Die Fans feierten sie, sie feierten die Fans: Rumäniens Damen mit Coach Filimon (Foto: MS)
Rumäniens Damen haben in Nantes erfolgreich ihren Titel verteidigt und das fünfte Team-Gold für ihr Land geholt

Rumänien stellt Machtverhältnisse wieder her

SH 08.09.2019

Nantes. Am Ende hat sich doch das Topfavoriten-Team durchgesetzt. Rumäniens Damen haben bei den 38. Europameisterschaften in Nantes erfolgreich ihren in 2017 gewonnenen Titel verteidigt und damit das insgesamt fünfte EM-Team-Gold für ihr Land geholt.

Bernadette Szocs, Daniela Monteiro-Dodean und Elizabeta Samara stoppten im Endspiel den Siegeszug von Überraschungsfinalist Portugal, das im Viertelfinale die Titelträume von European-Games-Champion Deutschland jäh beendet hatte. Das 3:0 am Sonntagnachmittag in Frankreich war aber eines engeren Matches. In den ersten beiden Spielen waren die Portugiesinnen nicht chancenlos.

Samara über den Erwartungsdruck: "Ich musste das Match beenden!"

Shao Jieni hatte sich gegen Bernadette Szocs im Auftakteinzel schon eine 2:1-Satzführung erspielt, bevor sie sich der Nummer zwei Europas doch noch beugen musste. Im Anschluss gelang Daniela Monteiro-Dodean das knappe Break gegen die portugiesische Nummer eins, Yu Fu, ebenfalls in fünf Durchgängen. Leila Oliveira wehrte sich danach zwar im Rahmen ihrer Möglichkeiten als 75. der Europarangliste gegen Ex-Europameisterin Elizabeta Samara, kam aber nur im ersten Durchgang in die Nähe eines Satzgewinns.

Auch wenn Samara die wohl leichteste Aufgabe an diesem Tag zu haben schien, erklärte sie im Anschluss, dass sie trotz der 2:0-Führung im Rücken und ihrer Favoritenstellung nicht sorgenfrei ins Match gegen Underdog Oliveira gegangen war. "Ich habe allein durch den Gedanken hohen Druck verspürt, dass 'Dana' und 'Bernie' so großartig vorgelegt hatten, dass ich mir in meinem Duell keinen Fehler erlauben durfte. Ich musste das Match beenden!" Mit einem breiten Siegerlächeln fügte die 30-Jährige an: "Wir haben eine fantastische Mannschaft, die diesen Sieg verdient hat."

Den dritten Platz teilen sich Polen und Ungarn.

Damen-Mannschaft, Finale

Rumänien - Portugal 3:0
Bernadette Szocs - Shao Jieni 3:2 (7,-8,-6,7,6)
Daniela Monteiro-Dodean - Yu Fu 3:2 (-7,8,9,-6,3)
Elizabeta Samara - Leila Oliveira 3:0 (9,7,6)

Team Rumänien

  • Bernadette Szocs (Europarangliste: 2)
  • Elizabeta Samara (4)
  • Daniela Monteiro-Dodean (50)
  • Irina Ciobanu (51)
  • Adina Diaconu (60)

Team Portugal

  • Yu Fu (Europarangliste: 10)
  • Shao Jieni (37)
  • Leila Oliveira (75)
  • Rita Fins (226)

Links

Damen-Halbfinale, Samstag, 7. September

Rumänien - Polen 3:1
Elizabeta Samara - Natalia Partyka 3:1 (4,-8,9,3)
Daniela Dodean Monteiro - Li Qian 0:3 (-3,-7,-11)
Bernadette Szocs - Natalia Bajor 3:1 (9,-8,4,11)
Elizabeta Samara - Li Qian 3:0 (8,7,7)

Portugal - Ungarn 3:1
Yu Fu - Dora Madarasz 3:0 (9,5,9)
Shao Jieni - Georgina Pota 3:1 (7,-7,9,9)
Leila Oliveira - Szandra Pergel 1:3 (11,-5,-7,-8)
Yu Fu - Georgina Pota 3:1 (9,4,-7,4)

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