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Meisterte heute auch enge Situationen: Dimitrij Ovtcharov (Foto: MS)
Franziska an zwei Punkten beteiligt / Ovtcharov schlägt EM-Finalist Ionescu

DTTB-Herren treffen nach 3:0 über Rumänien im Halbfinale auf Portugal

SH / MS 27.06.2019

Minsk. Mit einer konzentrierten Leistung in ihrem Auftaktmatch der Mannschaftswettbewerbe bei den European Games in Minsk sind Deutschlands Herren ihrem großen Ziel, der Qualifikation für die Olympischen Spielen in Tokio 2020, einen Schritt näher gekommen. Im Viertelfinale gelang ihnen ein 3:0-Erfolg über Rumänien, das zuvor Gastgeber Weißrussland ausgeschaltet hatte. Im Halbfinale wartet nun Titelverteidiger Portugal.

Das Duo Timo Boll/Patrick Franziska legte gegen Rumänien gleich im ersten Spiel den Grundstein zum Erfolg. Dimitrij Ovtcharov erhöhte im Anschluss im Duell mit EM-Finalist Ovidiu Ionescu durch einen Drei-Satz-Sieg. Patrick Franziska schließlich rechtfertigte im zweiten Einzel gegen Cristian Pletea das Vertrauen von Bundestrainer Jörg Roßkopf in ihn, der Rekord-Europameister Boll diesmal erst fürs Schlusseinzel vorsah. Roßkopf: "Das war so vorgesehen. Timo sollte Doppel spielen und Patrick auch sein erstes Einzel bestreiten. Das ist wichtig für die folgenden Matches." 

Franziska war zufrieden mit seinen beiden Auftritten. "Im Doppel haben Timo und ich von Anfang an unseren Rhythmus gehabt. Auch im Einzel habe ich gut gespielt, habe aber nervös begonnen. Ich bin froh, jetzt mal ein Spiel gemacht zu haben. Mein Gegner ist sehr gut und wir kennen uns aus dem Training, in der nächsten Saison werden wir ja auch in Saarbrücken in einem Team spielen." Dimitrij Ovtcharov zeigte sich nach seinem Sieg über Ionescu erleichtert: "Nachdem ich im Einzelturnier gegen Groth verloren hatte, war ich schon sehr verunsichert. Das 3:0 heute hat gut getan."

Titelverteidiger Portugal wartet im Halbfinale

Der Halbfinalgegner des deutschen Teams, das von Ersatzmann Ricardo Walther ergänzt wird, heißt um 15 Uhr deutscher Zeit Portugal. Der Titelverteidiger der 1. Auflage der European Games besiegte im seinem Viertelfinalspiel Großbritannien mit 3:2. Dass die Südeuropäer in der Lage sind, auch gegen das deutsche Team zu bestehen, bewies sie 2014 in Lissabon, als Portugal bei den Europameisterschaften im eigenen Land in Lissabon im Finale die Titelserie der deutschen Mannschaft unterbrach. Bei der Mannschafts-EM 2017 in Luxemburg revanchierte sich die DTTB-Auswahl in einer Neuauflage des Endspiels von 2014 mit einem 3:0-Erfolg. Das Spielsystem bei den European Games ist mit einem Doppel zum Auftakt allerdings ein gänzlich anderes: Hier dürfte es morgen voraussichtlich zum Duell der WM-Dritten Tiago Apolonia/Joao Monteiro mit den China-Open-Gewinnern Timo Boll/Patrick Franziska kommen. Dies hätte bei der WM in Budapest im April das Viertelfinale sein sollen, die Deutschen konnten allerdings wegen einer Viruserkrankung Bolls nicht antreten.

Im zweiten Halbfinale stehen sich um 18 Uhr der WM-Dritte Schweden und Dänemark gegenüber, das angeführt von einem erneut überragenden Jonathan Groth Österreich mit 3:1 ausschaltete. Schweden erkämpfte sich mit einem knappen 3:2 über Kroatien seinen Platz im Halbfinale. 

