einem 3:1 Erfolg gegen TSV Watenbüttel.

Seniorinnen 50: Walldorf - Erster Start, erster Titel

In dieser Altersklasse ist die Mannschaft mit den zweithöchsten QTTR-Werten der Gruppe A (TTC Finow-GEWO Eberswalde (TTVB) aufgrund unglücklicher Niederlagen nur Tabellendritter in dieser Gruppe geworden. Gruppenerster wurde der TuS Xanten (WTTV) mit Bettina Balfoort und Gudrun Rynders, der sich mit einem 3:1 Erfolg gegen RSV Braunschweig (TTVN – Titelverteidiger) mit Annette Mausolf, Bettina Papist und Birgit Giebel durchsetzte. In Gruppe B wurde SV RW Walldorf (HeTTV), mit Cornelia Bienstadt und Silke Cezanne Tabellenerster vor TTV Gärtringen (TTVWH).  Im ersten Halbfinale zwischen Xanten und Gärtringen hatte Xanten das bessere Ende auf seiner Seite – es gewann mit 3:1. Im zweiten Halbfinale zwischen Braunschweig und Walldorf sorgten die Walldorferinnen mit einem 3:0-Kantersieg für eine Überraschung.

Wer jetzt gedacht hatte, dass das Finale ein leichtes Spiel für Xanten werden würde, wurde vom Gegenteil überzeugt. Im ersten Einzel konnte sich zwar Balfoort gegen Cezanne mit 3:0 Sätzen behaupten, doch Bienstadt glich gegen Rynders mit einem klaren 3:0 Sieg aus. Das folgende Doppel ging zwar mit 3:0 an Walldorf, doch war dieses Spiel nichts für schwache Nerven. Zwei der drei Sätze haben Bienstadt/Cezanne erst in der Verlängerung für sich entscheiden können. Im Spitzenspiel kam die Walldorferin Bienstadt mit dem Noppenbelag von Balfoort gar nicht klar. Folgerichtig verlor sie die ersten beiden Sätze relativ klar mit jeweils 8:11 und im dritten Satz lag sie 4:8 im Hintertreffen. Doch ab diesem Zeitpunkt stellte Bienstadt ihr Spiel um und holte Punkt für Punkt auf, bis sie diesen und die Sätze vier und fünf mit gewinnen konnte. Somit wurde die Mannschaft vom SV RW Walldorf bei ihrem ersten Start gleich Deutscher Mannschaftsmeister.  Den 3. Platz errangen die Spielerinnen aus Braunschweig mit einem 3:1 Sieg gegen Gärtringen.

Seniorinnen 60: Braunschweig verteidigt Titel

Auch in dieser Altersklasse gehörte die Mannschaft von RSV Braunschweig zum Favoritenkreis. In der Gruppe 1 setzte sich RSV Braunschweig (TTVN – Angela Walter, Freia Runge) gegen SV Dresden Mitte 1950 (SäTTV - Lilija Dietterle, Evelin Dathe) mit einem knappen 3:2-Sieg durch. Entscheidend für diesen Erfolg war das mit 3:2 gewonnene Einzel zwischen Angela Walter gegen Lilija Dietterle. In Gruppe B wurde die Reihenfolge durch die Spielergebnisse durcheinandergewirbelt. Die an Position 1 gesetzte Mannschaft von der SV DJK Holzbüttgen (WTTV – Gerda Kux-Sieberath, Almut Pigerl, Cordula Röhr) wurde durch das schlechtere Spielverhältnis nur Dritter der Gruppe.  Gruppenerster wurde der TTC Berlin-Neukölln (BeTTV – Ellen Stöckel, Marianne Kerwat) vor dem FC Queidersbach (PTTV – Elisabeth Simonis, Sylvia Gros). Das erste Halbfinale entschied Braunschweig klar mit 3:0 Sieg gegen Queidersbach für sich. Das zweite Halbfinale zwischen Berlin-Neukölln und Dresden-Mitte verlief etwas spannender. Dietterle (Dresden-Mitte) konnte ihre Einzel gegen Kerwat und Stöckel jeweils mit 3:1 Sätzen gewinnen.

