Titelfavorit: SV DJK Kolbermoor II (Foto: Verein)
3. Damen-Bundesliga Süd: Vier Aufsteiger kämpfen um den Klassenerhalt

Kolbermoor-Reserve mit klangvollen Namen

Marco Steinbrenner 14.09.2019

Frankfurt am Main. Nach dem dritten Tabellenplatz in der Saison 2018/19 startet der SV DJK Kolbermoor II als heißester Kandidat auf den Meistertitel in der 3. Damen-Bundesliga Süd. So sehen es zumindest die Vereinsverantwortlichen. Als größter Widersacher wird der TSV Schwabhausen II genannt. Im Tabellenkeller werden die Aufsteiger DJK SB Landshut, VfL Sindelfingen sowie die TTG Süßen erwartet.

Große Erfahrung bei den Reserve-Teams aus Kolbermoor und Schwabhausen

„Wir wollen um die Meisterschaft mitspielen“, stellt Michael Fuchs, Abteilungsleiter beim SV DJK Kolbermoor, klar. Die Reserve hat sich gegenüber der vergangenen Spielzeit nochmals verstärkt. Neu dabei sind Anastasia Bondareva (TV Busenbach) und Swathi Giri aus den USA. Bondareva soll jedoch vornehmlich in der 1. Bundesliga zum Einsatz kommen. „Wir haben junge Talente und mit Krisztina Toth sowie Svetlana Ganina erfahrene europäische Spitzenspielerinnen im Team“, ergänzt Fuchs. Die zahlreichen internationalen Verpflichtungen der Damen könnten, so der Abteilungs-Chef, „Auswirkungen auf die Ligaspiele haben. Aufgrund der Jugend fehlt teilweise auch noch die Erfahrung.“

Noch vor dem ersten Spieltag stellt Alexander Yahmed, Cheftrainer beim TSV Schwabhausen, klar: „Laura Tiefenbrunner wurde zwar an Position eins gemeldet, wird jedoch voraussichtlich nicht in der 3. Bundesliga aufschlagen.“ Das Team aus dem Landkreis Dachau setzt sich vielmehr aus Eva-Maria Maier, Christina Feierabend, Sarah Mantz, Cristina Tugui und Sophia Kahler zusammen. „Wir legen den Fokus nicht auf den Meistertitel. Vielmehr wollen wir unsere jungen Spielerinnen fördern. Dieses Konzept betreiben wir seit Jahren.“

Nach dem vierten Rang in der zurückliegenden Saison möchte der TuS Fürstenfeldbruck nach Angaben von Trainerin Sandra Peter „einen Platz im Mittelfeld erreichen und frühzeitig den Nichtabstieg sichern. Mehr kann man aufgrund der aktuellen Verletzungen und Doppelbelastungen mit sowohl Sport als auch Beruf für viele unserer Spielerinnen nicht erwarten.“ Nur Katerina Tomanovska (TTG Bingen/Münster-Sarmsheim) hat den Klub aus Bayern verlassen. Dafür wurden Maria Yovkova (Frankreich), Francesca Vargas (Peru), Haike Zhang (Zorneding), Ronja Brüchert (Fürth) und Camila Castillo (Chile) neu unter Vertrag genommen. „Wir haben ein gutes Klima im Team und junge, ehrgeizige Spielerinnen.“

Der BSC Rapid Chemnitz geht erneut mit zwei Mannschaften ins Rennen. Die Erstvertretung startet ohne personelle Veränderungen und verfügt, so Trainerin Kirstin Neubert, „über viele Jahre Erfahrung in der 3. Bundesliga. Wir sind auf allen vier Positionen sehr ausgeglichen besetzt.“ Die Reserve wird durch Ann-Kathrin Herges (ATSV Saarbrücken) verstärkt. Dafür steht Anelia Lupulesku (Ziel unbekannt) nicht mehr zur Verfügung. „Unsere drei jungen Spielerinnen haben sich zuletzt gut in der Liga etabliert und noch Potential nach oben“, berichtet Neubert. Herges werde dem Trio mit ihrer langjährigen Zweitliga-Erfahrung die notwendige Stabilität geben. Für beide Teams hat Kiristin Neubert das Ziel Nichtabstieg ausgegeben. „Die Liga scheint sehr ausgeglichen zu sein. Wenn alle Mannschaften immer ihre Topspielerinnen einsetzen, wird es eine schwere Aufgabe für uns.“

