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Die Liga steht vor dem Saisonauftakt

Neckarsulm und Kaiserslautern als Favoriten in der 3. Bundesliga Süd?

Julian Hörndlein 12.09.2022

Frankfurt/Main. Die Sportunion Neckarsulm kam von oben, der TTC Bietigheim-Bissingen und der TSV Windsbach von unten. Die Liga wird wieder einiges zu bieten haben, wenn am kommenden Wochenende beim Spiel zwischen Bietigheim-Bissingen und Wöschbach die ersten Bälle geschlagen werden.

Das Ziel von Neckarsulm als Absteiger aus der 2. Liga ist klar: „Wir möchten auf jeden Fall wieder hoch“, sagt der Neckarsulmer Alexander Mohr. Er ist zuversichtlich, dass das Ziel erreicht werden kann. Denn die Baden-Württemberger haben sich personell teils neu aufgestellt: Spitzenspieler Florian Bluhm ist von TTC GW Bad Hamm nach Neckarsulm gewechselt, Vladimir Anca kam vom TTC Lampertheim. Mohr ist sich sicher, dass Stuttgart und Kaiserslautern eine wichtige Rolle spielen werden. „Man muss gucken, wie es sich entwickeln wird“, sagt er.

Die Mannschaft aus dem nahen Stuttgart ist in der vergangenen Saison haarscharf am Aufstieg vorbeigeschlittert. Im Relegationsspiel zogen die Schwaben nach einem langen Kampf schließlich noch den Kürzeren. „Bitterer geht’s gar nicht“, hatte Sportbund-Mannschaftsführer Thomas Walter nach dem Spiel gesagt. In dieser Saison greifen die Stuttgarter mit Marlon Spieß, Dauud Cheaib, Juan Perez und Tal Israeli ins Geschehen ein. Als Favorit sieht Walter Kaiserslautern. Auch die Stuttgarter selbst möchten um den Titel kämpfen.

Aufsteiger freuen sich auf die Saison

Der TTC Bietigheim Bissingen und der TSV Windsbach sind in die Liga aufgestiegen. Bietigheim-Bissingen reiht sich geografisch zwischen Stuttgart und Neckarsulm ein. „Als Aufsteiger ist unser Ziel, nicht abzusteigen“, so Matthias Grünenwald. Kernziel ist es, die jungen Spieler zu entwickeln. Pekka Pelz und Mike Hollo spielen im vorderen Paarkreuz. „Mike ist mega heiß, er will es unbedingt nochmal wissen“, erklärt Grünenwald. Bezüglich des Saisonverlaufs ist er zuversichtlich. „Wir werden da eine gute Runde spielen“, meint er. Als Favoriten gelten in Bietigheim-Bissingen Kaiserslautern und Stuttgart.

In Windsbach ist man unterdessen „tierisch glücklich“ über den Aufstieg, wie Mannschaftsführer Andreas Staudacher ausführt. Zur neuen Saison haben sich die Mittelfranken personell breit aufgestellt, spielen mit einem 7-Mann-Kader. „Wir rotieren da sehr stark durch“, erklärt Staudacher. Platz 3 bis 5 würde ihm gefallen. „Mehr wollen wir auch nicht.“ Das Kernziel ist es erst einmal, in der Liga Spaß zu haben.

In Kaiserslautern – die Mannschaft wird durch die Bank mit als Anwärter auf den Titel gehandelt – schätzt Bijan Kalhorifar die Liga stärker als im Vorjahr ein. Auch möchte das Team der Favoritenrolle gerecht werden: „Wir wollen wie immer vorne mitspielen“, sagt Kalhorifar. Das vordere Paarkreuz ist in der Pfalz neu: Filip Szymanski und Guilherme Teodoro besetzen die vorderen Positionen. Kalhorifar schreibt den beiden Routiniers eine gute Leistung zu. „Ich denke, dass die Mannschaft gut zusammenpasst“, sagt der Manager.

Neuzugang in Wöschbach

In Wöschbach ist aufgrund des Wechsels von Teodoro nach Kaiserslautern eine Position frei geworden, die Rodrigo Hidalgo Garcia Pacheco nun besetzt. „Wir wollen die Runde gut spielen“, meint Michael Burg. Erstes Ziel ist es, nicht abzusteigen. Neben Kaiserslautern schreibt er Windsbach, Stuttgart und Neckarsulm eine Platzierung in der oberen Tabellenlage zu.

Mit leichter Skepis blickt Andreas Amend aus Jena auf die Saison. Seine Skespis ist vor allem durch den Ukraine-Krieg begründet. „Wir sind gespannt“, sagt er. Zur neuen Saison gab es keinen personellen Wechsel. „Einfach wird das nicht“, erklärt Amend. Deshalb ist der Klassenerhalt das Ziel.

In Sachsen hat Christian Hornbogen einen jungen Kader zusammengestellt. „Wir bauen auf unsere Weiterentwicklung“, sagt der Vizepräsident des TTC SR Hohenstein-Ernstthal. Michal Benes hat den Verein verlassen, neu dazu gekommen sind Hermann Mühlbach und der 15-jährige Kazuki Yoshiyama. Einziges Ziel ist der Klassenerhalt. „Das Überraschungsteam könnte Effeltrich werden“, meint Hornbogen.

Dort geht man optimistisch in die Saison. Akito Itagaki ist nur ein Beispiel für den jungen Kader. „Wir haben drei 17-Jährige im Team“, erklärt Manager Jürgen Weninger. Wer wann spielen wird, steht noch nicht fest. „Die Saison wird auf jeden Fall spannend“, weiß der Oberfranke. Weningers Favorit ist Kaiserslautern. „Und Neckarsulm hat natürlich die Erfahrung.“

Die Klasse halten möchte Ulrich Metzker vom FC Bayern München. „Wir haben wohl wieder das jüngste und regionalste Team, gleichzeitig gehören wir aber nicht zu den Favoriten“, sagt er. Problematisch ist für ihn vor allem der Abgang von Daniel Rinderer, der in die 2. Bundesliga zum TTC Fortuna Passau gewechselt ist. „Das schmerzt“, sagt Metzker.

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