Somit trafen wieder die Gruppengegner Braunschweig und Dresden-Mitte im Endspiel aufeinander. In diesem Spiel setzte sich Braunschweig mit 3:1 Spielen durch. Somit konnten Angela Walter und Freia Runge ihren Triumph vom letzten Jahr wiederholen. Im spannenden Spiel um Platz 3 setzte sich Queidersbach gegen Berlin-Neukölln mit 3:2 Spielen (das letzte Einzel zwischen Silvia Gros und Marianne Kerwat wurde durch das 14:12 von Gros im fünften Satz entschieden) durch.  

Seniorinnen 70: Berlin-Neukölln ist Meister

In dieser Altersklasse mussten gleich vier Mannschaften absagen. Der Meistertitel wurde zwischen TTC Berlin-Neukölln (BeTTV – Jutta Baron, Gudrun Engel), dem Vorjahresmeister SV Medizin Stralsund (TTVMV – Christine Lübbe, Roswitha Wiencke), TTF Rhenania Königshof (WTTV – Roswitha Lindner, Reinhilde Dohrenbusch) und der Mannschaft vom TTC Langen (HeTTV – Helga Burgdorf, Irma Fischer) ausgespielt. Das einzige wirklich spannende Spiel war gleich das erste und zwar zwischen TTC Berlin-Neukölln und TTF Rhenania Königshof. Roswitha Lindner und Reinhilde Dohrenbusch lagen nach dem Doppel mit 2:1 Spielen in Führung. Doch Niederlagen von Lindner und Dohrenbusch gegen Baron und Engel in den letzten beiden Einzeln legten den Grundstein dafür, dass die Meisterschaft am Ende nach Berlin-Neukölln ging, denn das eigentliche „Finale“ zwischen den beiden punktbesten Mannschaften von Stralsund und Berlin-Neukölln verlief sehr unaufgeregt zugunsten der Berlinerinnen. Baron und Engel gewannen dieses Spiel klar mit 3:0. Den dritten Platz erreichte TTF Rhenania Königshof.

Senioren 40: Wosik führt Staig zum Titel

In dieser Altersklasse war eine Mannschaft (SC Staig, TTVWH) – Torben Wosik, Marcel Harler, Karl Dachs, Jörg Schneider, Manfred Schneider) am Start, die von den teilnehmenden Mannschaften die Punktbeste war. Der QTTR-Wert der ersten drei Spieler per Februar 2019 beträgt 6.300 Punkte. Die nächstbeste Mannschaft war der BV Borussia Dortmund (WTTV – Qi Wencheng, Evgeny Fadeev, Bernd Möllmann, Darius Mielek) mit 6.215 Punkten. Danach folgten zwei Mannschaften mit einem etwa gleichen Wert von 6.090 Punkten, nämlich TTC Börde Magdeburg (TTVSA – Marin Kostadinov, Andreas Mühlfeld, Mark Mechau, Christian Panzer) und TTV Albersweiler (PTTV – Dirk Keller, Torsten Becker, Peter Schäffer, Detlef Gässler). Die restlichen vier teilnehmenden Mannschaften folgten mit einem gebührenden Abstand.

