Nur Lin Gaoyuan fehlt / Ähnlich gutes Starterfeld bei den Damen

German Open 2018: 29 der besten 30 Herren kommen in die ÖVB-Arena

MS 22.02.2018

Frankfurt/Bremen. Die German Open 2018 haben die Qualität einer Weltmeisterschaft: 19 der Top 20 und 30 der Top 31 der Herren-Weltrangliste spielen vom 20. bis zum 25. März in der Bremer ÖVB-Arena bei hochkarätigsten Platinum-Event der World Tour um die Siegprämien in Höhe von insgesamt 235.000 Dollar. Bei den Damen gehen 17 der aktuellen Top 20 an den Start. Insgesamt wurden 298 Athleten (184 Spieler und 114 Spielerinnen) für Bremen gemeldet.

Aufschlussreich? Nur Lin Gaoyuan fehlt aus den Top 31

Nach der in der Spitze annähernd gleich gut besetzten Mini-WM in Magdeburg im November , die mit dem deutschen Traumfinale zwischen Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll endete, setzt Bremen fünf Wochen vor Beginn der Team-Weltmeisterschaften in Halmstadt (29.4.-6.5.) in der Qualitätsdichte vor allem im Feld der Herren noch eine Schippe drauf. So haben diesmal 45 der Top 50 für die German Open gemeldet, darunter Weltmeister und Olympiasieger Ma Long, Grand-Final-Gewinner Fan Zhendong sowie die WM-Dritten Xu Xin (China) und Lee Sangsu (Südkorea). Auch Japans Topgarde mit u.a. Jun Mizutani, Wunderkind Tomokazu Harimoto und Koki Niwa ist komplett vertreten. Angeführt von Deutschlands Superstars, dem Weltranglistenersten und Titelverteidiger Dimitrij Ovtcharov sowie dem auf drei notierten Timo Boll, gehen auch alle DTTB-Asse in Bremen an den Start. Einziger Spieler der Top 31 der Weltrangliste, der nicht für Bremen gemeldet hat, ist der Weltranglistenvierte Lin Gaoyuan. Interessanterweise ausgerechnet jener Spieler aus dem Reich der Mitte, der im Herbst zweimal Timo Boll und einmal Dimitrij Ovtcharov unterlag. Will China kaum mehr als einen Monat vor der Team-WM seinen Spieler nicht der Gefahr eines weiteren Verlusts von Selbstvertrauen aussetzen?

Besser besetzt als eine Weltmeisterschaft

Wie dem auch sei, das Herren-Feld der German Open ist an Qualität nicht zu überbieten. Würde in Bremen ein volles 64er-Feld an den Start gehen, so wäre der schlechteste Spieler an Position 71 in der Welt notiert. Damit sind die internationalen Meisterschaften von Deutschland, die zum siebten Mal nach 1999 in der Hansestadt ausgetragen werden, anhand geringerer Meldebeschränkungen sogar de facto besser besetzt als jede Weltmeisterschaft. Das Platinum Event wird jedoch im Hauptturnier mit nur 32 Spielern ausgetragen. Für Bremen heißt das: Alle Spieler ab Position 18 in der Welt, die vom Japaner Yuya Oshima eingenommen wird, müssen in das dreitägige Qualifikationsturnier, darunter auch der beste Abwehrkünstler der Welt, der auf Rang 20 notierte Ruwen Filus (Fulda), der Grünwettersbacher Ricardo Walther (28), der Bremer Bastian Steger (33), Saarbrückens Doppel-Europameister Patrick Franziska (38) und der Bergneustädter Benedikt Duda (49).

