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Toller Teamgeist: die DTTB-Damen (Foto: ETTU)
Die Revanche kann in der neuen Aufstellung glücken, meint Damen-Bundestrainerin Tamara Boros

Halbfinal-Vorschau Damen: "Wir haben gute Chancen, das Match zu gewinnen"

SH 01.10.2021

Cluj-Napoca. Deutschland gegen Portugal - das ist die Neuauflage des Viertelfinals der EM von 2019, das Deutschlands Damen mit Solja, Han, Shan und Mittelham überraschend verloren hatten. Die Revanche kann in der neuen Aufstellung trotzdem glücken, meint Damen-Bundestrainerin Tamara Boros: „Portugal ist ein sehr starker Gegner, der es ja 2019 auch geschafft hat, im Viertelfinale der EM gegen eine deutsche Mannschaft in Bestbesetzung zu gewinnen. Wir haben aber morgen auch ohne Peti, Han und Nana gute Chancen, das Spiel zu gewinnen", sagt sie und erklärt: "Nina hat vor zwei Wochen im Finale des Europe Top 16 gegen Yu Fu gewonnen. Auch Shao Jieni hat sie schon geschlagen. Sie hat einen guten Rhythmus, und ich bin mir sicher, dass sie diesen auch morgen fortsetzen wird. Auch Sabine, Chanti und Annett spielen sehr gut. Wir werden gegen Portugal in jedem einzelnen Spiel unsere Chance bekommen, deshalb bin ich sehr optimistisch." Das große Plus sieht die WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2003 im guten Mannschaftsgeist ihres Quartetts. "Wir geben wie in den vergangenen drei Tagen mit unserem Teamgeist mehr als 100 Prozent und haben dann hoffentlich am Ende auch die Nase vorn. Unabhängig davon bin ich schon jetzt stolz darauf, was die Mädels hier gezeigt und erreicht haben.“

Auch Deutschlands Nummer eins Nina Mittelham ist optimistisch: „Portugal als Halbfinalgegner ist okay für uns. Auf der dritten Position sehe ich uns in jedem Fall im Vorteil. Yu Fu vorne ist auch nicht unschlagbar, außerdem sind wir alle gut drauf", erklärt Nina Mittelham. "Wir würden natürlich gerne die Revanche für die deutsche Niederlage im Viertelfinale 2019 schaffen. Wir werden ausgeruht und gut vorbereitet an den Tisch gehen."

Der Ablauf bis zum Halbfinale: Auf das Abendessen um 19 Uhr folgt die Video-Analyse mit dem Trainer-Team. Das zeitige Aufstehen am Freitagmorgen stört die 24-jährige Europe-Top-16-Siegerin und Deutsche Einzel-Meisterin nicht: "Ich denke, es ist gut für uns, dass wir morgen früh spielen. Das hat uns ja heute auch nicht geschadet. Ich hoffe, dass wir dann auch wieder als Sieger vom Tisch gehen.“

Deutschland - Portugal 3:1
Sabine Winter - Yu Fu 1:3 (-4,-7,8,-5)
Nina Mittelham - Shao Jieni 3:1 (7,9,-10,7)
Chantal Mantz - Ines Matos 3:0 (7,5,14)
Mittelham - Yu 3:1 (-9,8,11,6)

Alle Begegnungen werden auf drei Gewinnsätze gespielt. Vor Beginn des dritten Einzels darf der Trainer seine Nummer eins oder zwei gegen einen vierten Spieler austauschen.

Die Aufgebote

Deutschland

  • Nina Mittelham (ttc berlin eastside, WR: 33)
  • Sabine Winter (TSV Schwabhausen, WR: 117)
  • Chantal Mantz (TSV 1909 Langstadt, WR: 198)
  • Annett Kaufmann (SV Böblingen, WR: 1038 / WR U15: 2)

Portugal

  • Yu Fu (WR: 49)
  • Shao Jieni (62)
  • Rita Fins (730)
  • Ines Matos (763)

Samstag, 2. Oktober
Halbfinale am Samstag, 1 Tisch

Damen
Deutschland - Portugal, 9 Uhr MESZ
Rumänien - Frankreich, 15 Uhr

Herren
Deutschland - Dänemark, 18 Uhr MESZ
Schweden - Russland, 12 Uhr

Sonntag, 3. Oktober
Finale Damen, 12 Uhr
Finale Herren, 15.30 Uhr

Rumänien liegt in der Zone mit osteuropäischer Sommerzeit und ist Deutschland eine Stunde voraus. Alle hier angegebenen Zeiten entsprechen der mitteleuropäischen Sommerzeit.

