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Titelmitfavorit: TuS Uentrop (Foto: Verein)
2. Damen-Bundesliga: Zweikampf um den Meistertitel zwischen Weinheim und Uentrop erwartet

Ein Quartett sieht sich in der Spitzengruppe

Marco Steinbrenner 21.09.2019

Frankfurt am Main. Nach dem Gewinn des Meistertitels in der Saison 2018/19 und dem Aufstiegsverzicht zählt der TTC 1946 Weinheim in der 2. Damen-Bundesliga erneut zu den Favoriten auf Platz eins. Als größter Konkurrent wird der TuS Uentrop gehandelt. Da nur neun anstatt der eigentlich vorgesehenen zehn Teams an den Start gehen, wird es lediglich einen Absteiger geben.

Zahlreiche Mannschaften wollen unter die Top 4

„Wir haben einen breiten Kader und sind von den Positionen eins bis vier gut aufgestellt“, sagt Christian Säger, Vorsitzender des TTC 1946 Weinheim. Im Vergleich zur vergangenen Spielzeit hat sich der Meister noch einmal verstärkt und Daria Trigolos (Polen) und Rachel Sung (USA) unter Vertrag genommen. Leonie Hartbrich hat den Klub in Richtung Tschechien verlassen. „Wir wollen unter die besten drei Teams kommen“, verrät Säger.

Der MTV Tostedt, hinter dem TTC 1946 Weinheim und Aufsteiger TSV Schwabhausen zuletzt auf Rang drei gelandet, hat die Mannschaft nur geringfügig verändert. Jugend-Nationalspielerin Finja Hasters (Spvg. Oldendorf) ist neu dabei. Lotta Rose, die als Au-pair in England weilt, wird voraussichtlich nicht in die Box gehen. „Wir haben vier Spielerinnen mit Erstliga-Erfahrung und zudem in Person von Irene Ivancan die höchst notierte Akteurin der Klasse in unseren Reihen“, stellt Betreuer Michael Bannehr klar. Deshalb soll es auch zu einer Platzierung unter den Top 4 reichen.

„Je nach Verlauf würden wir sehr genau prüfen, ob ein Aufstieg in Betracht kommt“, sagt Alexander Daun, Trainer des Vorjahresvierten TuS Uentrop. „Aber es ist ein langer, harter und steiniger Weg.“ Das Team aus Hamm möchte einen der ersten drei Ränge belegen. Dazu wurde Bernadett Balint (Ungarn) neu unter Vertrag genommen. Abwehrspielerin Jessica Wirdemann ist zum Regionalligisten TTVg. WRW Kleve gewechselt. „Wir haben von Nummer eins bis sechs eine sehr ausgeglichene Mannschaft“, so der TuS-Coach.

Sportlich wäre der ESV Weil als Tabellenvorletzter eigentlich in die 3. Bundesliga abgestiegen. Doch aufgrund der Rückzüge des TTC GW Staffel, TTK Großburgwedel und des ATSV Saarbrücken gehört der Verein aus dem Drei-Länder-Eck auch weiterhin dem Unterhaus an. Abteilungsleiterin Doris Spiess macht gar kein Geheimnis daraus, „dass das Saisonziel Platz eins bis drei ist“. Woher kommt dieser Optimismus? Spitzenspielerin Ievgeniia Vasylieva steht nach ihrer Schwangerschaft wieder komplett zur Verfügung. Außerdem wurde mit Polina Trifonova ein starker Neuzugang aus Großburgwedel verpflichtet. „Alle Positionen sind gut besetzt. Auch der Teamgeist passt“, sagt Spiess.

Drei Aufsteiger wollen nicht gleich wieder in die 3. Bundesliga zurück

„Wir sind immer für eine Überraschung gut“, stellt Huong Do Thi, Mannschaftsführerin der LTTV Leutzscherr Füchse 1990, klar. Ob dies auch in der neuen Saison wieder der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Schließlich fällt Tho Do Thi aufgrund eines Meniskusrisses für ungewisse Zeit aus. Außerdem ist Soraya Domdey zum neuen Liga-Konkurrenten Füchse Berlin gewechselt. „An guten Tagen können wir die besten Teams ärgern“, so Huong Do Thi. „Wenn es allerdings nicht so läuft, sind auch gegen vermeintlich schwächere Mannschaften Niederlagen möglich.“

Mit nur acht Punkten schloss die NSU Neckarsulm die zurückliegende Saison auf dem zehnten und damit letzten Platz ab. Wie auch im Fall „ESV Weil“ reichte es aufgrund der drei Rückzüge auch für die Sportunion im Nachgang noch zum Ligaverbleib. „Wir nehmen uns den Klassenerhalt als Ziel vor“, so Betreuer Frank Hessenthaler. Yuki Tsutsui schloss sich dem Erstligisten TuS Bad Driburg an. Zugänge gibt es keine.

Als Meister der 3. Bundesliga Süd ist der TTC Langweid wieder zurück gekehrt. Im Vergleich zur vergangenen Spielzeit hat sich die Mannschaft gleich auf drei Positionen verändert. Nathaly Paredes (Österreich), Thi Hong Loan Le (Italien) und Vitalija Venckute (TT-Zentrum Erfurt) schlagen zukünftig für die bayerischen Schwaben auf. Katharina Schneider (eigene Herrenmannschaft), Martyna Dziadkowiec (SV DJK Holzbüttgen) und Sarah Alzinger (TSG Thannhausen) stehen nicht mehr zur Verfügung. „Wir gehen die Herausforderung mit viel Mut und großer Motivation an“, stellt Managerin Barbara Jungbauer klar. „Angesichts der vielen neuen und jungen Gesichter in unserer Mannschaft steht für uns im Hinblick auf das Ziel Klassenerhalt Teambuilding und individuelle Weiterentwicklung an erster Stelle.“

Ebenfalls aus der Süd-Staffel hat der Vizemeister DJK Offenburg den Sprung zurück in die 2. Bundesliga geschafft. „Wir sind ausgeglichen besetzt und wollen den direkten Wiederabstieg vermeiden“, verrät Mannschaftsführerin Petra Heuberger. Nathalie Marchetti vom ATSV Saarbrücken ist neu im Schwarzwald. Auch der Nord-Meister Füchse Berlin möchte nicht nach nur einem Jahr wieder in die 3. Bundesliga zurückkehren. „Wir haben eine gute Mischung aus jung und alt“, sagt Coach Steffen Dahms. Mit Karolyna Mynarova (TTC Bietigheim-Bissingen), Ankita Das (TTC Berlin eastside) und Divya Deshpande (Indien) verstärkt ein Trio den Verein aus der Bundeshauptstadt.

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