Anzeige
Gienger, Neid, Gäb (v.l., Foto: picture alliance für Deutsche Sporthilfe)
Die drei Preisträger geben ihr Preisgeld in Höhe von je 25.000 Euro in die Fportförderung / Gäbs emotionale Dankesworte über die Bedeutung von Demokratie und Freiheit

“Goldene Sportpyramide”: Gäb, Neid und Gienger spenden 75.000 Euro für Projekte im Sport

Deutsche Sporthilfe / SH 01.06.2022

Berlin. Die Preisträger der „Goldenen Sportpyramide” 2020 bis 2022, Hans Wilhelm Gäb, Silvia Neid und Eberhard Gienger haben im Nachgang der feierlichen Verleihung in Berlin bekanntgegeben, wofür ihr jeweiliges Preisgeld in Höhe von je 25.000 Euro verwendet werden soll: Die insgesamt 75.000 Euro fließen allesamt in soziale Projekte, insbesondere zur Förderung von Deutschlands Nachwuchs- und Spitzensportlerinnen und -sportler.

 

Alle drei mit der Auszeichnung für ihr Lebenswerk Geehrten hoben in Berlin hervor, dass ihr Wirken nur in Zusammenarbeit mit Wegbegleiterinnen und -begleitern und stets im Team gelungen sei. Hans Wilhelm Gäb unterstrich zudem: „Heute bedankt sich der Sport bei mir. In Wahrheit aber habe ich dem Sport zu danken und all denen, die sich diesem einzigartig integrativen Bereich des Lebens und diesem elementaren Bestandteil einer demokratischen Bürgergesellschaft verschrieben haben. Und so möchte ich – gerade angesichts des heutigen weltweiten Kampfes zwischen Demokratie und Diktatur – die Gelegenheit nutzen, auch dieser Bürgergesellschaft und unserer Demokratie zu danken. Denn sie haben mir die Freiheit garantiert, das Leben mit meiner Familie und meinen Weggefährten nach meinen Vorstellungen führen zu können.“

Gäb stiftet Fördergeld #Comebackstronger und den Organspende-Vereinen

Gäb lässt sein von der Katarina-Witt-Stiftung bereitgestelltes Preisgeld zur Hälfte der sogenannten #Comebackstronger-Förderung der Sporthilfe zukommen, mit der verletzte Athletinnen und Athleten oder werdende bzw. junge Mütter unterstützt werden. Die andere Hälfte geht an die von ihm gegründeten Vereine Sportler für Organspende (VSO) und Kinderhilfe Organtransplantation (KiO), mit denen er sich seit Jahren rund um das Thema Organspende engagiert.

Katarina Witt, Mitglied des Stiftungsrats der Deutschen Sporthilfe, sagt: „Ich freue mich besonders, dass Hans Wilhelm Gäb mit der ‚Goldenen Sportpyramide‘, der höchsten Ehre des deutschen Sports, ausgezeichnet wurde, und von Herzen hat meine Stiftung das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro bereitgestellt, um damit die vielseitigen Projekte von Herrn Gäb zu fördern. Hans Wilhelm Gäb hat sein ganzes Leben lang Sportlern und Bedürftigen geholfen, dafür meine Hochachtung und mein ganz persönlicher Dank!”

Thomas Berlemann, der Sporthilfe-Vorstandsvorsitzender, ergänzte: „Hans Wilhelm Gäb ist eine der prägendsten Figuren in der Historie der Deutschen Sporthilfe. Als Vorstandsvorsitzender hat er den Sporthilfe-Dreiklang ‚Leistung. Fairplay. Miteinander‘ initiiert und mit der Einführung des Sporthilfe-Eids die Athletinnen und Athleten einmal mehr für sauberen und fairen Sport sensibilisiert. Darüber hinaus hat er während seiner Amtszeit mit einer Markenkampagne die entscheidenden Weichen dafür gestellt, dass sich die Stiftung für die Zukunft professionalisieren konnte. Noch heute gibt er der Sporthilfe als Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats wertvolle Impulse, wofür wir ihm sehr dankbar sind.“

Silvia Neid unterstützt mit ihrem Preisgeld diverse Fördermaßnahmen der Sporthilfe, mit denen Aktive beim Übergang in die berufliche Karriere geholfen wird. Konkret beinhaltet das Berufsorientierungsseminare, das Mentorenprogramm für Sportlerinnen und Sportler sowie das Sporthilfe-Karriereportal, welches den Geförderten Kurzzeit-Praktika und eine Kennwort-Bewerbung bei über 100 renommierten Unternehmen ermöglicht.

"Sportpyramide” gilt als die wertvollste Auszeichnung im deutschen Sport

Auch Eberhard Gienger gibt sein Preisgeld in Projekte, die in besonders sensiblen Phasen der Leistungssportkarriere greifen. So beteiligt er sich mit 15.000 Euro an der Internatsförderung und am Nachhilfeunterricht der Deutschen Sporthilfe, so dass Nachwuchsasse Schule und Ausbildung besser mit dem Leistungssport vereinbaren können. 10.000 Euro gibt er in die „Schnittstelle“ zur Nachaktivenkarriere, wo beispielsweise der Zukunftsworkshop der Sporthilfe wertvolle Unterstützung leistet. Darüber hinaus engagiert sich Gienger im Mentorenprogramm.