Drei Japanerinnen unter den Top 8

Bei den Damen fällt auf, dass Chinas Leistungsträgerinnen, die in Schweden die weltmeisterschaftliche Goldmedaillensammlung vergrößern sollen, die einzigen aus der weiblichen Weltspitze sind, die nicht noch einmal den Vergleich mit der Konkurrenz suchen. Mit Wang Manyu ist aber dennoch eine Spielerin unter den Top 4 vertreten, die von Feng Tianwei (Singapur) angeführt werden. Den Löwenanteil der gesetzten Spielerinnen unter den Top Acht nimmt aber Japan mit Kasumi Ishikawa, Mima Ito und Miu Hirano ein. Für Deutschland gehen u.a. die nach einem schwächeren Herbst aus den Top Ten gefallene Weltklasse-Abwehrspielerin Han Ying (Position 34), WM-Mixed-Bronze-Gewinnerin Petrissa Solja (64), Sabine Winter (65) und Talent Nina Mittelham (70) an den Start. In Bremen betritt auch Kristin Lang nach der Geburt ihrer Tochter zum ersten Mal wieder die internationale Bühne.

Insgesamt meldete der DTTB 19 deutsche Athleten für die German Open. DTTB-Sportdirektor Richard Prause hofft auf viele gute Vorstellungen: „Wir werden trotz des zu erwartenden Klassefeldes alles daransetzen, am Finaltag noch vertreten zu sein. Ich bin mir sicher, dass uns das tolle Publikum in Bremen auch diesmal bei unserem Vorhaben lautstark unterstützen wird. Wir möchten natürlich durch gute Leistungen bei den German Open einen Schwung Selbstvertrauen aus Bremen mit zur Team-WM nach Halmstad nehmen.“

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Auf einen Blick: Die 21 Starter des DTTB in Bremen

Herren- Einzel

Geb. am

Verein

Spielklasse

WR März

Timo Boll  

08.03.1981

Borussia Düsseldorf

TTBL

1

Dimitrij Ovtcharov 

02.09.1988

Fakel Gazprom Orenburg

1. russ. Liga

3

Ruwen Filus 

14.02.1988

Rhönsprudel Fulda-Maberzell

TTBL

19

Bastian Steger 

19.03.1981

SV Werder Bremen

TTBL

21

Patrick Franziska 

11.06.1992

1. FC Saarbrücken TT

TTBL

30

Ricardo Walther

30.11.1991

ASV Grünwettersbach

TTBL

41

Benedikt Duda 

04.04.1994

TTC Schwalbe Bergneustadt

TTBL

42

Steffen Mengel 

02.08.1988

TTC Schwalbe Bergneustadt

TTBL

180

Patrick Baum

23.06.1987

1. FC Saarbrücken TT

TTBL

257

Kilian Ort

27.04.1996

TSV Bad Königshofen

TTBL

287

Dang Qiu

29.10.1996

ASV Grünwettersbach

TTBL

302

Dennis Klein

25.07.1997

1. FC Saarbrücken TT

2. Bundesliga

370

Nils Hohmeier  

01.02.1998

TuS Celle

3. Bundesliga

609

Tobias Hippler  

29.04.1999

TuS Celle

3. Bundesliga

-

Damen- Einzel

Geb. am

Verein

Spielklasse

WR März

Han Ying

29.04.1983

KTS Zamek Tarnobrzeg

1. poln. Liga

41

Sabine Winter  

27.09.1992

SV DJK Kolbermoor

1. Bundesliga

59

Petrissa Solja   

11.03.1994

ttc berlin eastside

1. Bundesliga

63

Nina Mittelham 

23.11.1996

TuS Bad Driburg

1. Bundesliga

64

Yuan Wan

23.05.1997

TTG Bingen/Münster-Sarmsheim

1. Bundesliga

146

Kristin Lang

14.03.1985

SV DJK Kolbermoor

1. Bundesliga

169

Katharina Michajlova

27.01.1989

SV DJK Kolbermoor

1. Bundesliga

-


Das Trainer-/Betreuerteam des DTTB 

Trainer
Richard Prause (DTTB-Sportdirektor)
Jörg Roßkopf (Herren-Bundestrainer)
Jie Schöpp (Damen-Bundestrainerin)
Wan Guohui (Assistenztrainer Damen und Bundesstützpunkttrainer)
Helmut Hampl (DTTZ-Cheftrainer und U23-Bundestrainer)
Tamara Boros (DTTZ-Trainerin)

Physiotherapeuten  
Annette Zischka (Olympiastützpunkt Hessen)
Birgit Schmidt (Olympiastützpunkt Hessen)

Psychologe
Christian Zepp (Frechen)

 

 

 

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