Die vier Favoriten platzierten sich in den beiden Vorrundengruppen an Position 1 und 2. In Gruppe A wurde Staig vor Magdeburg erster und in Gruppe B Dortmund vor Albersweiler. Bemerkenswert war im ersten Halbfinale, dass Dirk Keller und Thorsten Becker im Doppel gegen Torben Wosik und Marcel Harler mit 3:1 Sätzen gewinnen konnten. Den zweiten Spielgewinn holte sich Dirk Keller gegen Jörg Schneider. Am Ende hieß es aber 4:2 für Staig. Auch das zweite Halbfinale endete mit 4:2 für die favorisierte Mannschaft von Dortmund gegen Magdeburg. Die Zuschauer bekamen spannende und hochklassige Spiele zu sehen. So gewann der ehemalige bulgarische Nationalspieler, auf Seiten von Magdeburg, Marin Kostadinov mit 3:2 Sätzen gegen Evgeny Fadeev. Danach musste noch der Dortmunder Bernd Möllmann dem Magdeburger Mark Mechau zum Sieg gratulieren.  Das folgende Doppel und die nächsten zwei Einzelspiele entschieden die Dortmunder für sich. So kam es zum erwarteten Endspiel zwischen SC Staig und BV Borussia Dortmund. Eine taktische Umstellung vom Dortmunder Mannschaftsführer Bernd Möllmann führte dazu, dass Dortmund nach den ersten drei Einzelspielen mit 2:1 führte. Jetzt folgte das vorentscheidende Doppel zwischen Torben Wosik/Marcel Harler gegen Qi Wencheng/Evgeny Fadeev. Die ersten beiden Sätze gewannen Wencheng/Fadeev; danach steigerten sich Wosik/Harler und konnten demzufolge die nächsten drei Sätze für sich entscheiden. Der zwischenzeitliche Spielstand von 2:2 kam Staig entgegen – denn Wosik ging als Favorit gegen Wencheng ins nächste Spiel. Wie erwartet gewann er mit 3:0 Sätzen (lediglich der erste Satz war hart umkämpft). Im nächsten Spiel setzte sich Marcel Harler gegen Bernd Möllmann mit 3:0 durch und sicherte den Meistertitel. Das Spiel um den dritten Platz war eine ganz enge Angelegenheit. Drei Spielgewinne konnte Marin Kostadinov dazu beitragen, dass die Spannung bis zum letzten Einzel hochgehalten werden konnte. Er gewann seine zwei Einzel gegen Thorsten Becker und Detlef Gässler und das Doppel an der Seite von Mark Mechau. Da Albersweiler entschieden hatte, dass Dirk Keller (stärkster Spieler) an Position drei aufgestellt wurde, ging er Marin Kostadinov aus dem Weg und konnte zwei Einzelsiege beisteuern. Die anderen zwei Spielgewinne zum Erreichen des dritten Platzes holten Detlef Gässler und Thorsten Becker gegen Christian Panzer und Mark Mechau.

Senioren 50: Oldenburg gewinnt das Traumfinale

Der Oldenburger TB (TTVN , Titelverteidiger) war mit dem ehemaligen norwegischen Nationalspieler Wang Yangsheng sowie dem ehemaligen Nationalspieler und Doppelweltmeister Steffen Fetzner und dem ehemaligen Bundesligaspieler Nicolai Popal und Lothar Rieger am Start, der den höchsten QTTR-Wert (6437) aufwies. Als Nummer zwei wurde die Mannschaft vom TTC Schwalbe Bergneustadt (WTTV - Vladislav Broda, ehemaliger tschechischer Nationalspieler, Manfred Nieswand, ehemaliger Bundesligaspieler, Sandor Jankovic, ehemaliger Bundesligaspieler) gesetzt. Als dritter der Punktliste wurde TSV Gräfelfing (ByTTV - Dr. Ralf Schreiner, Andreas Krämer und Berthold Pilsl – ehemaliger Bundesligaspieler) in Gruppe A an Position zwei gelost. In der Gruppe B wurde an Position zwei der SC Charlottenburg (BeTTV - Frank Kasiske, Roland Kowalski, Norbert Kaping) gelost.

Die Platzierungen der beiden ersten Mannschaften in der Gruppe A war exakt die der Setzpositionen. Die Reihenfolge der Mannschaft in Gruppe B wurde ab der Position zwei vollkommen durcheinandergewirbelt. SC Charlottenburg, TTF Besseringen (STTB - Andreas Koch, Volker Schramm, Dirk Lauer, Joachim Scholer, Christian-Roger Roehrig, Norbert Seibel), TSV Korntal (TVWH - Michael Krumtünger, ehemaliger Bundesligaspieler, Achim Stoll, Bruno Lehmann, Magnus Langenstein, Günter Schmid) haben jeweils ein Mannschaftsspiel gewonnen und wiesen 2:4 Punkte auf. Das schlechteste Spielverhältnis hatte der SC Charlottenburg und war demzufolge Tabellenletzter in der Gruppe B. Die Spieldifferenz bei Korntal und Besseringen war gleich. Als nächster Parameter kam das Satzverhältnis zum Tragen. Hier war der TSV Korntal um einen Satz besser als Besseringen. Das glücklichere Ende für Korntal wurde im letzten Gruppenspiel zwischen Korntal und Besseringen erreicht; denn im Doppel gewannen Achim Stoll/Michael Krumtünger gegen Andreas Koch/Volker Schramm den vierten Satz mit 12:10 und Achim Stoll gegen Dirk Lauer die Sätze zwei und drei mit jeweils 13:11. Wäre nur einer der drei in der Verlängerung gewonnenen Sätze an Besseringen gegangen, so wären die Saarländer Zweiter der Gruppe B gewesen.

