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Starker Auftritt von Chantal Mantz (Foto: MaJo-Foto)
Deutsches Halbfinale Shan vs Winter/ Duda will den Titel / Silber im Mixed für Hippler/Schreiner

Chantal Mantz nach Krimi gegen Dauerbrennerin Nixi im Halbfinale

MS 14.01.2022

Düsseldorf. Titelverteidiger Benedikt Duda, Shan Xiaona, Sabine Winter und Chantal Mantz haben beim dem ersten von zwei WTT-Feeder-Turnieren im Januar im Deutschen Tischennis-Zentrum (DTTZ) in Düsseldorf das Halbfinale im Einzel erreicht. Aus den starken Leistungen der Deutschen stach besonders der 4:3-Erfolg der Langstädterin Mantz über die an Position zwei gesetzte WM-Doppel-Bronze-Medaillengewinnerin Ni Xia Lian (Luxemburg) hervor. Der erste Feeder-Titel 2022 geht diesmal nach Österreich: Robert Gardos/Karoline Mischek setzten sich im Finale gegen das DTTB-Duo Tobias Hippler/Franziska Schreiner durch, das im Dezember die Feeder-Weltpremiere gewonnen hatte.

Chantal Mantz mit erfolgreicher Aufholjagd

Mannschafts-Europameisterin Chantal Mantz trumpfte im Viertelfinale gegen ihre 33 Jahre ältere Kontrahentin Ni Xia Lian groß auf, die in der Weltrangliste auf Position 40 um 153 Positionen besser eingestuft ist als die Langstädterin. Luxemburgs Dauerbrennerin, in der Szene nur "Nixi" gerufen, erarbeitete sich gegen die U21-Europameisterin von 2017 zwar dreimal (1:0, 2:1, 3:2) Satzführungen, musste der stark spielenden und nie aufsteckenden Deutschen Vizemeisterin jedoch am Ende des Siebensatz-Krimis zum 13:11-Erfolg im Entscheidungsssatz gratulieren. Die Hessin freute sich über den Favoritinnensturz: "Ich wusste, dass es gegen Nixi ein sehr schweres Match mit sehr langen Ballwechseln wird, aber ich war gut auf sie vorbereitet." Mantz spielt nun am Samstag gegen die ihr bestens bekannte Slowakin Barbora Balazova um den Einzug ins Finale: "Gegen Balazova wird es im Halbfinale nicht einfach, wir kennen uns aus dem Training sehr gut. Wie heute werde ich einfach versuchen, um jeden Ball zu kämpfen und ein gutes Match zu spielen."

Deutschland hat eine Finalistin sicher

Eine Endspielteilnehmerin hat Deutschland am Samstagnachmittag im Einzel-Finale aber bereits sicher. Denn zum Auftakt um 10 Uhr treffen im ersten Vorschlussrundenmatch die Berlinerin Shan Xiaona und Sabine Winter aufeinander, die beide ohne Satzverlust in das Halbfinale spazierten. Die topgesetzte Shan besiegte die junge Slowakin Tatiana Kukulkova, Winter ließ der Serbin Izabela Lupulesku keine Chance. Shan Xiaona war zufrieden mit ihrer Leistung: "Die beiden ersten Sätze waren nicht so einfach, danach lief es aber." Die Turnierfavoritin und Doppel-Europameisterin erwartet am Samstag ein offenes Duell der  Nationalmannschaftskolleginnen gegen Winter: "Das Halbfinale gegen Sabine wird aber natürlich viel schwerer, da werde ich sehr gut spielen müssen." Sabine Winter ist bislang in Düsseldorf mit ihrer Form zufrieden und geht gelassen in das Halbfinale: "Ich freue mich, unter den besten Vier zu stehen. Bislang habe ich ein gutes Turnier gespielt. Gegen meine Nationalmannschaftskollegin Chantal Mantz wird es natürlich ein sehr schwieriges Match, aber ich habe in der Vergangenheit auch schon gewonnen. Ich hoffe, es wird ein gutes Spiel zwischen uns und am Ende soll dann einfach die Bessere gewinnen."

Titelverteidiger Duda dicht vor dem Aus gegen Meissner

Sieben hochklassige Sätze lieferte das deutsche Herren-Viertelfinale zwischen dem Weltranglisten-43. Benedikt Duda und seinem 21 Jahre alten Herausforder Cedric Meissner. Der Bad Homburger, der gestern schon gegen den 169 Plätze besser notierten Weltranglisten-80. Joao Geraldo starke Form bewies, hatte heute gegen den Deutschen Meister Duda den zweiten Favoritensturz auf dem Schläger. Nach einer 2:0- und 3:1-Satzführung ließ der Linkshänder jedoch seine Chancen zum Sieg in Durchgang sechs (12:14) ungenutzt, im siebten dominierte dann endgültig der sechs Jahre ältere Titelverteidiger aus Bergneustadt, der nun im Halbfinale am Samstag auf den Puertoricaner Brian Afanador trifft. Duda lässt keine Zweifel an seiner Zielsetzung für den Schlusstag: "Cedi hat heute sehr stark gespielt. Er war von Anfang sehr aggressiv und hat die Bälle sehr früh genommen, hat auch ziemlich smart gespielt. Damit hat er mich überrascht. Ich habe einfach versucht, die Bälle auf den Tisch zu bringen und irgendwann hat er begonnen, auch leichtere Fehler zu machen. Am Ende habe ich dann glücklicherweise noch gewonnen. Jetzt aber stehe ich Halbfinale und will natürlich am Samstag meinen Titel verteidigen." Im zweiten Vorschlussrundenspiel stehen sich der topgesetzte Österreicher Robert Gardos und der Engländer Samuel Walker gegenüber.

