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U19-Bundestrainerin Lara Broich, hier bei der Betreuung von Annett Kaufmann, ist DOSB-Trainerin des Jahres 2025 (Foto: Schillings)
Laudatorin Annett Kaufmann: „Lara hat meine Entwicklung entscheidend mitgeprägt“

Lara Broich ist „DOSB-Trainerin des Jahres“ - als erste Nachwuchstrainerin

DOSB/MS 22.12.2025

Baden-Baden. Hohe Auszeichnung für Lara Broich: Die U19-Bundestrainerin Mädchen des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) wurde im Rahmen der Gala „Sportler des Jahres“ am Sonntagabend im Kurhaus Baden-Baden vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als "DOSB-Trainerin des Jahres 2025" geehrt. Bei den Herren fiel das Votum der Jury auf Kristian Mehringer, den Bundestrainer der Biathlon-Damen. Der DOSB vergibt den bedeutenden Preis an eine Trainerin und einen Trainer in Anerkennung ihres herausragenden Engagements für ihre Athleten und ihre Sportart.

Erste Nachwuchs-Bundestrainerin in der Liste der Preisträger

DTTB-Bundestrainerin Lara Broich ist erst die zweite DTTB-Trainerin nach Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf (2021), der diese hohe Auszeichnung zuteilwird – und sie ist zugleich sportartübergreifend die erste Trainerin aus dem Nachwuchsbereich, die den renommierten Preis erhält. Die Liste der DOSB-Trainer des Jahres ist seit dem Jahr 2006 gespickt mit vielen Prominenten aus anderen Sportarten, darunter Silvia Neid (Fußball), Hermann Weinbuch (Nordische Kombination), Gordon Herbert (Basketball) und Heiner Brand (Handball).

Früher Einstieg als Trainerin, lange Erfolgsliste

Schon im Alter von 25 Jahren übernahm die ehemalige Jugendnationalspielerin Lara Broich 2015 das Amt der Schülerinnen-Bundestrainerin. Bereits seit 2010 gehörte sie dem Bundestrainer-Team als Assistenztrainerin an und war unter anderem bei Jugend-Europameisterschaften als Coach im Einsatz.

Bisheriger Höhepunkt ihrer Trainerinnen-Karriere war ihr Anteil am Gewinn des U19-Weltmeistertitels von Annett Kaufmann Ende 2024 in Helsingborg (Schweden). Lara Broich führte Kaufmann als erste Nicht-Asiatin der seit 2003 ausgetragenen Jugend-Weltmeisterschaften zum Einzel-WM-Titel, nachdem Kaufmann ein Jahr zuvor bereits Bronze im Einzel und Silber im Doppel geholt hatte. Bei der WM 2024 gelang zusätzlich der Gewinn der Bronzemedaille für Mia Griesel im Einzel sowie eine weitere Bronzemedaille für Kaufmann im Doppel. Erst im vergangenen November ergänzte sich die lange Liste der Erfolgsbeteiligungen bei der Jugend-WM 2025 in Cluj-Napoca um einen Weltmeistertitel im Doppel für Mia Griesel.

Laudatorin Annett Kaufmann: „Lara hat meine Entwicklung entscheidend mitgeprägt“

U19-Weltmeisterin Annett Kaufmann, die als Nachwuchsspielerin unter Broich auch die EM-Titel in den Altersklassen U15, U19 und U21 gewann, fand in ihrer Laudatio bewegende Worte für ihre Trainerin: „Lara hat meine Entwicklung als Spielerin und als Mensch entscheidend mitgeprägt, davon profitiere ich bis heute. Ihre Tipps versuche ich heute im Stützpunkttraining selbst an unsere Jüngsten weiterzugeben. Sie war meine Bundestrainerin, als ich im Alter von zehn Jahren mein Debüt im Nationaltrikot gab – und sie stand auch an meiner Seite, als ich 2024 die U19-Weltmeisterschaft gewinnen konnte. Viele der gemeinsamen Erfolge sind erst durch unser großes, gegenseitiges Vertrauen möglich geworden. Bis heute kann ich immer auf sie zählen. Danke für alles, Lara – du hast dir deinen Preis redlich verdient!“

