Die Nr. 1 der Welt mit wichtigen Weggefährten - mit DTTB-Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb und mit Dima Ovtcharov (Fotos: Schillings)
Stimmen zur neuen Nr. 1: Von Dimitrij Ovtcharov bis Hans Wilhelm Gäb

Hans Wilhelm Gäb: "Timo hat den Status einer Legende"

27.02.2018

Frankfurt. Die am 27. Februar vom Weltverband ITTF veröffentlichte März-Rangliste weist Timo Boll als Nummer 1 der Welt aus - nicht zum ersten, nicht zum zweiten, sondern bereits zum dritten, streng genommen sogar schon zum vierten Mal in der außergewöhnlichen Karriere des Düsseldorfers.
Als erster Deutscher stand der Rekord-Europameister erstmals im Jahr 2003 von Januar bis Mai sowie noch einmal im August und September an der Spitze der Weltrangliste, siebeneinhalb Jahre später unterbrach er 2011 von Januar bis März die chinesische Alleinherrschaft.

2011 stellte Timo Boll mit der Rückkehr an die Spitze nach einer Unterbrechung von sieben Jahren und drei Monaten bereits einen Rekord auf, diesmal löst der zweimalige World-Cup-Sieger am 1. März im Alter von 36 Jahren, 11 Monaten und 21 Tagen den Schweden Jan-Ove Waldner als den damals im Oktober 1997 mit 31 Jahren, 11 Monaten und 28 Tagen ältesten Weltranglisten-Ersten ab.

Reaktionen von Timo Boll und langjährigen Weggefährten auf die neue Weltrangliste: 

Timo Boll: "Ich glaubte zunächst an einen Scherz"

„Als Dima vor wenigen Tagen zu mir kam und meinte, ich sei im März wieder die Nummer 1 der Weltrangliste, glaubte ich zunächst an einen Scherz. Aber er kennt sich mit diesen Statistiken perfekt aus. Nun hat der Computer tatsächlich dieses Ergebnis ausgespuckt und ich möchte eine gewisse Freude nicht verhehlen. Es ist die Bestätigung für meine harte Arbeit der letzten Monate. Es ist auch eine Bestätigung für meine Konstanz, da ich vor 15 Jahren erstmals die Nummer 1 war und nun wenige Tage vor meinem 37. Geburtstag sicher auch die älteste Nummer 1 aller Zeiten bin.

Ich habe schon zu Jahresbeginn meine Meinung zum neuen Weltranglisten-System deutlich gemacht. An dieser Meinung ändert sich natürlich nichts, auch wenn nun ich ganz oben stehe. Ich glaube weiterhin, dass Ma Long, Fan Zhendong oder Dimitrij Ovtcharov die Besten sind, auch wenn der Computer etwas anderes meint.

Fakt ist: das neue System gönnt dir keine Pausen und entschuldigt keine Verletzungen. Man muss viel spielen. Das habe ich die letzten zwölf Monaten getan und bin von Verletzungen verschont geblieben, weshalb mir das neue System nun zugutekam. Allerdings sehe ich es dennoch kritisch, dass Vielspieler so extrem belohnt werden und Vereinsspieler mit vielen Terminen abseits der internationalen Tour dadurch benachteiligt sind.“


Hans Wilhelm Gäb, DTTB-Ehrenpräsident: "Timo hat den Status einer Legende"
„Timo Boll hat schon längst den Status einer Legende und gehört nun immer noch zu den absolut besten Spielern der Welt. Er ist ein Mann, der seit 15 Jahren unter den Top Ten der Welt kämpft und in Sieg und Niederlage seine Haltung und seine Mitte nie verloren hat. Wer seine Spielkunst sehen will, möge 
https://youtu.be/ywXZF6xPfJY
anklicken.