Tobias Hippler und Franziska Schreiner verpassen Titelverteidigung

Tobias Hippler und Franziska Schreiner haben ihren bei der Feeder-Weltpremiere im Dezember in Düsseldorf gewonnenen Titel nicht verteidigen können. Die amtierenden Deutschen Meister durften zwar im Mixed-Finale gegen die österreichische Kombination Robert Gardos/Karoline Mischek lange von einem erneuten Triumph träumen, im Endspurt setzten sich dann aber der zweimalige Doppel-Europameister an der Seite seiner Partnerin mit 11:8 im Entscheidungssatz durch. Der 22-jährige Hippler vom Zweitligisten 1. FC Köln muss somit nach dem Gewinn des WTT Contenders letzten August in Budapest im Doppel an der Seite von Kilian Ort (TSV Bad Königshofen) und dem Feeder-Erfolg im Mixed im Dezember mit der Langstädterin Franziska Schreiner vorerst auf seinen dritten WTT-Titel warten. Eine Bronzemedaille im Doppel gab es für das Duo Ricardo Walther/Fanbo Meng (Grünwettersbach/Fulda), das allerdings wegen einer Fußverletzung von Walther nicht zu seinem Halbfinalspiel antreten konnte.

Sämtliche Begegnungen des Schlusstages sind im Livestreaming auf dem WTT-Youtube-Kanal zu sehen.

Die Ergebnisse der Deutschen am Freitag

Mixed, Halbfinale
Tobias Hippler/Franziska Schreiner - Jordy Piccolin/Valentina Roncallo ITA 3:0 (9,15,5)

Herren-Doppel, Halbfinale
Ricardo Walther/Fanbo Meng - Diogo Chen/Florian Bourassaud POR/FRA 0:3 (Wertung, Walther konnte wegen einer Fußverletzung nicht antreten)

Damen-Einzel, Viertelfinale
Shan Xiaona - Tatiana Kukulkova SVK 4:0 (9,9,5,7)
Sabine Winter - Izabela Lupulesku SRB 4:0 (5,7,9,2)
Chantal Mantz - Ni Xia Lian LUX 4:3 (-9,1,-8,9,-7,9,11)

Herren-Einzel, Viertelfinale
Benedikt Duda - Cedric Meissner 4:3 (-5,4,-2,-7,9,12,2)

Mixed, Finale
Tobias Hippler/Franziska Schreiner - Robert Gardos/Karoline Mischek AUT 2:3 (9,-7,6,-9,-8)

Die Spiele am Samstag

Damen-Einzel, Halbfinale
Shan Xiaona - Sabine Winter (10 Uhr)
Chantal Mantz - Barbora Balazova SVK (10.45 Uhr*)

Herrren-Einzel, Halbfinale
Robert Gardos AUT - Samuel Walker ENG (11.30 Uhr*)
Benedikt Duda - Brian Afanador PUR (12.15 Uhr*)

Damen-Doppel, Finale (16 Uhr)
Mateja Jeger/Ivana Malobabic CRO - Hana Arapovic/Polina Trifonova CRO/BUL

Herren-Doppel, Finale (ca. 16.35 Uhr*)
Diogo Chen/Florian Bourassaud POR/FRA - Esteban Dorr/Felix Lebrun FRA

Damen-Einzel, Finale (ca. 17.10 Uhr*)

Herren-Einzel, Finale (ca. 17.55 Uhr*)

*Die Begegnungen des Schlusstages werden in zwei Tagesabschnitten hintereinander ausgetragen. Die mit einem Stern versehenen Zeiten können sich nach vorne oder nach hinten verschieben.


Die acht Topgesetzten im Einzel beim Düsseldorf-Feeder

Herren-Einzel
1. Robert Gardos, Österreich, Weltrangliste: 26
2. Benedikt Duda, Bergneustadt/Deutschland, 43
3. Alberto Mino, Ecuador, 76
4. Joao Monteiro, Portugal, 79
5. Joao Geraldo, Portugal, 80
6. Brian Afanador, Puerto Rico, 85
7. Ricardo Walther, Grünwettersbach/Deutschland, 93
8. Samuel Walker, England, 99

Damen-Einzel
1. Shan Xiaona, Berlin/Deutschland, 38
2. Ni Xia Lian, Luxemburg, 40
3. Barbora Balazova, Slowakei, 52
4. Amelie Solja, Österreich, 86
5. Sabine Winter, Schwabhausen/Deutschland, 88
6. Yousra Helmy, Ägypten, 89
7. Daria Trigolos, Belarus, 93
8. Natalia Bajor, Polen, 94

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