Das ist der elfte Titel. Glückwunsch an Timo Boll. (Foto: Schillings)

NDM 2017: Timo Boll und Kristin Silbereisen Deutscher Meister - Jetzt NDM im Livestream und Ticker verfolgen

BP 05.03.2017

Bamberg. Wer wird Nachfolger von Kristin Silbereisen und Patrick Baum? Holt Timo Boll seinen elften und Shan Xiaona ihren dritten Titel? Fragen, die heute am Finaltag in der BROSE ARENA beantwortet werden. Die Spiele können Sie im Ticker oder Livestream verfolgen.

 

Silbereisen mit beeindruckender Aufholjagd

Bei den Damen gab es im Endspiel dann doch eine kleine Überraschung. Das Duell der Freundinnen, Doppelpartnerinnen und zweifachen Deutschen Meisterinnen Shan Xiaona (Berlin) und Kristin Silbereisen (Kolbermoor) konnte letztere in einem packenden Finale mit 4:2 gewinnen. „Ich bin nicht traurig, Kristin hat heute super gespielt und mir hat teilweise etwas die Konzentration gefehlt. Ich freue mich aber sehr für sie“, sagt die Unterlegene und bedankte sich beim Bamberger Publikum. Große Freude gab es natürlich bei der Siegerin, die schon mit 0:2-Sätzen im Rückstand lag. „Nach den ersten zwei Sätzen wusste ich nicht wie ich das Spiel gewonnen sollte. Ab dem dritten Satz habe ich mir gedacht, ich spiele jetzt Satz für Satz.“ 

 

Rekord-Timo mit elften Titel!

Das Herren-Finale der diesjährigen Deutschen Meisterschaften war das erwartet hochklassige. Zwar dominierte Timo Boll Ruwen Filus nach Belieben, die teils spektakulären Ballwechsel unterhielten die rund 2400 Zuschauer aber bestens. Am Ende blieb ein stark aufspielender Boll ohne Satzverlust. „Ich habe nicht geschafft, genügend Qualität in meine Bälle zu bringen und Timo hat mich immer sehr weit hinter den Tisch gedrängt. Glückwunsch an Timo“, kommentiert der faire Verlierer Filus. Boll musste damit im ganzen Turnier nur gegen Ricardo Walther einen Satz abgeben. "Ich war etwas skeptisch vor dem Turnier. Ich war nicht ganz fit in den Wochen zuvor und meine Konkurrenten sehr gut in Form", sagt der Gewinner. "Ich hatte hier auch noch die Finalniederlage von 2013 wettzumachen und bin jetzt auch gut mit Bamberg", ergänzt der elffache Titelträger mit einem Schmunzeln.

 

Damen Doppel-Finale: Silbereisen und Shan jubeln

Das ging schnell. Das Duo Kristin Silbereisen (Kolbermoor) und Shan Xiaona (Berlin) haben im Finale gegen das Busenbacher Duo Jessica Göbel und Tanja Krämer nichts anbrennen lassen und 3:0 gewonnen. "Wir haben mit dem Finale unser Ziel erreicht und sind voll zufrieden", sagt Jessica Göbel. Vielleicht hätten sie sich im Finale etwas unter Wert verkauft, aber Tanja Krämer habe auch schon viele Spiele in den Knochen gehabt. Strahlende Gesichter hingegen bei den Siegern, die sich auch im Damen-Einzel gegenüberstehen. "Wir waren von Anfang an konzentriert. Das Spiel waren wir auch eher gewohnt als gegen die Youngsters im Halbfinale", bilanziert Kristin Silbereisen.  Beiden gebe der erste Titel für das anstehende Einzel-Finale gegeneinander aber schon einmal ein gutes Gefühl.

 

Finale Einzel: Ruwen Filus/Timo Boll und Shan Xiaona/Kristin Silbereisen

Es ist die Neuauflage des Finals der Deutschen Meisterschaften 2015 in Chemnitz. Ruwen Filus, der gestern gegen Kilian Ort schon so gut wie ausgeschieden war, zeigte heute im Halbfinale gegen Benedikt Duda ein fast makellose Leistung und setzte sich mit nur einem Satzverlust durch. "Benne war der erwartet unangenehme Gegner. Ich habe viele Bälle geholt. Im Finale schauen wir mal, ich habe viele Kräfte gelassen in meinen intensiven Spielen", so der TTBL-Spieler von Fulda.

Timo Boll hingegen hatte am Sonntagmorgen etwas Startschwierigkeiten und musste den ersten Satz dem Bergneustädter Ricardo Walther überlassen. Danach steigerte er sich aber kontinuierlich und behielt am Ende mit 4:1-Sätzen die Oberhand. "Ich bin schon etwas enttäuscht, immerhin hatte ich im vierten Satz die Chance auf den Satzausgleich, aber es ist nicht einfach gegen Timo zu spielen", sagt Walther, der zum ersten Mal dem Rekordsieger offiziell gegenüber stand. Boll ist damit nur noch einen Sieg von seinem elften Titel entfernt – 2015 gewann er gegen Filus übrigens in sechs Sätzen.

 

Wer holt sich den dritten Titel?

