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Nina Mittelham/Sabine Winter (Foto: ITTF)
Am Montag um 10 Uhr gegen Frankreich

Mixed Team World Cup: Deutschland besiegt Rumänien mit 8:5

MS 30.11.2025

Chengdu. Deutschland ist mit einem überaus hart erarbeiteten 8:5-Auftakterfolg über Rumänien erfolgreich in den Mixed Team World Cup in Chengdu (30.11.–7.12.) gestartet. In der Gruppe 4 kommt es damit morgen zur vorgezogenen Entscheidung um den Gruppensieg gegen Europameister Frankreich, der das ersatzgeschwächte Brasilien mit 8:0 abfertigte.

Deutschland nach dem Auftaktmixed im Rückstand

Gegen Rumänien, das bei den Damen und Herren bei der Team-EM im Oktober mit zweiten Plätzen überzeugte, hatte das deutsche Team erwartungsgemäß heftigen Widerstand zu brechen. In dem spannenden Turniersystem, in dem ein einzelnes Spiel aus drei Sätzen besteht und der Gewinn eines jeden Durchgangs einen Punktgewinn bedeutet, siegt die Mannschaft, die zuerst den achten Punkt erreicht.

Winter und Duda bringen Deutschland über die Einzel in Führung

Im Mixed gelang es den EM-Dritten Patrick Franziska und Annett Kaufmann nicht, ihre Mannschaft in Führung zu bringen. Ihnen gelang gegen das Weltklasse-Duo Bernadette Szöcs/Ovidiu Ionescu nur ein Satzgewinn. Anschließend sorgte Champions-Montpellier-Finalistin Sabine Winter gegen Elizabeta Samara im Einzel mit ihrem 2:1 jedoch sofort für den zwischenzeitlichen Ausgleich, bevor Benedikt Duda mit einem 2:1 über Eduard Ionescu für die wichtige 5:4-Führung der DTTB-Auswahl vor den Doppelspielen sorgte.

Die Doppel sichern den Sieg

Zunächst standen sich im Damen-Doppel im vierten Spiel die Kombinationen Nina Mittelham/Sabine Winter und Samara/Szöcs gegenüber und bauten die deutsche Führung auf 7:5 aus. Im Herren-Doppel waren es anschließend Dang Qiu und Benedikt Duda, die mit dem Gewinn des ersten Satzes gegen Ovidiu und Eduard Ionescu den 8:5-Endstand herstellten.

Jörg Roßkopf und Zoltan Batorfi mit dem Auftakt nicht unzufrieden

Für Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf war es das erwartete schwere Match: „Rumänien ist EM-Zweiter mit beiden Mannschaften und somit im Mixed World Cup ein sehr starker Gegner. In dem System steht man in jedem Moment sehr unter Druck, da jeder Satz, jeder Punkt am Ende den Ausschlag geben kann. Wir haben das aber ganz gut gemeistert. Morgen gegen Frankreich wird es eine interessante Partie, auf die wir uns freuen.“ Zoltan Batorfi, der Assistenz-Bundestrainer der Damen, ergänzte: „Rumänien ist eine sehr unangenehme Mannschaft und hat uns einen sehr harten Fight geliefert. Wir haben uns aber am Ende verdient durchgesetzt. Es war eine starke Teamleistung und wir sind zufrieden, aber wir können sicherlich alle noch besser spielen, als wir das heute getan haben.“

Deutschland in Bestbesetzung am Start
Bei der dritten Auflage des Turniers geht Deutschland erstmals in Bestbesetzung an den Start. Das DTTB-Aufgebot besteht aus den Team-Europameisterinnen Sabine Winter, Annett Kaufmann und Nina Mittelham sowie aus Ex-Europameister Dang Qiu, dem EM-Zweiten Benedikt Duda und dem Saudi-Smash-Finalisten Patrick Franziska. Durch die Aufnahme eines Mixed-Team-Wettbewerbs in den Tischtennis-Wettbewerb der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles vergrößerte sich die Attraktivität des 2023 erstmals ausgetragenen World Cups noch einmal erheblich.

Die Erst- und Zweitplatzierten der vier Vorrundengruppen erreichen die zweite von drei Turnierstufen. Deutschland trifft am Montag um 10 Uhr MEZ auf Europameister Frankreich, der ebenfalls in Bestbesetzung – unter anderem mit den Brüdern Felix und Alexis Lebrun sowie Simon Gauzy – antritt. In der Nacht von Montag auf Dienstag um 3 Uhr folgt das abschließende Duell mit Brasilien.

Etappenziel zweite Stufe
Beim Mixed Team World Cup treten gemischte Mannschaften aus insgesamt 16 Nationen am Austragungsort der Weltmeisterschaften 2022 gegeneinander an, um den Titel auszuspielen. Topfavorit ist Titelverteidiger China, der sowohl bei den Damen als auch bei den Herren mit den Weltmeister-Teams und vor heimischem Publikum mit seinen Topstars antritt.

