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Foto: Team Deutschland/Galys
Deutschlands Herren landen bereits am Samstag um 18.45 Uhr am Frankfurter Flughafen mit dem Lufthansa-Direktflug aus Tokio

Ergebnisse und Zitate: Gold für China, Silber für DTTB-Herren, Bronze für Japan

BP / SH 06.08.2021

Tokio. Die olympischen Tischtennis-Wettbewerbe im Tokyo Metropolitan Gymnasium endeten mit einer Goldmedaille für Chinas Superstars. In zwei von drei Partien lieferte Team Deutschland den Nummern eins, zwei und drei der Welt packende Duelle auf Augenhöhe. Die Bronzemedaille gewann Japan im kleinen Finale gegen Südkorea.

Das Team aus Dimitrij Ovtcharov, Timo Boll, Patrick Franziska und Ergänzungsspieler Benedikt Duda mit allen Betreuern landet bereits am Samstag um 18.45 Uhr am Frankfurter Flughafen mit der Lufthansa-Direktmaschine aus Tokio (LH 717) und wird dort gemeinsam mit Olympia-Rückkehrern anderer Sportarten von ihren Familien, Freunden, Medienvertretern, dem Deutschen Olympischen Sportbund und Fans im Empfang genommen.


Herren-Team

Spiel um Gold

Deutschland - China 0:3

Timo Boll/Patrick Franziska - Ma Long/Xu Xin 0:3 (-7,-3,-9)
Dimitrij Ovtcharov - Fan Zhendong 2:3 (3,-6,9,-5,-3)
Timo Boll - Ma Long 1:3 (-5,-9,11,-7)

Deutsche Stimmen zum Spiel

Bundestrainer Jörg Roßkopf

"Die Jungs haben ein großes Turnier gespielt, auch im Finale. Wir haben unsere kleine Chance gehabt, aber China war unglaublich fokussiert. Das waren wir zwar auch, aber China ist eben mit zwei Spielern im olympischen Einzel-Finale und den Nummern eins bis drei der Welt eine Klasse für sich. Leider haben wir im Doppel heute einen etwas schlechteren Start erwischt, allerdings auch gegen das beste Doppel der Welt gespielt. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir werden nicht aufhören mit unseren Versuchen, China anzugreifen."

Dimitrij Ovtcharov

Über sein Einzel gegen Fan Zhendong
„Ich habe gegen Fan Zhendong einige Male gespielt und einige Male gewonnen. Deshalb bin ich mit dem Selbstvertrauen vom Einzelturnier und vom bisherigen Mannschaftsturnier ins Spiel gegangen mit dem Glauben, gewinnen zu können und das Team zurückzubringen. Es ist schade, dass ich es nicht geschafft habe. Vielleicht haben mir am Ende ein paar Körner gefehlt. Ich war dicht dran.
Es war das mit Abstand physisch und psychisch schwerste Turnier, das ich jemals gespielt habe. Es waren viele unglaublich harte Spiele über einen langen Zeitraum. Ich musste ganz tief in mir immer wieder viel Energie finden. Ich habe versucht, Präsenz in der Box zu zeigen. Die Jungs haben mich mit allem, was sie haben, unterstützt. Ich war heute nah dran gegen Fan Zhendong, aber wenn man ein, zwei Sekunden ein bisschen die Spannung verliert oder unaufmerksam ist, gehen schnell vier Punkte weg und der Satz ist schon wieder Geschichte. Schade, dass es dann nicht mehr zusammengelaufen ist. Wenn ich das Spiel hole, und es dann 1:1 steht, hat Timo noch mal mehr Chancen und Patrick sicherlich hinten raus auch.“  

Wie stolz er auf seinen Olympia-Medaillenrekord sei: Sechs Medaillen, niemand hat mehr als er
„Das Verrückte ist: Ich habe nie daran gedacht, nicht vor dem Turnier, nicht im Turnier. Das habe ich gerade erst erfahren. Es ist kaum zu glauben.“  

 

Timo Boll

Über sein Einzel gegen Ma Long und das Doppel
"Mir hat ein bisschen der Touch gefehlt. Ma Long spielt sehr präzise und mit einer hohen Qualität. Er ist nicht umsonst zweifacher Olympiasieger im Einzel. Auch im Doppel: Die Chinesen haben von Anfang an wieder wahnsinnig gut gespielt. Sie sind einfach die Besten.“

Über seine abgewehrten Matchbälle im Einzel
"Es ist ein Olympia-Finale. Da kämpft man bis zum letzten Ball. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass man alles probiert."

Über die Stärke der Chinesen
"Man sieht einfach, wie gefestigt sie sind, nicht nur spielerisch, auch mental. Es ist einfach unglaublich, wie sie ihr hohes Level immer wieder abrufen können."

Über die Hoffnung auf einen Sieg der Deutschen gegen China
„Irgendwann wird der Tag kommen, an dem bei uns alles zusammenläuft. Leider war es heute noch nicht soweit."

