Für den DTTB in den 1980er-Jahren viel unterwegs: Norbert Wolf (Foto: DTTB-Archiv)
Der Tischtennisspieler und Mann des Sports hat die Sportlandschaft in Haupt- und Ehrenämtern geprägt, war Buchautor, Netzwerker, Motor für Neues.

Ehemaliger DTTB-Generalsekretär Wolf: Herzlichen Glückwunsch zum 85sten

SH / MO / DOSB 04.09.2018

Frankfurt/Liederbach. Der Deutsche Tischtennis-Bund gratuliert seinem ehemaligen Generalsekretär zum 85. Geburtstag. Norbert Wolf, der Tischtennisspieler und Mann des Sports, hat die Sportlandschaft in Deutschland in vielen Haupt- und Ehrenämtern geprägt, war Buchautor, Netzwerker und Motor für Neues.

Schon in seiner Heimat Husum war Wolf nicht nur selbst aktiv und erfolgreich am Tisch, sondern engagierte sich ehrenamtlich: zuerst als Abteilungsleiter beim TSV Husum, dann als Kreiswart von Nordfriesland, später als Jugendwart von Ostwestfalen und danach von 1965 bis 1975 als Disziplinchef Tischtennis im Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband, wo er 1959/60 auch als Vizepräsident im Vorstand tätig war.

30 Jahre in führenden Funktionen des Sports

Der studierte Sportwissenschaftler und Germanist arbeitete nach kurzer Tätigkeit als Lehrer über 30 Jahre lang in hauptamtlichen Funktionen in deutschen Spitzenverbänden des Sports: Von 1965 bis 1982 wirkte Wolf als Abteilungsleiter des Deutschen Sportbundes, bis er auf Initiative des damaligen DTTB-Präsidenten und jetzigen Ehrenpräsidenten Hans-Wilhelm Gäb als Generalsekretär zum Deutschen Tischtennis-Bund wechselte. Nebenbei war er Mitglied des Technischen Komitees der ETTU (1986-1990) sowie des Materialkomitees des Weltverbandes ITTF (1985-1990).

Nach acht Jahren beim DTTB kehrte Wolf 1990 als Generalsekretär zum Deutschen Sportbund zurück. Das Amt übte er bis in die bewegte Nachwendezeit 1994 aus, bevor er seine berufliche Laufbahn im organisierten Sport als Generalsekretär der Deutschen Olympischen Gesellschaft ausklingen ließ und zum 30. September 1998 in den Ruhestand ging.

Drei Spielzeiten in der höchsten deutschen Tischtennis-Liga

In über 1200 Punkt- und Pokalspielen stand Norbert Wolf seit 1946 für verschiedene Vereine am Tisch. Seine sportlich erfolgreichste Zeit erlebte der 85-Jährige beim VfL 1860 Marburg, für den er in den Jahren 1954 bis 1961 in drei Spielzeiten in der damals höchsten deutschen Spielklasse, der Oberliga, aktiv war. Wolf hat in seiner Laufbahn nahezu alle Spielklassen kennengelernt und spielte bis vor zwei Jahren für die SG Kelkheim in der Kreisklasse im Main-Taunus Kreis. Seitdem bleibt er seinem Sport als Zuschauer verbunden, in seinem Verein und bei den großen internationalen Veranstaltungen, zu denen ihn der DTTB in guter, alter Verbundenheit einlädt. Fit hält er sich jetzt mit Spaziergängen und Wanderungen mit seiner Ehefrau Christiane sowie durch die gemeinsame Zeit mit seinen inzwischen fünf Enkeln und seinen vier Kindern.

Mann des Sports und der Kultur

Norbert Wolf ist ein echter Allrounder. Neben dem Sport ist ihm die Kultur ein wichtiges Anliegen. Der Germanist war im Frankfurter Schauspielhaus als Nebendarsteller zu sehen, wirkte in Filmen mit und gründete 2012 einen Literaturkreis in seinem Wohnort Liederbach bei Frankfurt/Main, wo er selbst Lyrik vorträgt.

Kostprobe gefällig? Hier eines seiner Olympia-Limericks für die Spiele in Rio aus der Reihe „Olymericks 2016“:

Gute Wahl

Die Fahne hielt hoch Timo Boll:
gesteht Kantenball - ohne Groll.
Den Satz er verlor.
Ihm geht Fairness vor Medaillen-Dekor.
Für Sportsgeist gebührt ihm Gold. Toll!

Zu allen "Olymericks 2016" bei der Deutschen Olympischen Gesellschaft, "Olympisches Feuer: Ausgabe 3/2016" (pdf, S. 54)

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