Lara Broich zeigte sich berührt: „Es ist ein wichtiges Zeichen des DOSB, dass die sehr wichtige Arbeit, die wir Trainerinnen und Trainer im Nachwuchsbereich leisten, gesehen und wertgeschätzt wird. Als erste Trainerin aus dem Nachwuchsbereich diesen Preis entgegennehmen zu dürfen, ist für mich eine große Ehre. Ohne das entsprechende Zutun unserer Sportlerinnen und Sportler, aber auch der Kolleginnen und Kollegen in den Verbänden und Vereinen wäre es nicht möglich, eine solche Ehrung zu erhalten.“

DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Ein außergewöhnlich erfolgreicher Weg“

DOSB-Präsident Thomas Weikert lernte Lara Broich in seiner Amtszeit als Präsident des Deutschen Tischtennis-Bundes (2005 bis 2015) kennen: „Ich erinnere mich noch, wie wir kurz vor Ende meiner Amtszeit Lara als Trainerin beim DTTB eingestellt haben. Umso mehr freue ich mich zu sehen, welchen außergewöhnlich erfolgreichen Weg sie seitdem gegangen ist. Dahinter steckt viel harte Arbeit, die sich ausgezahlt hat und die der DOSB mit diesem Preis würdigen möchte.“

DOSB-Vizepräsidentin Miriam Welte, Vorsitzende der Jury des „Trainerin des Jahres“-Preises, sagte nach der Ehrung: „Mit diesem Preis würdigen wir die unverzichtbare Arbeit unserer Trainerinnen. Ihre Leistung und ihr Einsatz sind die Grundlage für die sportlichen Erfolge der Athletinnen, die wir als Fans feiern dürfen. Trainerinnen übernehmen eine wichtige Vorbildfunktion und fördern ihre Athletinnen nicht nur im sportlichen Bereich, sondern auch in ihrer persönlichen Entwicklung. Lara Broich und Kristian Mehringer haben dies auf besonders überzeugende Art und Weise unter Beweis gestellt. Ich würde mir wünschen, dass der Einsatz der Trainerinnen in Deutschland deutlich mehr wertgeschätzt würde.“

DOSB-Trainer*in des Jahres – eine der höchsten Auszeichnungen

Der Preis „Trainer*in des Jahres“ wird seit 2006 verliehen und seit 2021 jeweils an eine Trainerin und einen Trainer vergeben. Er wird für besonders verdiente Trainerinnen und Trainer im Bereich des Spitzensports verliehen und gilt als eine der höchsten Auszeichnungen in diesem Bereich. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotiert.

Vorsitzende der Jury ist Miriam Welte, Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Bahnrad und Vizepräsidentin im DOSB. Außerdem gehörten der Jury an: Steffi Nerius (Para-Leichtathletik Trainerin), Jörg Roßkopf (Bundestrainer Herren Tischtennis), Christian Ehrhoff (ehem. Eishockeyspieler), Karla Borger (ehem. Mitglied der Athletenkommission des DOSB), Karolina Seitz (Stiftung Deutsche Sporthilfe), Karin Orgeldinger (Stiftung Deutsche Sporthilfe), Olaf Tabor (DOSB-Vorstand Leistungssport).

Alle Preisträgerinnen und Preisträger von 2006 bis 2025

  • 2025: Lara Broich (Tischtennis) und Kristian Mehringer (Biathlon)
  • 2024: Ute Schinkitz (Para Schwimmen) und Samir Suliman (3x3 Basketball)
  • 2023: Isabell Sawade (Rhythmische Sportgymnastik) und Gordon Herbert (Basketball)
  • 2022: Yulia Raskina (Rhythmische Sportgymnastik) und René Spies (Bob)
  • 2021: Sabine Tschäge (Rudern) und Jörg Roßkopf (Tischtennis)
  • 2020: Bernd Berkhahn (Schwimmen)
  • 2019: Andreas Bauer (Skispringen)
  • 2018: Detlef Uibel (Bahnrad)
  • 2017: Jürgen Wagner (Beachvolleyball)
  • 2016: Reiner Kießler (Kanu)
  • 2015: Justus Wolf (Para-Ski alpin)
  • 2014: Norbert Loch (Rodeln)
  • 2013: Silvia Neid (Fußball) und Hermann Weinbuch (Nordische Kombination)
  • 2012: Ralf Holtmeyer (Rudern) und Hans Melzer (Reiten, Vielseitigkeit)
  • 2011: Markus Weise (Hockey)
  • 2010: Uwe Müßiggang (Biathlon)
  • 2009: Kim Raisner (Moderner Fünfkampf)
  • 2008: Rolf-Dieter Amend (Kanu)
  • 2007: Heiner Brand (Handball)
  • 2006: Raimund Bethge (Bob)

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