Dem WM-Bronze im Mixed wird in Minsk der European-Games-Titel folgen: Peti Solja und Patrick Franziska (Foto: MS)
"Was wäre, wenn...", denkt TT-Deutschland bei der WM. Geblieben ist Bronze. Im Juni sind dann alle obenauf

Jahresrückblick 2019: April bis Juni

Winfried Stöckmann 27.12.2019

Frankfurt/Main. Los geht das zweite Quartal mit dieser positiv wie negativ denkwürdigen WM in Budapest. Und es endet mit dem Lösen aller nötigen und möglichen Olympia-Tickets durch Team Deutschland bei den European Games in Minsk.

April

6./7.4.: Zwei erste Plätze durch die Jungen und Schülerinnen sichern Baden-Württemberg die erfolgreiche Verteidigung des Deutschland-Pokals der Jugend in Kellinghusen und Koblenz. Hessen (Mädchen) und Niedersachsen (Schüler) setzen sich in den übrigen Konkurrenzen durch.

21.-28.4.: Zwar gehen alle Titel nach China, aber Budapest erlebt trotzdem eine WM der Überraschungen. Eine fiebrige Erkältung hindert Timo Boll, wesentlichen Anteil daran zu haben. In der von Chinesen freien Turnierhälfte des Einzel-Achtelfinales muss er das Spiel gegen den Koreaner Jang Woojin kampflos abgeben und kann auch im Doppel mit Patrick Franziska nicht die reelle Chance auf einen Medaillengewinn wahrnehmen. Der überragende Titelverteidiger Ma Long entscheidet beide Konkurrenzen für sich.

So bleibt es aus deutscher Sicht bei der Bronzemedaille, die sich Petrissa Solja und Patrick Franziska im Mixed erkämpfen. Im ebenfalls stark besetzten Damen-Feld erreicht Han Ying als Qualifikantin das Achtelfinale, wo sie sich Chinas Weltmeisterin Ding Ning geschlagen geben muss.

27./28.4.: Bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Wiesbaden triumphiert Sophia Klee im Mädchen-Einzel bereits zum dritte Mal in Folge und gewinnt an der Seite ihrer Endspielgegnerin Anastasia Bondareva auch das Doppel. Kay Stumper musste in keinem seiner Einzel über die volle Distanz gehen und dominiert auch das Endspiel gegen Kirill Fadeev in fünf Sätzen. Der Titel im Jungen-Doppel geht an das Baden-Württemberger Duo Tobias Tran/Sven Hennig.

 

Mai

1.-4.5.: Zwar ohne Gold, aber mit sechs Medaillen im Gepäck, kehrt der DTTB-Nachwuchs von den Spanish Junior and Cadet Open zurück. In den Doppeln erreichen Anastasia Bondereva/Franziska Schreiner bei den Mädchen und Naomi Pranjkovic/Jele Storz bei den Schülerinnen das Endspiel.

3.5.: Im Halbfinale der Play-off-Spiele qualifizieren sich Titelverteidiger SV DJK Kolbermoor und ttc berlin eastside für die Endspiele um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Damen.

Das Final-Hinspiel im ETTU-Cup verliert der 1. FC Saarbrücken in Frankreich mit 1:3 bei GV Hennebont TT.

8./9.5.: Beim 49. Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin gelingt in beiden Wettkampfklassen der Jungen durch das Lessing-Gymnasium Düsseldorf  (WK II) und dem Gymnasium Am Rotenbühl Saarbrücken (WK III) die Wiederholung der vorjährigen Erfolge. Die  Sieger bei den Mädchen: Realschule Schwandorf (WK II) und Gymnasium Schwarzenbeck (WK III).

8.-12.5.: Ohne Medaillengewinn bleiben die  deutschen Starter bei den Slovenia Open in Otocec.

8.-11.5.: Mit 430 Teilnehmern weisen die 16. Lasko Slovenia Open das größte Starterfeld in der Geschichte des Para-Tischtennis auf. Einmal Gold sowie je dreimal Silber und Bronze gewinnt die Abordnung des deutschen Behinderten-Sportverbandes.

11.5.: Das 1:3 aus dem Hinspiel kann der 1.FC Saarbrücken zwar egalisieren, verpasst aber durch das schlechtere Satzverhältnis den Einzug in das Endspiel um den ETTU-Cup.

14.-18.5.: Die Croatia Open in Zagreb beendet das Doppel Benedikt Duda/Qiu Dang mit dem Gewinn der Bronzemedaille.

17./19.5 : Der ttc berlin eastside ist wieder Deutscher Mannschaftsmeister der Damen. Nach einem 5:5 im ersten Endspiel beim Vorjahressieger SV DJK Kolbermoor geht der Titel durch den 6:3-Erfolg im Rückspiel zum fünften Mal nach Berlin.

22.-26.5.: Bei den Thailand Open in Bangkok avanciert Ruwen Filus mit seinen Siegen im Einzel und Doppel (an der Seite von Steffen Mengel) zum „König von Thailand“.

22.-26.5.: Das große DTTB-Aufgebot kehrt mit sieben Medaillen von den Polish Junior and Cadet Open zurück. Das einzige Gold holt Franziska Schreiner im Mädchen-Doppel.

