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Nina Mittelham und Dang Qiu sind Europameister (Foto: MS)
EM-Medaille Nummer 125 für Deutschland / Glatter Drei-Satz-Erfolg über topgesetze Slowaken

Mixed Qiu/Mittelham auf dem Thron Europas

MS 25.06.2021

Warschau. Drei Jahre nach dem Triumph der Abwehrasse Ruwen Filus und Han Ying kommen auch die neuen Europameister wieder aus Deutschland. Nina Mittelham und Dang Qiu besiegten in der Warschauer Torwar Arena im Finale des Gemischen Doppels die topgesetzten Slowaken Lubomir Pistej/Barbora Balazova mit 3:0 und einer ebenso konzentrierten wie spielerisch starken Leistung in weniger als einer halben Stunde.

Für Nina Mittelham ist es nach dem Gewinn des Titels im Doppel vor drei Jahren mit Kristin Lang die zweite Goldmedaille bei Europameisterschaften, für EM-Debütant Dang Qiu ist es entsprechend die erste. Für Deutschland ist es der 45. Goldmedaillengewinn insgesamt bei den seit 1958 ausgetragenen kontinentalen Meisterschaften.

Goldmedaillen und Trophäen erhielt das deutsche Duo aus den Händen des deutschen ITTF-Präsidenten Thomas Weikert. Gleich über zwei Bronzemedaillen konnten sich die Franzosen freuen: Simon Gauzy/Prithika Pavade, die das Turnier für das DTTB-Olympia-Duo Patrick Franziska/Petrissa Solja im Viertelfinale beendet hatte, sowie die bei dieser EM an zwei gesetzten Emmanuel Lebesson/Yuan Jia Nan.

Goldmedaille redlich verdient

Im Finale zeigten sich die neuen Europameisterinnen den Favoriten von Beginn an deutlich überlegen und setzten sich mit 11:9, 11:8 und 11:6 durch. Nach dem Triumph war die Freude überschwenglich bei Dang Qiu: "Europameister zu werden ist einfach das Größte. Das ist der wichtigste Titel auf dem Kontinent, das ist überwältigend. Es gibt keine Siege in meiner Karriere, die sich besser angefühlt haben. Damit gerechnet hatten wir nicht, auch wenn wir wussten, dass eine Chance da ist."

Nina Mittelham stand ebenfalls die Freude über den Titel ins Gesicht geschrieben, das Strahlen wollte nicht mehr weichen: "Europameister im Mixed zu werden hatte ich wirklich nicht auf der Rechnung. Es fühlt sich total unwirklich an. Ich wusste, dass wir gut spielen, aber den Titel zu holen ist noch einmal etwas anderes. Ich bin mega happy und bedanke mich bei Dangi, dass er mich da durchgezogen hat mit seinem Vorhand-Flip."

Auch Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp mochte es kaum glauben und freute sich für ihr Schützlinge: "Hätte man mich vorher gefragt, ob die beiden Europameister werden können, hätte ich ehrlicher wohl geantwortet: Weit kommen, eine Medaillen gewinnen, ja. Aber Europameister werden, nein, diesmal noch nicht. Aber die beiden haben mich eines Besseren belehrt und die Art und Weise, wie sie dieses Finale gewonnen haben, war sehr beeindruckend."

Nina Mittelham und Dang Qiu haben sich ihren Erfolg mit glänzenden Leistungen redlich verdient. Die beiden 24-Jährigen spielten als gemischtes Doppel eine herausragende EM und warfen hochkaräte Kontrahenten aus dem Titelrennen. So beherrschten sie unter anderem die Titelaspiranten Ovidiu Ionescu/Bernadette Szocs (Rumänien) nach einem 0:2-Satzrückstand noch klar und wehrten in einem Halbfinalkrimi gegen Frankreichs Ex-Europameister Lebesson an der Seite von Yuan vier Matchbälle ab.

Medaille Nummer 125 für Deutschland

Der Finalerfolg von Dang Qiu und Nina Mittelham bedeutet in der der Historie der seit 1958 ausgetragenen Europameisterschaften den vierten Titelgewinn für Deutschland in diesem Wettbewerb. Deutschland baut damit seine EM-Erfolgsbilanz auf nun 125 Medaillen aus, aufgeteilt in 45 goldene, 26 silberne und 54 bronzene. Vor Qiu/Mittelham hatten sich 1962 Inge Harst an der Seite des Schweden Hans Alser sowie 1978 und 2018 die Duos Wilfried Lieck/Wiebke Hendriksen bzw. Ruwen Filus/Han Ying in die Siegerliste des Mixed-Wettbewerbs eingetragen.


DIE ERGEBNISSE

Finale
Dang Qiu/Nina Mittelham - Lubomir Pistej/Barbora Balazova SVK 3:0 (9,8,6)

Halbfinale
Dang Qiu/Nina Mittelham - Emmanuel Lebesson/Yuan Jia Nan FRA 3:2 (12,7,-4,-5,11)
Lubomir Pistej/Barbora Balazova SVK - Simon Gauzy/Prithika Pavade FRA 3:2 (7,-9,-7,11,4)

 

 

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