Im ersten Halbfinale trat der haushohe Favorit Oldenburger TB gegen TSV Korntal an. Wie erwartet konnte Korntal dem Oldenburger TB kein Paroli bieten. Das Spiel endete mit 4:0. Das zweite Halbfinale schien ebenfalls eine klare Sache für TTC Schwalbe Bergneustadt gegen TSV Gräfelfing zu werden. Der TTC führte nach dem Doppel mit 3:1, wobei Manfred Nieswand mit Kniebeschwerden zu kämpfen hatte. Nach dem Doppel überrannte praktisch Ralf Schreiner mit einem 3:0 Erfolg den Spitzenspieler vom TTC. Da auch Nieswand gegen Pilsl das Nachsehen hatte, stand es 3:3 und das letzte Spiel zwischen Jankovic und Krämer musste die Entscheidung bringen. Nach dem Gewinn des zweiten Satzes zum 1:1 keimte nochmal Hoffnung für Gräfelfing auf. Doch Jankovic konnte sich steigern und gewann die beiden nächsten Sätze mit 11:5 und 11:8.

Somit kam es zum Traumfinale zwischen Oldenburger TB und TTC Schwalbe Bergneustadt. Dieses verlief zur Freude der Zuschauer auf der gut besuchten Tribüne (meist Spielerinnen/Spieler von Mannschaften, die die Meisterschaften bereits beendet hatten) am Anfang sehr spannend. Wang Yangsheng setzte sich mit 3:1 Sätzen gegen Manfred Nieswand durch. Dann gewann Broda gegen Fetzner mit 3:2 Sätzen (12:10 im fünften Satz) und Popal gegen Jankovic mit 3:2 Sätzen (11:7 im fünften Satz). Das folgende Doppel war dann eine klarere Angelegenheit für Wang Yangsheng/Popal gegen Nieswand Broda. Im folgenden Einzel gewann Broda die ersten beiden Sätze gegen Yangsheng. Hoffnung kam nochmal beim TTC auf. Doch dann erhöhte Yangsheng das Tempo und die Präzision seiner Schläge und gewann die drei nächsten Sätze zum Gewinn des Meistertitels. Den 3. Platz erkämpften sich die Spieler des TSV Gräfelfing gegen TSV Korntal. Das spannendste Einzel dieses Spieles war das Doppel, indem drei Sätze in der Verlängerung entschieden wurden.