24.-26.5.: In Aachen ermitteln 227 Studierende ihre Titelträger bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften. Diese gehen an Katharina Michajlova (Damen) und Liang Qiu (Herren).

25.5.: Die TTF Liebherr Ochsenhausen können in Frankfurt am Main ihren Double-Erfolg von 2004 wiederholen und sichern sich durch einen 3:0-Erfolg über den 1. FC Saarbrücken auch ihren vierten Titel als Deutscher Mannschaftsmeister der Herren.

25./26.5.: Die Chance, den Vorjahrestitel bei den Mannschaftsmeisterschaften der Senioren in Viernheim zu verteidigen, hatten sieben Teams. Das gelang jedoch nur den Herren des TB Oldenburg in der AK 50 und dem RSV Braunschweig bei den Damen in der AK 60. Jeweils ohne Niederlage gehen die Titel in der „Königsklasse 40“ an den TV Hasborn (Damen) und SC Staig (Herren).

28.5.: Bei der Jahreshauptversammlung des Kreises Essen kandidiert Winfried Stöckmann nach 65 Jahren und 335 Tagen nicht mehr für das Amt des Pressewartes. „Damit möglicherweise eine Art Rekord aufgestellt zu wollen, war keineswegs  meine Antriebsfeder, sondern die Lust zu schreiben und die Liebe zum Tischtennissport“, sagt der 87-Jährige. Als DTTB-Chronist bleibt einer der führenden deutschen Tischtennis-Statistiker dem DTTB hoffentlich noch viele Jahre erhalten. Und auch für den Lokalsportteil Essener Zeitungen bleibt er bei ausgewählten Themen aktiv, um seinen Sport weiter im Gespräch zu halten. 

28.5.-2.6.: Bei den China Open in Shenzhen sorgt das Doppel Boll/Franziska im Finale mit dem Sieg über die amtierenden Weltmeister Ma Long/Wang Chuqin für einen Paukenschlag.

30.5.-2.6.: 46 Damen- und 59 Herren-Mannschaften starten bei den Pokalmeisterschaften der Verbandsklassen in Gaimersheim. Der TTV Südbaden stellt mit TTF Rastatt (Damen) und TTFS Hohberg (Herren) die Sieger in beiden A-Klassen

 

Juni

4.-9.6.: Ohne Medaillengewinn bleiben die DTTB-Starter bei den Hongkong Open.

6.6.: Einen Rundlauf-Weltrekord, bei dem 2.074 Kindern aus den Düsseldorfer Grundschulen das Singen mit Tischtennis verbinden, stellt Borussia Düsseldorf auf.

7.-9.6.: Beim Bundesfinale der mini-Meisterschaften in Berlin steht mit der neunjährigen Eva Xintian Gao das jüngste Mädchen auf dem obersten Treppchen. Auch Daniel Schmidt als Sieger der Jungen zeigt sich der Konkurrenz deutlich überlegen.

8.-10.6.: Bei den 40. Deutschen Senioren-Meisterschaften in Erfurt reicht es zwar nicht für alle Favoriten, dieser Rolle gerecht zu werden, aber für die fast 500 Teilnehmer ist Pfingsten doch wieder ein besonderes Erlebnis. Mit je drei Titelgewinnen überragen Inka Dömges (U40) und Jutta Baron (U75). Am Rande der Meisterschaften erfahren die häufigsten DM-Teilnehmer eine besondere Ehrung. Dieter Lippelt war in allen 40 Jahren dabei, und Margret Tepper bringt es auf 39 Starts.
12.-16.6.: Den Siegeslauf des Doppels Benedikt Duda/ Dang Qiu kann bei den Japan Open erst das Weltklasse-Duo Fan Zhendong/Xu Xin im Finale stoppen.

15./16.6.: Bei der 14. Auflage der Deutschen Meisterschaften der Leistungsklassen in Dinklage schafft es niemand in den drei Konkurrenzen, den Vorjahreserfolg des zu wiederholen. In den A-Klassen sichern sich Felicia Behringer bei den Damen sowie Johannes Linnenkohl den Turniersieg 

22./23.6.: Allein den Schülerinnen der NSU Neckarsulm gelingt eine erfolgreiche Titelverteidigung bei den Deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaften. Hertha BSC (Jungen) und TSV Bad Königshofen (Schüler) entthronen mit dem 1. FC Gievenbeck bzw. Borussia Düsseldorf die jeweiligen Vorjahrssieger. Den Titel bei den Mädchen sichert sich der TSV Schwarzenbeck.

22.-29.6.: Nur die Finalniederlage von Han Ying im Damen-Einzel verhindert einen totalen Erfolg des DTTB bei den 2. European Games in Minsk. Timo Boll (Herren-Einzel), Patrick Franziska/Petrissa Solja (Mixed) sowie die Damen- und Herren-Teams dominieren in allen übrigen Wettbewerben und sorgen zusätzlich für die maximale Zahl an Startplätzen für Deutschland bei den Olympischen Spielen 2020.

Von 2002 bis heute: Die DTTB-Chronik von Winfried Stöckmann

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