Auch bei den Damen gab es keine Überraschungen im Halbfinale. Die 12. der Weltrangliste Shan Xiaona musste zwar gegen Katharina Michajlova den ersten Satz knapp abgeben, am Ende hieß aber doch 4:1 für die Favoritin. "Im ersten Satz war ich etwas unkonzentriert. Gegen Kristin Silbereisen stehen die Chancen 50:50. Wir kennen uns sehr gut, ich werde alles geben", kündigt Shan an. Gleiches Ergebnis gab es im zweiten Halbfinale, indem Kristin Silbereisen der Vorjahresdritten Tanja Krämer kaum eine Chance ließ. "Tanja Krämer hat gut gespielt. Im Finale hat Shan Xiaona die Favoritenrolle, ich spiele befreit auf", so Silbereisen. Im Finale kommt es also zum Duell der beiden zweifachen Deutschen Meisterinnen und guter Freundinnen.

 

Doppel-Finals: Lokalmatador und Dang Qiu gegen Titelverteidiger-Shan/Silbereisen und Göbel/Krämer im Finale

Zwei Satzbälle hatte das Youngsters-Doppel um Sophia Klee und Anastasia Bondareva im zweiten Satz und auch die anderen beiden Sätze gegen das topgesetzte Doppen Shan Xiaona/Kristin Silbereisen konnten sie offen gestalten. Am Ende stand da zwar ein 0:3, auf ihre Leistung heute und im gesamten Turnier können Sie aber stolz sein: „Wir waren nicht aufgeregt, haben uns gefreut auf das Spiel, im zweiten Satz hatten wir die Chance auf den Satzgewinn – aber da hat sich dann doch die Erfahrung durchgesetzt“, so Anastasia Bondareva. Bereits vor dem Spiel hätten sie viele Glückwünsche bekommen, berichtet die 14-Jährige. Die zweite Halbfinalpaarung konnte das Busenbacher Duo Tanja Krämer und Jessica Göbel in vier Sätzen gegen Chantal Mantz und Yuan Wan für sich entscheiden.

Im Herren-Doppel haben das Duo Ricardo Walther und Ruwen Filus die Chance, ihren Titel zu verteidigen. Ihren Halbfinalkontrahenten Thomas Brosig und Steffen Mengel besiegten sie ohne Satzverlust mühelos. „Das war das beste Spiel, dass wir hier im Doppel gemacht haben. Wir gehen als Favorit ins Finale und spielen auf Sieg", so Filus. Dann werden den beiden Lokolmatador Kilian Ort und sein Partner Dang Qiu gegenüberstehen. Die beiden setzten sich gegen das Duo Benedikt Duda und Dennis Klein durch.

 

Hier geht es zum Live-Ticker aller acht Tische

 

Hier finden Sie die Ergebnisübersicht

 

Livestreaming auf Sportdeutschland.tv 

Für alle, die nicht nach Bamberg kommen können, werden die Deutschen Meisterschaften auch 2017 wieder im Livestreaming zu sehen sein. Sportdeutschland.tv, der Online-Sportsender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), covert ab Freitag, 13 Uhr, bis zum Ende der Veranstaltung, zwei Tische: 

Tisch 1

Tisch 4

 

Die Auslosung für den Samstag (4. März)

Auslosung Damen Einzel

Auslosung Herren Einzel

Auslosung Damen Doppel

Auslosung Herren Doppel

 

Die Ergebnisse der Gruppenphase in der Übersicht

 

Herren-Gruppenphase

Damen-Gruppenphase

  

ZEITPLAN NDM 2017

 

Samstag, 4. März 

 

10.00 Uhr: Damen-Doppel - 1. Runde

10.30 Uhr: Herren-Doppel  - 1. Runde

11.00 Uhr: Damen-Doppel - Achtelfinale

11.30 Uhr: Herren-Doppel - Achtelfinale

12.00 Uhr: Damen-Einzel - 1. Runde

12.45 Uhr: Damen-Einzel - 1. Runde

13.30 Uhr: Herren-Einzel - 1. Runde

14.15 Uhr: Herren-Einzel - 1. Runde

15.00 Uhr: Damen-Einzel - Achtelfinale

15.45 Uhr: Herren-Einzel - Achtelfinale

 

Umbaupause

 

17.30 Uhr: Damen-Doppel - Viertelfinale

18.15 Uhr: Herren-Doppel - Viertelfinale

19.00 Uhr: Damen-Einzel - Viertelfinale

19.45 Uhr: Herren-Einzel - Viertelfinale 

 

Sonntag, 5. März

 

10.00 Uhr: Damen-Doppel - Halbfinale

10.45 Uhr: Herren-Einzel - Halbfinale

11.30 Uhr: Damen-Einzel - Halbfinale

12.15 Uhr: Herren-Doppel - Halbfinale

 

Umbaupause

 

Ab 14 Uhr (nacheinander):

Damen-Doppel - Finale

Herren-Einzel - Finale

Damen-Einzel - Finale

Herren-Doppel - Finale 

 

 

AUSTRAGUNGSMODUS

 

 

Einzel - je 48 Teilnehmer 

Qualifikation (Freitag):

- 8 Gruppen mit je 4 Spielern 

- die Erst- und Zweitplatzierten qualifizieren sich für die Hauptrunde (Samstag)

- alle Gruppenspiele auf 3 Gewinnsätze 

Hauptrunde (Samstag/Sonntag):

- K.-o.-System mit 32 Teilnehmern (16 Qualifikanten und 16 Gesetzte)

- gesetzte Spieler/innen greifen bereits in der ersten Hauptrunde ein 

- alle Spiele auf 4 Gewinnsätze 

 

Doppel - je 24 teilnehmende Doppel 

- K.-o.-System (8 Gesetzte) 

- gesetzte Doppel haben erste Runde Freilos und greifen ab dem Achtelfinale ein

- alle Spiele auf 3 Gewinnsätze

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