Dang Qiu (Foto: Haubner)
Der ASV Grünwettersbach vor dem Liebherr Pokal-Finale 2018/19 am 5. Januar

Nächste Überraschung in Neu-Ulm?

TTBL Sport GmbH 19.12.2018

Fulda/Grünwettersbach. In der Tischtennis Bundesliga (TTBL) ist der ASV Grünwettersbach zwar nur Vorletzter, unterstrich mit dem überraschenden Pokalerfolg gegen Düsseldorf jedoch eindrucksvoll seine Ambitionen für das Liebherr Pokal-Finale 2018/19. Wir werfen noch einmal einen Blick auf die Badener, die am 5. Januar auf den SV Werder Bremen treffen.

Nein, 2018/19 ist bisher wirklich nicht die Saison des ASV Grünwettersbach. Zumindest nicht in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Zwar musste man kein Prophet sein, um zu erahnen, dass der Abgang des Japaners Masataka Morizono eine große Lücke reißen wird, mit einem ersten Halbjahr wie diesem dürften jedoch die nur die wenigsten gerechnet haben. Denn die Badener liegen nach 13 Spieltagen nur auf dem 10. und damit vorletzten Tabellenplatz. Siege bisher: magere zwei. Weniger Punkte – nämlich gar keine – holte bislang nur Aufsteiger TTC indeland Jülich.

Auffällig ist vor allem die Art und Weise, wie die zahlreichen Niederlagen zustande kamen. Da war der Saisonauftakt bei den TTF Liebherr Ochsenhausen, als die Mannschaft von Trainer Rade Markovic bereits mit 2:0 führte und am Ende doch noch mit 2:3 verlor, da war das Rückspiel Anfang Dezember, in dem sich genau dieser Spielverlauf vor heimischem Publikum wiederholte, und da war das Heimspiel gegen Borussia Düsseldorf am vergangenen Spieltag, das nach einer 2:0-Führung ebenfalls 2:3 endete. Insgesamt verlor der ASV fünf Partien im Schlussdoppel. „Das hat sich jeder von uns natürlich anders vorgestellt“, gibt Ricardo Walther zu. „Wir haben dreimal eine 2:0 Führung nicht nach Hause gekriegt, und in anderen Spielen auch große Chancen liegen gelassen.“

Pokalsieg rettet die Saison

Walther und seine Teamkollegen hätten das Jahr vermutlich längst abgehakt, wäre da nicht der 16. November gewesen. „Der Pokalsieg gegen Düsseldorf rettet unsere Saison enorm“, so Walther. „Natürlich war das nur ein Sieg, aber gegen Düsseldorf, mit Timo Boll, vor ausverkaufter Halle – das war einmalig für uns und für den gesamten Verein.“ In der Liga schlug Walther seinen Nationalmannschaftskollegen Boll drei Wochen später übrigens erneut und ist in einer für ihn bisher allenfalls soliden Saison mit einer Bilanz von 7:7 immerhin zweitbester ASVler.

Denn vor ihm steht in der Spielerrangliste nur Neuzugang Sathiyan Gnanasekaran (6:4), der mit seinem ersten Halbjahr im ASV-Trikot durchaus zufrieden sein kann. Ganz anders sieht die Sache bei Routinier Bojan Tokic aus. Der 37-Jährige, im Sommer aus Saarbrücken gekommen, ist bislang nicht die erhoffte Verstärkung im Team und verließ erst nach drei Einzeln die Box als Sieger. Zwar gewann auch Dang Qiu bisher nur drei Einzel (3:7), überzeugte jedoch unter anderem mit Siegen gegen Simon Gauzy und Kristian Karlsson. Auch gegen Boll musste sich der einzige Penholder-Spieler der Liga zuletzt nur knapp geschlagen geben.

Am kommenden Freitagabend (19 Uhr) kommt schon einmal zur Generalprobe für den 5. Januar. Dann ist der ASV am 14. Spieltag beim SV Werder Bremen zu Gast ist – und kann zeigen, dass Tabellenplatz zehn nicht dem tatsächlichen Leistungsvermögen der Mannschaft entspricht.

Grünwettersbachs Aufgebot in der Übersicht

1. Ricardo Walther GER (Alter: 27, TTBL-Bilanz: 7:7, Weltrangliste: 37.)
2. Bojan Tokic SLO (37, 3:9, 49.)
3. Sathiyan Gnanasekaran IND (25, 6:4, 31.)
4. Dang Qiu GER (22, 3:7, 134.)

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