Die Auszeichnung der „Goldenen Sportpyramide” gilt als die wertvollste Auszeichnung im deutschen Sport. Die Ehrung der drei Preisträger aus den Jahren 2020, 2021 und 2022 fand Ende Mai in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom, Nationaler Förderer der Deutschen Sporthilfe, vor rund 150 geladenen Gästen aus Politik, Sport und Wirtschaft statt. Mercedes-Benz stellte den offiziellen Fahrservice bei der Veranstaltung. Gleichzeitig wurden neun weitere neue Mitglieder in die „Hall of Fame des deutschen Sports” aufgenommen, die Laudatio hielt Bundesinnenministerin Nancy Faeser.

Die Wahl der „Goldenen Sportpyramide“ erfolgt durch die bisherigen Preisträger sowie den Sporthilfe-Stiftungsrat als unabhängige Jury. Die „Goldene Sportpyramide“ wird seit dem Jahr 2000 verliehen. Zu den Ausgezeichneten gehören u.a. Steffi Graf, Franz Beckenbauer, Heiner Brand, Henry Maske, Rosi Mittermaier-Neureuther, Uwe Seeler, Max Schmeling und Franziska van Almsick.

Links

Kontakt

Deutscher Tischtennis-Bund
Hauptsponsoren
weitere Artikel aus der Rubrik
Personalie 03.06.2022

Neuer Küchenleiter im DTTZ: Wendlandt gibt Staffelstab an Frank weiter

Im Deutschen Tischtennis-Zentrum gibt es einen Wechsel an der Spitze der Küchenleitung.
weiterlesen...
Personalie 22.04.2022

Große Ehre für Museumskurator: Angenendt in SCI aufgenommen

Diese Ehre wird nur wenigen zuteil, die nicht ehemalige, langjährige Nationalspielerinnen und -spieler sind, hochrangige Sportpolitikerinnen oder Chefs von Tischtennisfirmen. Der Swaythling Club International hat Günther Angenendt, den Macher des privat organisierten Tischtennis-Museums, das längst über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist, in seine Reihen aufgenommen.
weiterlesen...
Personalie Schiedsrichter 10.03.2022

Schiedsrichter, Volunteer, Teil der TT-Familie: Ottmar Liebicher ist tot

Wer die kleinen und großen Tischtennisturniere in Deutschland kennt, der kennt auch ihn: Ottmar Liebicher. Seit dem Jahr 2004 war er als Nationaler Schiedsrichter im Einsatz, als Volunteer bei Großveranstaltungen sein halbes Leben dabei, dem Tischtennissport verbunden sein ganzes. „Er war immer sehr einsatzfreudig. Wenn es irgendwo ‚klemmte‘, konnte man sich auf ihn verlassen, und er sprang bei Einsätzen ein“, sagt Sven Weiland, der DTTB-Ressortleiter Schiedsrichter.
weiterlesen...
Personalie 21.01.2022

58 Jahre Abteilungsleiter: Gerd Welker verstorben

Im Alter von nur 21 Jahren übernahm der Berliner den Vorsitz des späteren Tischtennis-Bundesliga-Klubs bei der Vereinsgründung der Hertha im Jahr 1963. Für die Abteilung ging es in jedem Jahr in oft wechselnder Besetzung eine Etage weiter nach oben, bevor das Team 1971 erstmals den Aufstieg in die 1. Bundesliga schaffte.
weiterlesen...
Personalie 19.12.2021

Jörg Roßkopf zum "DOSB-Trainer des Jahres" gewählt

Jörg Roßkopf und Ruder-Bundestrainerin Sabine Tschäge sind die diesjährigen Gewinner der Wahl zu "Trainer bzw. Trainerin des Jahres" des Deutschen Olympischen Sportbundes. Der 50-jährige Herren-Bundestrainer ist der erste Coach aus dem Tischtennissport, der diesen seit dem Jahr 2006 vergebenen Preis gewinnt.
weiterlesen...
Personalie 10.12.2021

Manfred Schäfer fehlt jetzt für immer

Ihn traf, was vor allem Kopfarbeiter im Alter wohl am meisten fürchten. Eine tückische Krankheit ließ ihn zunehmend sein Gedächtnis verlieren. Zuerst verließen ihn die Erinnerungen an Begebenheiten und Orte, dann an entfernte Bekannte und schließlich sogar an nahestehende Personen. Nicht aber verließen ihn die Freundlichkeit, Höflichkeit und die Zurückhaltung, die ihn sein Leben lang ausgezeichnet hatten. Im Alter von 77 Jahren ist am 5. Dezember Manfred Schäfer verstorben.
weiterlesen...
© Deutscher Tischtennis-Bund e.V. - DTTB - Alle Rechte vorbehalten

Datenschutz | Impressum