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Spielen, wann immer möglich, aber die Sicherheit der Sportler*innen steht immer im Vordergrund (Foto: Steinbrenner)
DTTB-Präsidium beschließt Modifizierungen bei Corona-Konzepten / Konsens mit Landesverbänden

Fortführung des Spielbetriebs – lokale Unterbrechungen nicht ausgeschlossen

MS 21.10.2020

Frankfurt/Main. Seit Wochen bestimmen der stetige Anstieg der Infektionszahlen und die von Region zu Region unterschiedlichen Maßnahmenkataloge der Pandemie die Schlagzeilen. Das Präsidium des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) hat deshalb seine Corona-Konzepte den jüngsten Entwicklungen angepasst und die getroffenen Entscheidungen mit Vertretern der Landesverbände und der DTTB-Gremien aus dem Wettkampfsportbereich erörtert.

Weiterspielen, flexibel und mit Bedacht

Die Fürsorge für die Gesundheit der Spieler und die Aufrechterhaltung des Tischtennisangebots in Deutschland – vor diesem Spagat standen das DTTB-Präsidium und die Verbandsrepräsentanten, die am Montagabend in einer gemeinsamen Videokonferenz die Auswirkungen der steigenden Infektionszahlen auf den Spielbetrieb anhand der bisherigen Erfahrungen erörterten und die angestrebten Maßnahmen diskutierten.

Konsens herrschte beim Meinungsaustausch der Verantwortlichen für den Tischtennissport über die vom Präsidium vorgenommenen Modifizierungen, die der Aufrechterhaltung des Wettkampfbetriebes und der Gesundheit der Sportler dienen. Flexible Lösungen, darüber bestand ebenfalls Einigkeit, erhalten in der aktuellen Lage den Vorzug vor generellen Absagen. Unter ständiger Beobachtung der neuesten Entwicklungen soll gegebenenfalls mit lokalen Unterbrechungen auf das regional komplett unterschiedliche Infektionsgeschehen reagiert werden.

Das gilt auch für die DTTB-Top 24-Turniere des Nachwuchsbereiches. Ziel ist weiterhin deren Durchführung, unter Umständen in getrennten Veranstaltungen nach Altersklassen. Sollte dennoch abgesagt werden müssen, wird ein ausreichender zeitlicher Vorlauf angestrebt.

Die wesentlichen Modifikationen des DTTB-Präsidiums in den Corona-Konzepten betreffen drei Bereiche:

1. Covid-19-Schutz- und Handlungskonzept

Das Covid-19-Schutz-und Handlungskonzept für den Tischtennissport in Deutschland wurde um eine wichtige Präzisierung ergänzt. Wer sich aufgrund staatlicher Regelungen oder Anordnungen in Isolierung beziehungsweise Quarantäne begeben muss, darf bis zum Ablauf dieses staatlich vorgegebenen Zeitraumes Sportstätten nicht betreten. Für Spieler aus dem Ausland, die einem deutschen Verein angehören, gelten entsprechend ebenfalls die jeweils gültigen gesetzlichen Einreise-, Quarantäne und Isolationsbestimmungen.

2. Regieanweisungen Bundesspielklassen

In den Regieanweisungen für die Bundesspielklassen wurde eine Ergänzung beschlossen. Der Zusatz ermöglicht die Absetzung eines Mannschaftskampfes auf Antrag, wenn die Austragungsstätte oder mindestens einer der beteiligten Vereine in einem aktuell bereits bestehenden oder aufgrund der Entwicklung der Infektionszahlen absehbar einzustufendem Risikogebiet angesiedelt sind. Der Antrag auf Absetzung kann sowohl vom Heim- als auch vom Gastverein an den zuständigen Spielleiter gestellt werden. Zu berücksichtigen sind jeweils: steigende Infektionszahlen und die gesonderten staatlichen Bestimmungen für sogenannte Risikogebiete.

3. Regieanweisungen Turniere und Präsenzmaßnahmen

Als dritter Bereich sind die Regieanweisungen für Individualturniere auf Bundesebene und Präsenzmaßnahmen (z.B. Lehrgänge, Sitzungen, Bildungsveranstaltungen) tangiert. In ausgewiesenen sogenannten Risikogebieten können keine Veranstaltungen des DTTB in Turnierform und grundsätzlich auch keine Präsenzmaßnahmen stattfinden.

Eine Teilnahme an Turnieren oder Präsenzmaßnahmen außerhalb von Risikogebieten ist nur Personen möglich, die gegenüber dem DTTB vorab in einer schriftlichen Erklärung versichert haben, sich in den 14 Tagen vor der Veranstaltung nicht in einem Risikogebiet aufgehalten zu haben. Alternativ ist am Tag der Veranstaltung der Nachweis durch ein ärztliches Zeugnis zu erbringen, nicht mit Covid-19 infiziert zu sein. Der Test darf maximal 48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn erfolgt sein. Bei minderjährigen Teilnehmern ist die schriftliche Erklärung durch den jeweiligen Erziehungsberechtigten abzugeben.

Ausnahme: Präsenzmaßnahmen nach Einzelfallprüfung

Für freiwillige Bundeskadermaßnahmen (Olympiakader, Perspektivkader sowie die Nachwuchskader 1 und 2), für Maßnahmen der Talentkader sowie bei Talentsichtungslehrgängen sind Ausnahmen möglich. Es erfolgt hier jeweils eine Einzelfallprüfung durch den DTTB-Sportdirektor. Sollten nach einer solchen Prüfung Präsenzmaßnahmen in Risikogebieten stattfinden, so ist bei Maßnahmen mit minderjährigen Teilnehmern im Vorfeld zwingend ein gesondertes Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen und zu kommunizieren.

DTTB-Bundestag erstmals als Online-Kongress

Das DTTB-Präsidium legte zudem fest, dass der ursprünglich auf den 21. November angesetzte DTTB-Bundestag erstmals nicht als Präsenzveranstaltung, sondern in Form eines Online-Kongresses stattfinden wird.

Downloads (zur freien Verfügung)

Links: Chronologie der Meldungen zu COVID-19 auf der DTTB-Website

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