Dimitrij Ovtcharov: "Viel schöner, dass mich ein guter Freund ablöst"
" Ich freue mich sehr für Timo und persönlich ist es in diesem Fall natürlich viel schöner, dass mich ein guter Freund und nicht ein Chinese ablöst. Dass nach mir nun Timo an der Spitze der Weltrangliste steht, ist toll für das gesamte deutsche Tischtennis und gibt uns beiden viel Selbstvertrauen für die Team-WM. Natürlich wäre ich gerne noch länger oben geblieben, aber zwei Monate ist ein guter Anfang. Aber im Ernst: Timo hat in den letzten 12, 13 Monaten konstant auf einem unglaublich hohen Level gespielt und jetzt auch noch Anfang Februar das Europe Top 16 gewonnen. Er hat das Momentum auf seiner Seite und hat es deshalb auch verdient, jetzt die Nummer eins zu sein. Ich finde es schön, dass mit dem neuen System viel Bewegung in der Weltrangliste ist. Es ist gut für unseren Sport, wenn nicht nur ein einzelner Spieler 50 Monate an der Spitze steht."

Jörg Roßkopf: "Mit fast 37 kann er mit allen mithalten"
"Das ist unglaublich stark, dass wir mit Timo, der Dima ablösen konnte, in so kurzer Zeit nun schon den zweiten Deutschen als Nummer 1 der Weltrangliste haben. Timo hat sehr gut beim Top 16 gespielt, und durch das neue System ist dann alles möglich. Ein Beweis, dass er es verdient hat, ist aber auch, dass er auch mit fast 37 Jahren noch mit absolut allen mithalten kann. Er hat nicht nur ein herausragendes Jahr 2017 gespielt, sondern im neuen Jahr auch gleich wieder auf sehr hohem Niveau begonnen. Das gibt natürlich noch mehr Energie und Selbstvertrauen für die nächsten Turniere wie beispielsweise die Katar und die German Open oder Ende April die Team-WM. Für uns als Trainer-Team ist es zudem eine Bestätigung, bei unserer Arbeit mit ihm eine gute Dosierung gefunden zu haben."

ITTF-Präsident Thomas Weikert: "Das macht Timo Boll zu einer Legende"
"Dass Timo Boll einmal nach acht und noch ein zweites Mal nach weiteren sieben Jahren zum insgesamt dritten Mal an die Position 1 in der Weltrangliste zurückkehrt, zeigt nicht nur seine absolute Leistungsstärke, sondern macht ihn auch zu einer Legende. Und es zeigt die Stärke der neuen Rangliste auf, die voller Dynamik ist."

Michael Geiger, DTTB-Präsident: "Timo ist ein absoluter Ausnahmesportler"
"Für das Tischtennis hierzulande ist es fantastisch, dass im März die Weltrangliste im dritten Monat in Folge von einem Deutschen angeführt wird, nachdem vor Timo Boll zwei Mal  Dimitrij Ovtcharov an der Spitze stand. Für Timo ist es nach 2003 und 2011 das dritte Mal, dass er die Nummer 1 der Welt ist. Das ist etwas Einmaliges, Timo ist ein absoluter Ausnahmesportler. Genauso wie er schon seit über zwei Jahrzehnten für Fair Play steht, schafft er es sportlich trotz Rückschlägen immer wieder Topleistungen abzurufen und die Spitze zu erklimmen.

Mit herausragenden Leistungen schon das gesamte Jahr 2017 haben sich Timo und Dimitrij über viele, viele Monate hinweg durch ihre exzellente Resultate ihre Positionen an der Spitze der Weltrangliste 2018 ohne Wenn und Aber verdient. Ich hoffe, dass es den beiden bei großen Meisterschaften in naher Zukunft genauso gut gelingen wird."


Richard Prause, DTTB-Sportdirektor: "Timo ist immer noch hungrig nach mehr"
"Für Timo ist es das dritte Mal nach 2003 und 2011, dass er an der Spitze der Weltrangliste steht. Das zeigt, welch unglaubliche Konstanz und Leistung er über so viele Jahre erbringt - und er ist immer noch hungrig nach mehr!

Es ist einfach toll, dass Deutschland auch im März wieder den Weltranglisten-Ersten stellt. Dass ein deutscher Spieler dabei einen anderen deutschen Spieler an der Spitze der Weltrangliste ablöst, ist etwas bislang Einmaliges und sehr bemerkenswert. Mit Dimitrij und Timo zwei solch herausragende Spieler in unserer Nationalmannschaft zu haben, ist etwas ganz Besonderes und motiviert uns alle auch nochmals zusätzlich in Richtung Team-Weltmeisterschaften in Schweden Ende April."

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