TTG Süssen strebt eine deutliche Verbesserung an

„Wir streben Platz fünf bis acht an“, verkündet Katharina Sabo, Mannschaftsführerin der TTG Süssen. Mit Livia Drotarova (TSV Betzingen) und Nachwuchstalent Lea Lachenmayer (TTC Frickenhausen) wurde der Tabellenletzte der vergangenen Saison deutlich verstärkt. Die „gute Mischung aus jung und erfahren sowie verschiedene Spielsysteme“ sollen nach Angaben von Sabo dazu beitragen, dass sich das Team im gesicherten Mittelfeld wiederfinden wird.

Mit dem TV 1921 Hofstetten, DJK SB Landshut und SV SCHOTT Jena haben die Teams auf den Plätzen eins bis drei der Regionalliga Süd den Sprung in die 3. Bundesliga geschafft. „Wir hoffen, dass uns die Aufstiegseuphorie in die neue Runde begleitet“, sagt Lothar Wolz, Abteilungsleiter beim Meister aus Hofstetten. Trotz der Neuzugänge Guining Wang, Anqi Jiang (beide China), Eigengewächs Franziska Schreiner (TV Busenbach) und Gaja Mavri (NTK Male/Slowenien) wird als Saisonziel „nur“ der Klassenerhalt ausgegeben. „Das hat keinesfalls etwas mit Tiefstapelei zu tun“, stellt Wolz klar. „Vielmehr wäre dies für uns mit den derzeitigen Personalplanungen ein toller Erfolg.“ Aufgrund ihres anstehenden Abiturs und der Teilnahme an den Jugend-Weltmeisterschaften in Bangkok ist unklar, wie oft Schreiner überhaupt zum Einsatz kommen wird. Offen ist, ob Rikke Skattet bedingt durch ihren Umzug nach Schweden zur Verfügung stehen wird.

Als Aufsteiger zählt nur der Verbleib in der 3. Bundesliga

Katharina Teufl, Mannschaftsführerin in Landshut, muss bei der Formulierung des Saisonvorhabens nicht lange nachdenken. „Wir wollen die Liga halten und in jedem Spiel das bestmögliche rausholen.“ Nachwuchsspielerin Fanni Harasztovic (Statisztika Budapest) schlägt nunmehr beim Sportbund auf. Als großes Plus nennt Teufl den starken Zusammenhalt innerhalb des Teams. „Sonst hätten wir in der zurückliegenden Spielzeit nicht so gute Ergebnisse erzielt. Außerdem unterstützt uns auch der komplette Verein – egal in welcher Hinsicht. Das macht uns stolz.“

„Als Aufsteiger kann unser Ziel nur der Klassenerhalt sein, zumal die Liga so stark wie nie zuvor besetzt ist“, sagt Jenas Abteilungsleiter Andreas Amend. Yousra Helmy (Ägypten), Natalia Grigelova (SKST Banik Havirov/Tschechien) und Maya Kunats aus Weißrussland verstärken den Neuling. Dafür verließen Martina Adamekova und Alksandra Paszek den Verein in das für Amend unbekannte Ausland. „Wir haben ein neu formiertes Team, das sich erst finden muss.“ Talent Katharina Bondarenko-Getz fällt aktuell aus gesundheitlichen Gründen für einen noch unbekannten Zeitraum aus.

Als Meister der Regionalliga Südwest ist der VfL Sindelfingen in die 3. Bundesliga zurückgekehrt. Trainer Oliver Appelt bleibt Realist und gibt den Nichtabstieg als Ziel aus. Dazu sollen die mannschaftliche Geschlossenheit und der Teamgeist beitragen. Mit Eva Jurkova (Slowakei) und Eva Rentschler (TTC Dietlingen) verstärken zwei Spielerinnen die Mannschaft. Sandra Koziol hat sich nach Polen verabschiedet. Mit Jasmin Lorenz-Kovacs und Melanie Strese stehen weiterhin zwei Eigengewächse im Team.

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