Senioren 60: Schwarzenberg gewinnt Finale

Auch in dieser Altersklasse gab es zwei Favoriten, die in der Gruppe A (1. TTV Schwarzenberg  - STTV mit dem ehemaligen tschechischen Nationalspieler Miroslav Cecava, mit dem ehemaligen Bundesligaspieler Jiri Fafek, Frank Lukaschek und Jiri Vojtek) und in Gruppe B (TuS Rheydt-Wetschewell – WTTV mit dem ehemaligen ungarischen Nationalspieler Bela Frank, dem schwedischen Spitzenspieler Göran Skogsberg, dem ehemaligen Bundesligaspieler Gerd Werner, Ernst-Willi Jennessen und Edgar Holzinger) an Position 1 gesetzt wurden. Im Gegensatz zu Schwarzenberg, musste sich Rheydt-Wetschewell mit dem zweiten Tabellenplatz in der Gruppe begnügen. Der TTC Tiefenlauter (ByTTV) mit dem ehemaligen Bundesligaspieler Peter Betsch, dem Abwehrspezialisten Reiner Kürschner und Allrounder Rolf Eberhardt konnte sich im letzten Gruppenspiel mit 4:3 Spielen gegen Rheydt durchsetzen. Bemerkenswert war das Einzel zwischen Reiner Kürschner und Göran Skogsberg; dieses Spiel wurde ab Mitte des zweiten Satzes mit der Wechselmethode (Zeitspiel) fortgesetzt. Mit 11:5, 11:5 und 11:3 ließ Kürschner dem für Wetschewell spielenden Skogsberg keine Chance. Da vorher schon Betsch gegen Werner gewinnen konnte, stand es vor dem Doppel 2:1 für Tiefenlauter. Mit dem Doppel Frank/Werner gegen Betsch/Eberhardt glich Wetschewell zum 2:2 aus. Betsch musste dann eine 2:3 Niederlage gegen Frank hinnehmen. Doch in den letzten beiden Einzeln setzten sich Rolf Eberhardt (gegen Göran Skogsberg) und Reiner Kürschner gegen Gerd Werner durch. Somit wurde TTC Tiefenlauter zweiter der Gruppe B. Den zweiten Platz in der Gruppe A belegte TG Unterliederbach – HeTTV mit Dieter Holzapfel, Reinhold Braun und Georg Lauter.

So kam es, nach Meinung vieler Experten schon im Halbfinale zum vorweggenommenen Endspiel zwischen 1. TTV Schwarzenberg gegen TuS Rheydt-Wetschewell. Da in den ersten drei Einzel nur Miroslav Cecava gegen Gerd Werner gewinnen konnte und das Doppel ebenfalls an Wetschewell ging, sahen diese bereits wie der sichere Endspielteilnehmer aus. Doch drei Spielgewinne in Folge (Lukaschek gegen Werner, Cecava gegen Frank und Fafek gegen Skogsberg) ließen die Schwarzenberger und ihren Anhang jubeln. Das zweite Halbfinale zwischen Tiefenlauter und Unterliederbach war eine klare Sache für Tiefenlauter. Das Finale ist schnell erzählt – lediglich der Einzelsieg von Reiner Kürschner gegen Frank Lukaschek und zwei Fünf-Satz-Spiele von Rolf Eberhardt gegen Jiri Fafek und dem Doppel Rolf Eberhard/Peter Betsch gegen Miroslav Cecava/Jiri Fafek ließen Hoffnung aufkommen. Jedoch wurden die beiden Fünf-Satz-Spiele verloren und da sich Cecava gegen Betsch und Kürschner ebenfalls durchsetzte stand der 4:1 Erfolg vom 1. TTV Schwarzenberg fest. Den 3. Platz sicherte sich der Vorjahresmeister vom TuS Rheydt-Wetschewell gegen TG Unterliederbach. 

Senioren 70: Mutterstadt ist Meister

Die Auslosung ergab, dass die beiden Vorjahresfinalisten Hertha BSC Berlin (BeTTV - mit Gerhard Zeidler, Zlatko Volk und Siegfried Lemke) und der TTV Mutterstadt (PTTV - mit Gustav Knapek, Wolfgang Gericke und Hans-Peter Röse) in Gruppe A gelost wurden. Im letzten Gruppenspiel konnten sich die Berliner deutlich mit 4:1 gegen Mutterstadt durchsetzen. Hertha BSC Berlin musste nur im ersten Spiel gegen den Haaner TV (WTTV mit Wolfgang Graßkamp, Manfred Grammel, Achim Wolff und Werner Schott) zittern, denn sie konnten dieses Spiel nur mit 4:3 gewinnen. In der Gruppe B wurde SV Eintracht Leipzig-Süd (STTV - mit Roland Stephan, Viktor Voscoboinic, Dietmar Graul und Reinhard Hentschel) an Position eins gesetzt und der Vorjahresdritte, der TTV Burgholzhausen-Köppern (HeTTV - mit Manfred Schlicht, Richard Abbel, Detlev K. Modersohn und Günter Weil) an Position 2 gelost.