Erstes Etappenziel der DTTB-Auswahl ist das Erreichen der zweiten Stufe, in der die besten acht Mannschaften aufeinandertreffen. Dort soll der Sprung in die Endrunde folgen. Aus den vier Vorrundengruppen qualifizieren sich jeweils die Erst- und Zweitplatzierten für die nächste Phase im Modus „jeder gegen jeden“, wobei die Ergebnisse aus der Vorrunde übertragen werden. In der dritten Phase wird im K.-o.-System unter den vier besten Teams der Titel ausgespielt.

Das Spielsystem
Das Spielsystem weicht von der üblichen Norm ab. Eine Mannschaft gewinnt, sobald sie acht Sätze für sich entscheidet. Jedes Mannschaftsspiel besteht aus maximal fünf Begegnungen, die jeweils über drei Sätze ausgetragen werden, sodass das Resultat pro Begegnung entweder 3:0 oder 2:1 lautet.

Den Auftakt eines jeden Mannschaftskampfs bildet ein gemischtes Doppel, gefolgt von je einem Damen- und Herren-Einzel. Ist das Match zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden, folgen zwei Doppel. Die Reihenfolge, in der Damen- und Herren-Doppel ausgetragen werden, bestimmt der Mannschaftsführer des in der Weltrangliste schlechter platzierten Teams.

Gruppe 4
Deuschland,
Frankreich, Rumänien, Brasilien
1. Gruppenspieltag am 30. November
Deutschland – Rumänien 8:5
Annett Kaufmann/Patrick Franziska – Bernadette Szöcs/Ovidiu Ionescu 1:2 (9,-8,-9)
Sabine Winter – Elizabeta Samara 2:1 (5,8,-8)
Benedikt Duda – Eduard Ionescu 2:1 (5,4,-8)
Sabine Winter/Nina Mittelham – Bernadette Szöcs/ Elizabeta Samara 2:1 (-12,6,9)
Benedikt Duda/Dang Qiu – Ovidiu Ionescu/Eduard Ionescu 1:0 (7)

2. Gruppenspieltag am 1. Dezember
Deutschland – Frankreich 10 Uhr MEZ, Tisch 1
Rumänien - Brasilien 10 Uhr MEZ, Tisch 2
3. Gruppenspieltag am 2. Dezember
Deutschland – Brasilien 3 Uhr MEZ, Tisch 2
Frankreich - Rumänien 10 Uhr MEZ, Tisch 1

Die übrigen Gruppen
Gruppe 1
China, Ägypten, Hongkong, Chile
Gruppe 2
Japan, Indien, Australien, Kroatien
Gruppe 3
Südkorea, Taiwan, Schweden, USA

ITTF Mixed Team World Cup 2025

Das DTTB-Aufgebot in Chengdu

Damen: Sabine Winter (TSV Dachau), Annett Kaufmann (SV DJK Kolbermoor), Nina Mittelham (ttc berlin eastside).
Herren: Dang Qiu (Borussia Düsseldorf), Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt), Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken-TT)
Trainer: Jörg Roßkopf (Herren-Bundestrainer), Zoltan Batorfi (Assistenz-Bundestrainer Damen)

Zum Spielsystem

  • Stufe 1

Die Gruppenphase wird mit 4 Gruppen á 4 Mannschaften ausgetragen. Alle Mannschaften einer Gruppe spielen gegeneinander.

  • Stufe 2

In Stufe 2 treten alle Gruppensieger und alle Gruppenzweiten der Stufe in einer einzigen Gruppe mit insgesamt acht Mannschaften gemeinsam an. Auch diesmal spielen alle Mannschaften gegeneinander, mit einer Ausnahme. Die Begegnungen zwischen den Gruppenersten und Gruppenzweiten der Stufe 1 werden in die Stufe 2 übernommen.

  • Stufe 3

Die Stufe drei wird im K.-o.-System mit Halbfinale und Finale ausgetragen. Im Halbfinale treffen der Erstplatzierte und der Viertplatzierte bzw. der Zweitplatzierte und der Drittplatzierte der Stufe zwei aufeinander. Der dritte Platz wird ausgespielt.

Zum Modus der Matches

  • Eine Mannschaft besteht aus 3 oder 4 Spielern pro Geschlecht.
  • Alle Spiele gehen über insgesamt drei Sätze, enden also entweder 3:0 oder 2:1.
  • Die Mannschaft, die zuerst acht Sätze gewonnen hat, ist Sieger des Spiels.
  • Die Anzahl der Spieler beider Teams auf dem Spielbogen muss übereinstimmen.
  • Jeder Spieler darf maximal 2 Spiele (1 Doppel und 1 Einzel) pro Mannschaftsspiel bestreiten.
  • Im dritten Satz eines jeden Spiels müssen die Spieler oder Paare die Seiten wechseln, wenn ein Spieler oder ein Paar fünf Punkte erzielt hat.

Die Spielreihenfolge eine Mannschaftspiels lautet wie folgt

  1. Mixed-Doppel
  2. Damen-Einzel
  3. Herren-Einzel
  4. Damen-Doppel*
  5. Herren-Doppel*

Nur falls nach dem Herren-Einzel noch keine Entscheidung gefallen ist, kommt es zu einem oder zwei weitere Doppel-Spielen. Die Reihenfolge der beiden letzten Spiele wird vor dem Spiel durch den Mannschaftsführer der schlechter in der Weltrangliste platzieren Mannschaft festgelegt.

 

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