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Meister TTC GW Staffel 1953 (Foto: Verein)
TTC GW Staffel 1953 gewinnt souverän die Meisterschaft / Düsseldorf und Kassel müssen absteigen

Nord: Ohne Niederlage in die 2. Bundesliga

Marco Steinbrenner 18.05.2018

Frankfurt am Main. Mit 16 Siegen und zwei Unentschieden entschied der TTC GW Staffel 1953 ungeschlagen das Titelrennen in der 3. Damen-Bundesliga Nord für sich. Am Saisonende hatten die Grün-Weißen auf den Zweiten Hannover 96 einen Vorsprung von sechs Zählern. Staffel steigt damit in die 2. Bundesliga auf. Für Borussia Düsseldorf und die Kasseler Spvgg. Auedamm geht es auf den Plätzen neun sowie zehn zurück in die Regionalliga.

200 Zuschauer verfolgen das Spitzenspiel zwischen Staffel und Göttingen

„Die Rückrunde lief wie gewünscht“, berichtete Andre Tamoschus, Betreuer des TTC GW Staffel 1953. Der Herbstmeister startete mit einem 5:5-Remis beim TSV Schwarzenbek in die zweite Saisonhälfte und ließ anschließend acht Siege folgen. Lediglich beim 6:4-Heimerfolg gegen Torpedo Göttingen, im Hinspiel hatten sich beide Teams noch die Punkte geteilt, sahen die 200 Zuschauer eine ausgeglichene Partie. „Mit diesem Erfolg war die Meisterschaft eingefahren“, erinnert sich Tamoschus und freut sich gleichzeitig, „dass wir mit dem Aufstieg unser Saisonziel erreicht haben“. Neuzugang Wenling Tan-Monfardini überzeugte in der zweiten Serie an der Spitzenposition mit einer 15:2-Bilanz. Für die neue Saison im Bundesliga-Unterhaus gibt es nur zwei Veränderungen. Yuki Tsutsui wechselt zur NSU Neckarsulm, die in der Südstaffel Meister wurde und damit in der kommenden Spielzeit ein neuer Ligakonkurrent sein wird. Dafür verstärkt Amelie Rocheteau (TTK Großburgwedel) das Team aus Staffel.

Auf dem dritten Platz ging Hannover 96 in die kurze Winterpause. Das Team aus der niedersächsischen Landeshauptstadt überholte dank einer starken Rückrunde noch Torpedo Göttingen und schob sich auf Position zwei. Für die beiden 5:5-Unentschieden gegen den TSV Schwarzenbek und VfL Kellinghusen konnte sich Teammanager Marko Heuer nicht begeistern. „Letztlich waren die Punkteteilungen aber leistungsgerecht.“ Die Niederlage in Staffel fiel dagegen mit 1:6 deutlich aus. „Das Resultat geht aber in Ordnung“, musste Heuer zugeben und zeigte sich mit dem Saisonverlauf „sehr zufrieden. Wir wollten im oberen Tabellendrittel landen und nach der Hinrunde einen Angriff auf die zweite Position starten. Beides ist uns erfolgreich geglückt.“

TSV Schwarzenbek belegt in der Rückrunden-Tabelle den zweiten Platz

Trotz drei Niederlagen gegen den VfL Kellinghusen (1:6), Hannover 96 (3:6) und den TTC GW Staffel 1953 (4:6) zeigte sich Jan Holzendorf, Teamsprecher des Dritten Torpedo Göttingen, mit dem Verlauf der Rückrunde „sehr zufrieden“. Einziger Wermutstropfen sei die anhaltende Verletzung von Johanna Wiegand gewesen. Nach Ansicht von Holzendorf war die mannschaftliche Geschlossenheit dafür ausschlaggebend, „dass wir wir unser Vorhaben, einen Platz im Mittelfeld zu belegen und uns gegebenenfalls nach oben zu orientieren,, auch erreichen konnten“. Aufgrund einer sehr starken Rückrunde verbesserte sich der TSV Schwarzenbek vom sechsten auf den vierten Platz. Der Zweitliga-Absteiger belegt in der Rückrunden-Tabelle sogar Rang zwei und verlor nicht eine Partie in der zweiten Saisonhälfte. Fünf Siege stehen vier Unentschieden gegenüber. „Wir haben den Klassenerhalt und damit unser Ziel in souveräner Manier erreicht“, strahlte Mannschaftsführer Oliver Zummach.

