Ächz: die Treppenläufe von Hennef (Foto: Dr. Oliver Bloch)
Die Sommervorbereitung legt die Grundlagen für die neue Spielzeit. Tischtennistraining ist zunächst zweitrangig

Fit in die Olympia-Saison: Treppenläufe und Yoga für DTTB-Damen

SH 09.08.2019

Hennef. Mit Han Ying, Nina Mittelham, Yuan Wan, Chantal Mantz und erstmals JEM-Team-Goldmedaillengewinnerin Anastasia Bondareva war die Trainingsgruppe um Leistungsdiagnostiker Dr. Oliver Bloch klein, aber fein, die sich zu Teil eins der Sommervorbereitung in der Sportschule Hennef in der Olympia-Saison getroffen hat. Eine Woche lang stand Athletik auf dem Programm, nur unterbrochen von täglichen Yoga- bzw. ähnlich gelagerten Beweglichkeitseinheiten, die nebenbei der Regeneration dienen sollten. Gegen Ende kam auch ein wenig Tischtennis unter Anleitung von Jie Schöpps Co-Trainer Wan Guohui hinzu.

In den Sommerlehrgängen der Damen in Hennef und Düsseldorf und der Herren, die diesmal durchgehend im Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf sind, werden die konditionellen Grundlagen für die neue Spielzeit gelegt. Die Sportschule im Rhein-Sieg-Kreis, die nebenei Bundesleistungszentrum für die Sportarten Boxen und Ringen ist, ist regelmäßig der Ort der Wahl für Bloch, den Sportwissenschaftler am Olympiastützpunkt NRW/Rheinland in Köln. Nach mittlerweile 13 Jahren als Athletikexperte der DTTB-Damen kennt er die Bedürfnisse von Tischtennisprofis in mehreren Spielerinnengenerationen. Und ihre Hass-Übungen. „Die Treppenläufe, bei denen es vor allem um Steigerung bzw. Aufbau von Kraft und Muskulatur in den Beinen geht, gepaart mit einem deutlichen Ausdaueranteil, sind eindeutig die am wenigsten geliebten Einheiten. Es gibt in Hennef eine ellenlange Treppe mit 135 Stufen mit einigen Plateaus dazwischen. Diese Inhalte lege ich daher an den Anfang des Lehrgangs“, gibt Bloch Einblick in den Ablauf. „Spätestens Mitte der Saison sind die Damen aber immer dankbar für dieses Training. Es zahlt sich aus.“

Lob für das komplette Quintett, Bondareva mit gutem Debüt

Ein Lob gab es vom Fachmann für das komplette Quintett: „Insgesamt war es beeindruckend, wie fit alle waren“, so Bloch, der die stetige Steigerung des Niveaus seiner Schützlinge auf das langjährige Training zurückführt. Auch die Leistungen der Jüngsten hob er hervor, die erst Mitte Juli von den Jugend-Europameisterschaften als Saisonhöhepunkt zurückgekehrt war und in die Sommervorbereitung der Damen hinein schnuppern sollte. „Nastja hat mit ihren 17 Jahren gut mitgehalten.“

Auch während der Saison wird das Athletiktraining fortgesetzt, werden Kondition, Schnelligkeit, Kraft und Stabilisation vor allem im Rahmen der Lehrgänge am DTTZ trainiert. Diese Arbeit teilt sich Dr. Oliver Bloch mit seinen Kollegen Ralph Färber vom Olympiastützpunkt Hessen in Frankfurt am Main, der in der Regel für die DTTB zuständig ist, und A-Lizenz-Coach und DOSB-Athletiktrainer Benjamin Schmitz.

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