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Unerwartetes Aus: Franziska (vorn) und Boll (Foto: ETTU)
Drei DTTB-Doppel erreichen das Achtelfinale am Freitag

EM: Boll/Franziska lassen zwei Matchbälle aus

MS 24.06.2021

Warschau. Die bislang größte Überraschung bei den Europameisterschaften in Warschau ist perfekt, zum Leidwesen von Timo Boll und Patrick Franziska. Die an Position zwei gesetzten Titelaspiranten scheiterten in der ersten Runde des Doppel-Wettbewerbs an der slowenisch-kroatischen Kombination Darko Jorgic/Tomislav Pucar und vergaben drei Matchbälle. Die drei anderen DTTB-Doppel erreichten mühelos das Achtelfinale.

Starke Gegner und einfache Fehler

"Wenn man Europameister werden will, da muss man schon ein paar Bälle mehr treffen, als mir das heute gelungen ist." Timo Boll sparte nach dem unerwarteten 10:12, 11:7, 4:11, 11:9 und 11:13 gegen Jorgic/Pucar nicht mit Selbstkritik: "Wir hatten viele Probleme mit der Spielweise unserer Gegner. Beide sind sehr stark mit ihrer Rückhand und haben es geschafft, uns ein bisschen unserer eigenen Stärken über dem Tisch zu berauben. Aber entscheidender waren die drei bis vier leichten Fehler pro Satz, die mir unterlaufen sind. Auch mein Vorhandball bei 10:9 hätte eigentlich kommen müssen, auch wenn er nicht ganz einfach war."

Jorgic/Pucar wehrten im fünften Satz insgesamt drei Matchbälle der China-Open-Sieger ab, nachdem sie zuvor schon einen 1:4-Rückstand wettgemacht hatten. Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf kommentierte: "Am Anfang haben die Jungs viele Fehler im Aufschlag-Rückschlag-Bereich gemacht, sich dann aber gefangen und im fünften Satz ja auch geführt. Jorgic/Pucar haben gut gespielt, aber bei unserem Doppel ist mit Sicherheit noch viel Luft nach oben." Dem konnte Timo Boll nur zustimmen: "Wir hatten natürlich gerne noch einige Doppel bei dieser EM gemacht, auch um uns für Tokio einzuspielen. Jetzt müssen wir das wohl im Training nachholen."

Die drei anderen DTTB-Doppel bei Herren und Damen erreichten mühelos das Achtelfinale. Das an Position eins gesetzte DTTB-Duo Benedikt Duda/Dang Qiu qualifizierte sich trotz verlorenem dritten Durchgang insgesamt souverän gegen das moldawisch-serbische Paar Andrei Putuncica/Dimitrijo Levajac für die Runde der besten 16. Beim Kampf um den Einzug in das Viertelfinale sind die mehrfachen Deutschen Meister am Freitag um 10.40 Uhr klarer Favorit gegen die Finnen Benedek Olah/Alex Naumi, die sich heute gegen die Ukrainer Pryshchepa/Yefimov behaupteten.

Hochkarätige Gegner im Achtelfinale der Damen

Weder Petrissa Solja/Shan Xiaona noch Nina Mittelham/Sabine Winter wurden am Donnerstagvormittag von Rita Fins/Ines Matos (Portugal) und Ho Tin-Tin/Charlotte Bardsley (England) wirklich gefordert. Bei den Matches um den Einzug in das Viertelfinale am Freitag steigt das Niveau allerdings erheblich an. Mittelham/Winter stehen morgen um 10.05 Uhr den eingespielten zweimaligen rumänischen Europameisterinnen Elizabeta Samara/Daniela Dodean Monteiro gegenüber. Solja/Shan, die seit den Olympischen Spielen in Rio kein Doppel mehr zusammengespielt haben, treffen um 9.30 Uhr auf die an Position eins gesetzte slowakisch-tschechische Kombination Barbora Balazova/Hana Matalova. Shan Xiaona war mit dem ersten Spiel zufrieden: "Die Gegner waren zwar nicht so stark, aber es war wichtig überhaupt mal wieder ein Match zu haben und damit Wettkampfpraxis zu bekommen, auch für Tokio. Jedes Spiel bringt uns weiter."

 

Die Ergebnisse der Deutschen

Damen-Doppel, 1. Runde (beste 32)

Shan Xiaona/Petrissa Solja - Rita Fins/Ines Matos POR 3:0 (3,6,5)
Nina Mittelham/Sabine Winter - Ho Tin-Tin/Charlotte Bardsley ENG 3:0 (4,8,8)

Herren-Doppel, 1. Runde (beste 32)
Benedikt Duda/Dang Qiu - Andrei Putuncica MDA/Dimitrijo Levajac SRB 3:1 (5,7,-9,7)
Timo Boll/Patrick Franziska - Darko Jorgic SLO/Tomislav Pucar CRO 2:3 (-10,7,-4,9,-11)

Die Spiele am Freitag

Damen-Doppel, Achtelfinale
09.30 Uhr, Tisch 1: Shan Xiaona/Petrissa Solja - Barbora Balazova SVK/Hana Matalova CZE
10.05 Uhr, Tisch 1: Nina Mittelham/Sabine Winter - Elizabeta Samara/Daniela Dodean Monteiro

Herren-Doppel, Achtelfinale
10.40 Uhr, Tisch 2: Benedikt Duda/Dang Qiu - Benedek Olah/Alex Naumi FIN

 

 

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