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Sieg beim bisher besten Spiel seiner Karriere: Cedric Meissner (Foto: Steinbrenner)
"Ich konnte es gar nicht glauben, als der Ball noch von der Netzkante auf seine Seite getropft ist."

Meissner beendet Franziskas Traum vom ersten NDM-Titel

SH 29.02.2020

Chemnitz. Cedric Meissner strahlte: „Dieser Sieg fühlt sich super an. Ich konnte es gar nicht glauben, als der Ball noch von der Netzkante auf seine Seite getropft ist.“ Wenige Minuten zuvor hatte der 19-jährige Mainzer Zweitliga-Akteur Topfavorit Patrick Franziska besiegt, den zweifachen European-Games-Champion, mehrfachen Europameister, WM-Dritten im Mixed und Olympia-Kandidaten für Tokio.

Nervös sei er eigentlich erst nach dem Spiel gewesen, beschreibt Meissner, der dem DTTB-U23-Kader angehört und im DTTZ in Düsseldorf trainiert. „Er ist der bessere Spieler. Vorher hätte ich gesagt, dass er von zehn Spielen zehn gewinnt.“ Ins Spiel sei „Ceddy“ respektvoll, aber ohne Angst vorm großen Namen gegangen. Das merkten die Zuschauer in der gut gefüllten Richard-Hartmann-Halle nicht zuletzt an den letzten drei Ballwechseln der Partie bei drei Matchbällen für Meissner. Beim Stand von 10:7 umlief der Deutsche Jugend-Meister von 2018 mit der Vorhand und zog den Ball deutlich über den Tisch. Auch beim eigenen Aufschlag im Anschluss riskierte er alles mit Überschnitt und lang in Franziskas Vorhand (Meissner: „Wenn er kommt, mache ich wahrscheinlich den Punkt, wenn nicht, dann eben nicht.“), der allerdings ins Aus ging. Und sein verwandelter Matchball war schließlich ein Netzball, der unerreichbar in der gegnerischen Hälfte landete. Meissner ist sich bewusst, was mit den Ausschlag für seinen Erfolg gab: „In den entscheidenden Situationen heute hatte ich einfach Glück.“

Um 20:30 Uhr Viertelfinale gegen Mengel

Schon zuvor hatte der Youngster Patrick Franziska in dieser Partie überrascht, den viele World-Tour-, Bundesliga- und Champions-League-Einsätze in den vergangenen Wochen müde gemacht hatten, ging mit 3:1 Sätzen in Führung. Im zweiten Satz montierte der Weltranglisten-14., Franziska, den Aufschlag seines Kontrahenten. Nicht zum letzten Mal. Es ging um den senkrechten Ballwurf und ums Verdecken. Meissner dazu: „Es ist für Rechtshänder immer schwer, den Aufschlag von Linkshändern zu sehen. Für mich als Linkshänder ist das umgekehrt genauso.“

Wie weit es für Cedric Meissner noch gehen kann? Das Viertelfinale um 20:30 Uhr gegen Steffen Mengel, den nationalen Meister von 2013, ist die nächste Herausforderung. „Das wird für mich wahrscheinlich noch schwerer“, mutmaßt Meissner. „Wir trainieren ab und an gemeinsam, und ich sehe seine Aufschläge auch nicht gut. Der Aufschlag wird wohl auch im nächsten Match noch Thema bleiben.“

Mehrere Favoriten mühten sich im Achtelfinale. Das Duell der Exil-Sachsen entschied Alexander Flemming (Hilpoltstein) gegen Benno Oehme (Fulda-Maberzell) ebenso in nur sieben Sätzen für sich wie Düsseldorfs Ricardo Walther die Partie gegen den Jülicher Dennis Klein. Bergneustadts Benedikt Duda benötigte im WTTV-internen Match gegen Gerrit Engemann aus Hamm sechs Sätze. Der an acht gesetzte Erik Bottroff (Dortmund) musste sich dem Baden-Württemberger Julian Mohr geschlagen geben.

Herren-Einzel, Viertelfinale um 20:30 Uhr
Cedric Meissner - Steffen Mengel
Ricardo Walther - Julian Mohr
Dang Qiu - Kilian Ort
Benedikt Duda - Alexander Flemming

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