Dienstag, 28. September
1. Gruppenspiel Damen und Herren
Damen, Gruppe A: Spanien – Slowakei 1:3
Maria Xiao - Tatiana Kukulkova 3:0 (11,8,4)
Galia Dvorak - Barbora Balazova 0:3 (-5,-7,-2)
Sofia-Xuan Zhang - Ema Labosova 0:3 (-7,-11,-8)
Maria Xiao - Barbora Balazova 1:3 (-10,4,-6,-5)

Herren, Gruppe A: Belarus – Ukraine 2:3
Pavel Platonov - Yevhen Pryshchepa 3:1 (7,9,-8,6)
Aleksandr Khanin - Yaroslav Zhmudenko 0:3 (-7,-4,-9)
Gleb Shamruk - Anton Limonov 3:2 (-7,10,-2,5,9)
Aleksandr Khanin - Yevhen Pryshchepa 2:3 (8,-7,6,-4,-3)
Pavel Platonov - Yaroslav Zhmudenko 2:3 (-4,5,-9,13,-8)


Mittwoch, 29. September
2. Gruppenspiel Damen und Herren
Damen: Deutschland – Slowakei 3:0
Nina Mittelham - Tatiana Kukulkova 3:1 (7,-9,9,4)
Sabine Winter - Barbora Balazova 3:0 (3,8,3)
Annett Kaufmann - Ema Labosova 3:0 (8,11,3)

Herren: Deutschland – Ukraine 3:0
Patrick Franziska – Yaroslav Zhmudenko 3:0 (8,7,9)
Benedikt Duda – Yevhen Pryshchepa 3:0 (5,9,7)
Dang Qiu – Anton Limonov 3:0 (3,2,3)

Donnerstag, 30. September
3. Gruppenspiel Damen und Herren
Deutschland - Spanien 3:1
Nina Mittelham - Maria Xiao 2:3 (-11,6,2,-11,-8)
Sabine Winter - Sofia-Xuan Zhang 3:1 (-10,4,13,8)
Chantal Mantz - Galia Dvorak 3:0 (5,6,8)
Mittelham - Zhang 3:2 (-11,-9,9,4,6)

Deutschland - Belarus 3:0
Dang Qiu - Pavel Platonov 3:1 (9,-8,2,7)
Patrick Franziska - Vladislav Rukletsov (7,7,6)
Ruwen Filus - Gleb Shamruk 3:0 (2,6,8)

Freitag, 1. Oktober
Damen-Viertelfinale

Deutschland - Polen 3:0
Sabine Winter - Katarzyna Wegrzyn 3:1 (9,-7,7,8)
Nina Mittelham - Natalia Bajor 3:1 (10,-8,8,8)
Chantal Mantz - Anna Wegrzyn 3:0 (0,7,11)

Portugal - Ukraine 3:1
Österreich - Frankreich 0:3
Rumänien - Luxemburg, 17.30 Uhr, Tisch 1

Herren-Viertelfinale am Freitag
Deutschland - Tschechien, 17.30 Uhr MESZ, Tisch 2
Dänemark - England, 15 Uhr, Tisch 2
Österreich - Russland 2:3
Schweden - Rumänien, 15 Uhr, Tisch 1

Samstag, 2. Oktober
Halbfinale am Samstag, 1 Tisch

Damen
Deutschland - Portugal, 9 Uhr MESZ
Rumänien - Frankreich, 15 Uhr

Herren
Deutschland oder Tschechien - Dänemark, 18 Uhr MESZ
Schweden oder Rumänien, 12 Uhr