DTTB-Damen im Halbfinale ohne die verletzte Solja

Die DTTB-Damen hatten ihr Spiel in der Runde der letzten Acht gegen die Niederlande mit 3:1 für sich entschieden. Petrissa Solja zog sich dabei jedoch in ihrem Einzel eine Verletzung der hinteren Oberarmmuskulatur am Schlagarm zu. Eine genauere Diagnose erfolgt nach einer Ultraschalluntersuchung im Krankenhaus. Die European Games zu Ende spielen kann Solja aber nicht. Schon morgen im Halbfinale gegen Polen kommt die mitgereiste Nummer vier, Shan Xiaona, zum Einsatz. 

Herren-Mannschaft, Viertelfinale
Deutschland – Rumänien 3:0
Timo Boll/Patrick Franziska - Hunor Szocs/Cristian Pletea 3:0 (2,5,12)
Dimitrij Ovtcharov - Ovidiu Ionescu 3:0 (11,6,10)
Franziska - Pletea 3:1 (-7,10,8,3)

Großbritannien – Portugal 1:3
Österreich – Dänemark 1:3 
Schweden – Kroatien 3:2

Halbfinale am Freitag um 15 und 18 Uhr
Deutschland - Portugal 15 Uhr
Schweden - Dänemark 18 Uhr

Achtelfinale
Deutschland, Freilos
Weißrussland - Rumänien 2:3
Großbritannien, Freilos
Frankreich - Portugal 1:3
Österreich, Freilos
Slowenien - Dänemark 2:3
Kroatien - Belgien 3:1
Schweden, Freilos

Links

Das deutsche Aufgebot

Herren
Timo Boll (Weltrangliste: 6, Borussia Düsseldorf)
Dimitrij Ovtcharov (Nr. 12, Fakel Gazprom Orenburg/Russland)
Patrick Franziska (Nr. 16, 1. FC Saarbrücken TT)
Ersatz für den Team-Wettbewerb: Ricardo Walther (Nr. 38, ASV Grünwettersbach)

Damen
Petrissa Solja (Weltrangliste: 26, TSV 1909 Langstadt)
Han Ying (Nr. 45, KTS Zamek Tarnobrzeg/Polen)
Nina Mittelham (Nr. 50, ttc berlin eastside)
Ersatz für den Team-Wettbewerb: Shan Xiaona (Nr. 165, ttc berlin eastside)

Trainer
Jörg Roßkopf (Herren-Bundestrainer)
Jie Schöpp (Damen-Bundestrainerin)
Lars Hielscher (Assistenztrainer)

Delegationsleiter
Richard Prause (Sportdirektor)

Medizinische Abteilung
Peter Heckert (Physiotherapeut, OSP Hessen)
Dr. Antonius Kass (Mannschaftsarzt)

Schiedsrichter
Christoph Geiger

 

Der Zeitplan

Donnerstag, 27. Juni
Damen- / Herren-Mannschaft, Achtelfinale
9 / 12 Uhr (ohne deutsche Beteiligung)
Damen-Mannschaft, Viertelfinale
15 Uhr (mit Deutschland)
Herren-Mannschaft, Viertelfinale
18 Uhr (mit Deutschland)

Freitag, 28. Juni
Damen-Mannschaft, Halbfinale
9 / 12 Uhr
Herren-Mannschaft, Halbfinale
15 / 18 Uhr

Samstag, 29. Juni
Damen-Mannschaft, Spiel um Bronze
9 Uhr
Damen-Mannschaft, Finale
12 Uhr
Siegerehrung
anschließend, ca. 15 Uhr
Herren-Mannschaft, Spiel um Bronze
16 Uhr
Herren-Mannschaft, Finale
19 Uhr
Siegerehrung
anschließend, ca. 22 Uhr

 

Die Setzlisten

Damen-Mannschaft
1 Deutschland, 2 Rumänien, 3 Ungarn, 4 Österreich, 5 Holland, 6 Ukraine, 7 Polen, 8 Spanien, 8 Luxemburg, 8 Russland, 11 Schweden, 12 Weißrussland

Herren-Mannschaft
1 Deutschland, 2 Schweden. 3 Österreich, 4 Großbritannien, 5 Frankreich, 6 Slowenien, 7 Kroatien, 8 Weißrussland, 9 Portugal, 10 Belgien, 11 Rumänien, 12 Dänemark

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