Mit drei souveränen Spielgewinnen setzte sich Burgholzhausen-Köppern gegenüber Leipzig durch. Jetzt kam es zu den gleichen Halbfinalbegegnungen, wie im letzten Jahr – Mutterstadt gegen Burgholzhausen und Berlin gegen Leipzig. Beide Halbfinale wurden durch einen 4:3 Sieg entschieden. Hertha BSC Berlin setzte sich sehr glücklich gegen SV Eintracht Leipzig Süd durch (gleich im ersten Einzel zwischen Zlatko Volk und Reinhard Hentschel ging es über fünf Sätze. Zwei Sätze konnte Volk erst in der Verlängerung für sich entscheiden (den letzten Satz mit 14:12). Im zweiten Halbfinale zwischen TTV Mutterstadt und TTV Burgholzhausen-Köppern sah der hessische Vertreter bereits wie der Sieger aus; doch die Erfolge von Hans-Peter Röse gegen Richard Abbel und Wolfgang Gericke gegen Detlev K. Modersohn in den abschließenden Einzeln ließen den Traum von Burgholzhausen, ins Endspiel einziehen zu können, platzen. 

So kam es zum Endspiel, in dem wie im vergangen Jahr der TTV Mutterstadt und Hertha BSC Berlin aufeinandertrafen. Nach den ersten drei Einzeln und dem Doppel stand es 3:1 für Mutterstadt. Im folgenden Einzel zwischen Gustav Knapek und Gerhard Zeidler hätte der Mutterstädter bereits für die Entscheidung sorgen können. Im vierten Satz für er schon mit 9:5 und 10:6, doch dann verschlug er zwei sichere Schmetterbälle, ein Blockball ging ins aus und Zeidler machte einen Superpunkt zum 10:10 Gleichstand. Dann kam es, wie es im Tischtennis immer mal wieder passiert: diesen Satz verlor Knapek mit 10:12 und der fünfte Satz ging mit 11:9 an Zeidler. Jetzt kam es zum Spiel zwischen Wolfgang Gericke und dem ehemaligen Nationalspieler der DDR, Siegfried Lemke. Gericke, der mit seinem Topspin-Angriffsspiel und dem Feint Noppen-Belag auf der Rückhand seine Gegner zur Verzweiflung bringen kann, ließ sich den Sieg nicht nehmen. Mit einem 3:0-Erfolg sicherte er sich und seiner Mannschaft den Meistertitel 2019. Den dritten Platz erspielte sich die Mannschaft um Roland Stephan vom SV Eintracht Leipzig Süd gegen die Mannschaft vom TTV Burgholzhausen-Köppern. Im Gruppenspiel konnte noch Burgholzhausen-Köppern triumphieren, doch in dem wichtigen Platzierungsspiel war der Frust aus dem verlorenen Halbfinale so groß, dass dieses, trotz einer 3:2 Führung, nicht gewonnen werden konnte.

Lob des Seniorenressorts für den Ausrichter

Abschließend möchte ich als Vertreter des Seniorenressorts noch den Durchführer TSV Amicitia Viernheim sehr lobend erwähnen, der es auch Dank Bernd Kaltenbach (TTBW), Wolfgang Heeren, Elmar Gräfen und seinen vielen Helfern den Akteuren leichtgemacht hat, die besten Leistungen abzurufen und ihr bestes Tischtennis zu zeigen. Außerdem möchte ich Elmar Gräfen auch für den am Samstagabend durchgeführten Gemeinschaftsabend mit tollem Buffet und Zaubershow danken. Für die Turnierleitung, die Schiedsrichter und auch für mich waren es sehr schöne Momente und unvergessliche Tage in Viernheim - dies gilt mit Sicherheit auch für die meisten Teilnehmer. Im nächsten Jahr finden die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften am 27. und 28. Juni in Simmern (TTV Rheinland). 

Zu den Ergebnissen auf MKTT-Online

Raimund Lenges
Beauftragter Öffentlichkeitsarbeit für das Ressort Seniorensport

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