Aufsteiger VfL Kellinghusen zeigt sich überrascht

Eines musste Andreas Wagner, Kapitän des fünftplatzierten VfL Kellinghusen, dann doch ehrlich zugeben: „Wir haben unser Vorhaben als Aufsteiger, die Klasse zu halten, überraschend souverän geschafft.“ Nach neun Punkten in der Hinrunde wurden in Serie zwei sogar elf Zähler eingefahren. „Gerne hätten wir den zwischenzeitlich vierten Platz verteidigt“, fügte Wagner hinzu. „Dann wäre Kellinghusen die beste Mannschaft aus Schleswig-Holstein gewesen.“ So aber hatte der Neuling in der Endabrechnung einen Punkt Rückstand auf das Team aus Schwarzenbek, denn zum Saisonabschluss gab es eine 4:6-Auswärtsniederlage gegen den Achten SV DJK Holzbüttgen. Wichtiger als die Ergebnisse sei, so Wagner, die Weiterentwicklung der jungen Spielerinnen. „Dies ist in der Rückserie eingetreten.“

Drei Zähler hinter dem VfL Kellinghusen belegt der SC Niestetal Position sechs. „Aufgrund von persönlichen Terminen stand nicht immer die beste Mannschaft zur Verfügung“, sagte Betreuer Uli Kempe. So wurden insgesamt acht Damen eingesetzt. Eine überragende 13:2-Bilanz erreichte Spitzenspielerin Airi Avameri, die in der kommenden Saison für den Zweitligisten TuS Uentrop aufschlagen wird. Das Ziel Klassenerhalt wurde souverän erreicht. „Wir sind im Verlauf der Saison häufig hinter unseren eigenen Erwartungen zurück geblieben“, bilanzierte Catharina Grothkopp, Spielerin des Tabellensiebten Kieler TTK GW. Symptomatisch seien die beiden letzten Saisonpartien gegen Hannover 96 (3:6) und den TSV Schwarzenbek (4:6) gewesen. „In beiden Begegnungen hatten wir die Chance, einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.“ Im Vergleich zu den vergangenen Jahren seien die Leistungen der gesamten Mannschaft „nicht so stabil gewesen. Deshalb mussten wir auch die eine oder anderen unerwartete Niederlage einstecken.“

SV DJK Holzbüttgen macht es im Kampf um den Klassenerhalt spannend

Erst im 18. Saisonspiel und damit kurz vor der Ziellinie erreichte der SV DJK Holzbüttgen den Klassenerhalt. Ausschlaggebend dafür war der 6:4-Heimsieg gegen den VfL Kellinghusen und die gleichzeitig nicht unerwartete 2:6-Niederlage von Borussia Düsseldorf gegen den Liga-Primus aus Staffel. Das von Mannschaftsführerin Elisabeth Scherring nach der ersten Saisonhälfte ausgegebene Ziel, „noch den einen oder anderen Punkt mehr zu holen“, wurde erreicht. Nach zwei Erfolgen in der Hinrunde reichte es in der Rückserie zu drei Siegen. Außer Kellinghusen wurden auch die beiden Absteiger Borussia Düsseldorf (6:1) und Kasseler Spvvg. Auedamm (6:2) bezwungen.

Der Tabellenvorletzte aus Düsseldorf hatte mit Verletzungen zu kämpfen und holte die beiden einzigen Rückrunden-Zähler beim 6:3-Erfolg in Kassel. „Wenn wir alle gesund geblieben wären, hätten wir Platz acht und damit den Klassenerhalt geschafft“, legte sich Kapitänin Melissa Dorfmann fest. Schon frühzeitig musste sich die Kassleer Spvgg. Auedamm damit abfinden, die Liga nicht halten zu können. In der Hinrunde wurde immerhin noch ein Spiel (6:4 gegen den Kieler TTK GW) gewonnen. Nach der Winterpause holte das Team nicht einen Punkt und kassierte sogar fünfmal mit 0:6 die Höchststrafe.

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