Sonntag, 3. Oktober
Finale Damen, 12 Uhr
Finale Herren, 15.30 Uhr

Gruppeneinteilungen

Damen
Gruppe A:
Deutschland, Spanien, Slowakei
Gruppe B: Rumänien, Italien, Belgien
Gruppe C: Österreich, Belarus, Serbien
Gruppe D: Ukraine, Tschechien, Slowenien
Gruppe E: Ungarn, Portugal, Kroatien
Gruppe F: Polen, Schweden, England
Gruppe G: Russland, Luxemburg, Griechenland
Gruppe H: Niederlande, Frankreich, Türkei

Herren, Gruppe A: Deutschland, Belarus, Ukraine Gruppe B: Schweden, Belgien, Griechenland Gruppe C: England, Slowakei, Serbien Gruppe D: Österreich, Polen, Spanien Gruppe E: Portugal, Dänemark, Türkei Gruppe F: Frankreich, Russland, Niederlande Gruppe G: Kroatien, Tschechien, Italien, Ungarn Gruppe H: Slowenien, Rumänien, Luxemburg, Finnland

Und so wird gespielt

Modus
Die Endrunde dieser EM wird mit 24 Damen- und 26 Herren-Teams mit einer Gruppenphase, gefolgt von der K.-o.-Runde ausgetragen. Bei den Damen sind es acht Dreier-Gruppen, bei den Herren sechs Dreier- und zwei Vierer-Gruppen. Nur die jeweiligen Gruppensieger erreichen die Hauptrunde, die mit dem Viertelfinale beginnt. Bis zum Titelgewinn muss eine Mannschaft also fünf Spiele absolvieren, davon zwei in der Gruppe. Die Mannschaften in den Herren-Gruppen G und H sogar eines mehr.
 
Deutschlands Herren sind Titelverteidiger und als höchste europäische Mannschaft in der Weltrangliste der Kalenderwoche 35 (Ende August) als Kopf der Gruppe A gesetzt, deren Sieger im Viertelfinale Position eins einnehmen wird. An Position acht, ans andere Ende des Hauptfeldes, kommt der Gewinner der Gruppe B. Die DTTB-Damen sind als Topgesetzte ebenfalls der Kopf der Gruppe A.
 
Spielsystem
Gespielt wird im Mannschaftswettbewerb mit maximal fünf Einzeln bis zum dritten Gewinnpunkt eines Teams (Spielreihenfolge: A1 – B2, A2 – B1, A3 – B3, A1 – B1, A2 – B2). Alle Begegnungen werden auf drei Gewinnsätze gespielt. Vor Beginn des dritten Einzels darf der Mannschaftskapitän/Trainer seine Nummer eins oder zwei gegen einen vierten Spieler austauschen.

Das Aufgebot des DTTB

Herren

  • Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken TT, WR: 15)
  • Ruwen Filus (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, WR: 36)
  • Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt, WR: 42)
  • Dang Qiu (Borussia Düsseldorf, WR: 52)
  • Kay Stumper (TTC Neu-Ulm, WR: 669, WR 19: 2)

Damen

  • Nina Mittelham (ttc berlin eastside, WR: 33)
  • Sabine Winter (TSV Schwabhausen, WR: 117)
  • Chantal Mantz (TSV 1909 Langstadt, WR: 198)
  • Annett Kaufmann (SV Böblingen, WR: 1038 / WR U15: 2)

Sportliche Leitung / Trainer-Team

  • Richard Prause (Sportdirektor)
  • Jörg Roßkopf (Herren-Bundestrainer)
  • Tamara Boros (Damen-Bundestrainerin)
  • Lars Hielscher (Bundesstützpunkttrainer, Assistenztrainer Herren)
  • Wan Guohui (Trainer Deutsches Tischtennis-Internat)
  • Sascha Nimtz (Wissenschaftliche Betreuung, IAT Leipzig)

Medizinische Abteilung

  • Dr. Thomas Garn (Mannschaftsarzt, Düsseldorf)
  • Joachim Först (Physiotherapeut)
  • Annette Zischka (Physiotherapeutin, Olympiastützpunkt Hessen)

Organisatorische Leitung 
Kolja Rottmann 

Schiedsrichter 
Gert Selig (Waldalgesheim)

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