Die in den letzten Wochen konstant starke Kristin Lang bleibt auf Erfolgskurs mit einem 3:1 über Jessica Göbel und einem klaren Sieg im Doppel mit Sabine Winter gegen Krämer/Göbel (Bild: Dr. Stephan Roscher).
TV Busenbach – SV DJK Kolbermoor 0:6

Kolbermoor ohne Gnade mit Busenbach

Dr. Stephan Roscher 16.03.2019

Allzu viele drastische Ergebnisse hatten wir diese Saison – im Gegensatz zur letzten – bisher nicht. Am Samstagabend jedoch erlebten die Busenbacher Fans im badischen Waldbronn einen völlig humorlosen SV DJK Kolbermoor, der im Eiltempo durchmarschierte und dem TVB in nicht einmal anderthalb Stunden reiner Spielzeit ganze vier Sätze gönnte.

Damit zeigte sich der Titelverteidiger und Cupsieger bestens prepariert für das morgige Topspiel, das „Finale um Platz 2“, in Bad Driburg (14.00 Uhr) und schleuderte den Ostwestfalen schon einmal eine Kampfansage hin. Zudem haben die Oberbayern noch etwas fürs Spielverhältnis getan, was im Ringen um den zweiten direkten Halbfinalplatz – den ersten hat sich der ttc berlin eastside längst gesichert – auch noch wichtig werden könnte.

Kolbermoor spielte von den Doppeln an wie aus einem Guss und war hoch konzentriert. Den Busenbacherinnen gelang es nicht, an die solide Leistung aus dem Hinspiel in Kolbermoor (3:6) anzuknüpfen.

Die Gastgeberinnen konnten nur im vorderen Paarkreuz einigermaßen mithalten und den einen oder anderen Satz gewinnen. Tanja Krämer (gegen Sabine Winter) und Jessica Göbel (gegen Kristin Lang) präsentierten sich recht ordentlich. Die 16-jährige Anastasia Bondareva konnte gegen ihren zukünftigen Klub keine Akzente setzen und unterlag ihrer „Vorgängerin“ bei Kolbermoor, Katharina Michajlova, in drei Sätzen, die allerdings umkämpft waren.

Lang und Kolleginnen haben in dieser Saison noch einiges vor, während man in Busenbach tief durchatmet, wenn die Katastrophensaison 2018/19 vorbei ist – nächsten Sonntag muss man noch zum Kellerduell nach Böblingen und dann ist es ausgestanden.

„Höchststrafe!“, brachte Jessica Göbel das Geschehen knapp, ehrlich und selbstkritisch auf den Punkt. „Das war sicherlich kein Abschluss, wie wir uns ihn zu Hause vorgestellt haben. Speziell im Doppel von Franzi und Nasti und bei Tanja im Einzel wäre mehr drin gewesen. Mit meiner Leistung gegen Kristin kann ich zufrieden sein, aber immer wenn es notwendig war, konnte Sie nochmal ein Schippchen drauflegen.“

Michel Fuchs war mit seinem Quartett natürlich hochzufrieden. „Es war eine gute Leistung heute. Aber gegen Bad Driburg wird es sicher schwerer“, so der Trainer des Topklubs aus Bayern. „Dennoch pusht uns so ein klarer Sieg natürlich ungemein und ist für morgen eine super Motivation. Ich denke, dass es ein Ausrufezeichen in Richtung Bad Driburg ist, die jetzt wissen, dass alle bei uns gut drauf sind und wir morgen da weiter machen wollen, wo wir heute aufgehört haben.“

Das Spiel in der Übersicht 

Krämer/Göbel – Lang/Winter 0:3 (9:11, 4:11, 9:11)

Bondareva/Schreiner – Ganina/Michajlova 1:3 (11:2, 9:11, 9:11, 6:11)

Tanja Krämer – Sabine Winter 2:3 (7:11, 9:11, 11:3, 11:6, 3:11)

Jessica Göbel – Kristin Lang 1:3 (6:11, 12:10, 9:11, 7:11)

Anastasia Bondareva – Katharina Michajlova 0:3 (9:11, 8:11, 10:12)

Franziska Schreiner – Svetlana Ganina 0:3 (5:11, 5:11, 7:11)

Sätze: 4:18 - Bälle: 176:220 – Spieldauer (inkl. Pause): 95 Minuten - Zuschauer: 105

 

Stimmen zum Spiel folgen.

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