Titelverteidiger in Montreux: Dimitrij Ovtcharov
Vier Deutsche spielen um den Titel / Die ersten drei Plätze berechtigen zum Start beim World Cup

Europe Top 16: Ovtcharov, Boll, Solja und Han auf Titeljagd

07.02.2020

Montreux. Das Turnierkarussell dreht sich mit voller Geschwindigkeit. Am Sonntag gingen die German Open in Magdeburg zu Ende, seit Dienstag laufen die Spanish Open in Granada - Samstag und Sonntag gesellt sich nun das Europe Top 16 in Montreux hinzu, bei dem Deutschland durch die Titelverteidiger Dimitrij Ovtcharov und Petrissa Solja sowie Timo Boll und Han Ying mit der maximalen Zahl von vier Startern vertreten ist. Gespielt wird am Genfer See um ein Preisgeld in Höhe von 80.000 Euro.

Bereits zum dritten Mal in Folge ist das mondäne Montreux in der französischen Schweiz Austragungsort des prestigeträchtige kontinentalen Ranglistenturniers, und auch für das nächste Jahr ist Montreux bereits gesetzt. Deutschlands Protagonisten darf es recht sein, denn bislang erweist sich Montreux als exzellentes Pflaster für deutsche Erfolge: 2018 setzte sich Timo Boll im Finale gegen Dimitrij Ovtcharov durch, 2019 gab es Gold für Ovtcharov und Bronze für Boll, außerdem holte sich Petrissa Solja ihren ersten großen europäischen Einzeltitel.

Die drei Stars des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) zählen auch 2020 wieder zum allerengsten Favoritenkreis, in den sich auch die erstmals startberechtigte Han Ying nahtlos einfügt. Die für Polens Champions-League-Sieger Tarnobrzeg spielende Defensivkünstlerin hat sich von ihrer Grippe erholt, die sie noch bei den German Open plagte und steht wieder voll im Training. Ovtcharov kämpft in der Schweiz um seinen sechsten Titel beim kontinentalen Ranglistenturnier, das im K.-o.-System ausgetragen wird, für Boll wäre es der siebte Triumph. Der Saarbrücker Patrick Franziska als aktuelle Nummer vier Europas und Nummer 14 der Welt kann in Montreux nicht an den Start gehen: Pro Nation sind maximal zwei Starter erlaubt.

Falck und Polcanova an Eins gesetzt

In der Setzungsliste sind der bei den German Open auf Rang zehn in der Welt vorgerückte Ovtcharov und der direkt hinter ihm platzierte Boll auf den Positionen zwei und drei hinter Schwedens WM-Finalisten Mattias Falck zu finden, dem aktuell besten Europäer im ITTF-Ranking. Nummer vier der Setzungsliste ist der Franzose Simon Gauzy. An prominenten Namen, die sich Hoffnung auf einen Vorstoß in die Medaillenränge machen, fehlt es in Montreux nicht. Dazu gehören unter anderem Vorjahresfinalist Vladimir Samsonov (Weißrussland), der Drittplatzierte von 2018, der Däne Jonathan Groth, Englands immer gefährliche Nummer 1 Liam Pitchford sowie der Europameister von 2016, Emmanuel Lebesson (Frankreich). Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf: "Ich würde mich natürlich freuen, wenn es wieder ein deutsches Finale gäbe. Das ist durchaus denkbar, aber die Konkurrenz ist wie immer stark. Prämisse ist zunächst einmal ein Platz unter den ersten Drei."

Bei den Damen ist die Österreicherin Sofia Polcanova die Führende im Turnierranking, Petrissa Solja, 2018-Gewinnerin und Vorjaresfinalisten Bernadette Szocs (Rumänien) sowie Han Ying folgen auf den Positionen zwei bis vier. Am ehesten scheint noch Ex-Europameisterin Elizabeta Samara (Rumänien) in der Lage, in die Phalanx dieses Quartetts einzubrechen, allerdings sind auch die Schwedin Matilda Ekholm, Margaryta Pesotska (Ukraine) und die zuletzt bei den German Open stark aufspielende Russin Polina Mikhailova stets für eine Überraschung gut. Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp: "Meine Spielerinnen sind fit. Unser Ziel ist es, die Plätze für den World Cup im Herbst zu erreichen."

Denn neben dem Titelgewinn sind für alle Starter und Starterinnen auch die Plätze zwei und drei noch überaus verlockend. Diese berechtigen zur Teilnahme an den World-Cup-Turnieren der Damen und Herren im Oktober. Der Men's World Cup wird vom 16. bis 18. Oktober in Düsseldorf ausgetragen, das Turnier der Damen findet eine Woche später in Bangkok statt.

Auf wen die Deutschen am Samstag in ihren Achtelfinalbegegnungen treffen, entscheidet sich erst bei der Auslosung am Freitagabend ab 19 Uhr.

Der Zeitplan am Samstag

Achtelfinale Damen und Herren
09:30 Uhr bis 17:10 Uhr (je 1 Spiele parallel)
Viertelfinale Damen und Herren
18:20 Uhr bis 21:40 Uhr (je 1 Spiele parallel)

Der Zeitplan am Sonntag

Halbfinale Damen
09:55 Uhr bis 11:25 Uhr
Halbfinale Herren
11:25 Uhr bis 13:05 Uhr
Spiel um Platz 3 Damen
14:15 Uhr
Spiel um Platz 3 Herren
15:05 Uhr
Finale Damen
15:55 Uhr 
Finale Herren
16:45 Uhr


Die Teilnehmer*innen in der Reihenfolge ihrer Weltranglistenpositionen (in Klammern)

HERREN
Setzungspositionen 1-4
1 Mattias Falck SWE (8)
2 Dimitrij Ovtchrov GER (10)
3 Timo Boll GER (11)
4 Simon Gauzy FRA (21)
Setzungspositionen 5-8
5 Liam Pitchford ENG (23)
6 Vladimir Samsonov BLR (24)
7 Marcos Freitas POR (26)
8 Jonathan Groth DEN (27)
Setzungspositionen 9-12
9 Kristian Karlsson SWE (28)
10 Daniel Habesohn AUT (31)
11 Tomislav Pucar CRO (32)
12 Robert Gardos AUT (36)
Setzungspositionen 13-16
13 Wang Yang SVK (37)
14 Darko Jorgic SLO (39)
15 Emmanuel Lebesson FRA (41)
16 Lionel Weber SUI (150)

DAMEN
Setzungspositionen 1-4
1 Sofia Polcanova AUT (14)
2 Petrissa Solja GER (19)
3 Bernadette Szocs ROU (22)
4 Han Ying GER (27)

Setzungspositionen 5-8
5 Elizabeta Samara ROU (34)
6 Matilda Ekholm SWE (35)
7 Margaryta Pesotska UKR (37)
8 Polina Mikhailova RUS (43)
Setzungspositionen 9-12
9 Ni Xialian LUX (46)
10 Britt Eerland NED (47)
11 Hana Matelova CZE (50)
12 Barbora Balazova SVK (52)
Setzungspositionen 13-16
13 Natalia Partyka POL (61)
14 Yana Noskova RUS (64)
15 Dora Madarasz HUN (66)
16 Rachel Moret SUI (82)

Auslosung und Ergebnisse auf der Homepage der ITTF

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