 

Patrick Franziska

Wie stolz er über die Silbermedaille ist
„Nach der ersten Enttäuschung nach dem verlorenen Finale bin ich jetzt mega stolz. Was wir für einen Team-Spirit hier war hatten, wie wir uns hier präsentiert haben, wie die Stimmung in der Mannschaft war: Da war wirklich jeder für jeden da – das macht unglaublich viel Spaß. Deshalb ist die Silberne mega viel wert. Und ein paar Freudentränen beim Einmarsch zur Siegerehrung waren auch in meinen Augen.“

Warum es im Doppel nicht besser lief
„Die Chinesen haben ein so aggressives und präzises Doppel gespielt. Das war noch einmal eine ganz andere Qualität als gestern gegen Japan. Wir sind leider nie richtig ins Spiel hineingekommen. Wir haben alles versucht. Da müssen wir neidlos anerkennen, dass sie im Doppel eine Klasse besser waren.“

ARD/ZDF-Livestream

Spiel um Bronze

Japan - Südkorea 3:1

Niwa/Mizutani - Lee/Jeoung 3:1
Harimoto - Jang Woojin 3:1
Niwa - Jeoung 0:3
Mizutani - Jang Woojin 3:0

Halbfinals am 4. August

Deutschland - Japan 3:2

Timo Boll/Patrick Franziska - Jun Mizutani/ Koki Niwa 3:2 (2,3,-9,-8,7)
Dimitrij Ovtcharov - Tomokazu Harimoto 1:3 (7,-11,-5,-9)
Timo Boll - Jun Mizutani 3:1 (-7,11,7,7)
Patrick Franziska - Tomokazu Harimoto 2:3 (5,9,-5,-9,-9)
Dimitrij Ovtcharov - Koki Niwa 3:0 (9,7,8)

China - Südkorea 3:0

Deutsche Stimmen zum Halbfinale gegen Japan

Bundestrainer Jörg Roßkopf
Über den Spielverlauf gegen Japan
"Das war ein Wahnsinnsspiel! Jetzt im Finale gegen China zu stehen ist das, was wir wollten. Darauf sind wir richtig heiß. Wir glauben definitiv an einen Sieg, denn wenn man im Finale steht, hat man die Chance. Wir wissen, wie schwer das wird, aber wir wissen auch, wie gut unsere Spieler sind. Am Ende haben wir uns oft aus schwierigen Situationen herausgezogen, auch heute waren es schwierige Spiele. Das Doppel wurde auf einmal richtig eng. Da mussten sie alles zeigen. Dimas Spiel nach 1:0 und 6:1 - zu diesem Zeitpunkt war eigentlich relativ viel klar. Dann verliert er diesen Satz, und das Spiel kippt. Timo musste danach gegen Mizutani ein heißes Spiel abliefern. Er hat wirklich sehr, sehr gut gespielt. Es war ein wichtiges Spiel für uns, dass wir mit 2:1 in Führung gehen mit dem Wissen, dass hinten Dima gegen Niwa kommt.
Wir haben gewusst, dass der Druck auf Harimoto bei 1:2 noch größer wird. Das hat 'Franz' fast ausgenutzt. Er hat super gespielt und seine Chance gehabt. Er hat fast einen Harimoto geschlagen, der mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gekommen ist, weil er vorher gegen Dima gewonnen hatte. 'Franz' hat echt stark gespielt. Schade, dass er verloren hat. Das macht eben eine Mannschaft aus: Wir haben drei Punkte, und das ist das Entscheidende."

Über die mentale Stärke von Dima Ovtcharov
"Man darf nicht schauen, wie es im Inneren von Dimitrij Ovtcharov aussieht. Nach außen strahlt er eine unglaubliche Zuversicht und Selbstvertrauen aus. Wenn man es nüchtern betrachtet, waren es harte Spiele für ihn. Im Einzelwettbewerb gibt es viele Spieler anderer Nationen, die hier nicht so viel und lange gespielt haben wie er. Herausragend, wie er immer weiter kämpft! Er ist in einem Megatunnel drin, hat immer den Fokus aufs Spiel. Wir haben jetzt einen Tag frei. Wir werden uns ein bisschen ausruhen, und dann geht es weiter."

Über Ovtcharovs sechte Medaille bei Olympia
"Sechs Medaillen bei Olympia sind herausragend. So viele wie er hat kein anderer Spieler gewonnen. Er zeigt immer mehr, wie herausragend er bei den großen Turnieren spielt. Das hat er verdient, weil er sich auf dieses Turnier unfassbar vorbereitet. Er war im Halbfinale gegen Ma Long knapp davor, noch einen Schritt weiterzugehen. Es wären Leute froh, wenn sie eine Medaille hätten. Er hat sechs. Er hat außerdem eine Mannschaft, die funktioniert. Er fühlt sich total wohl in dieser Mannschaft."

Über das Finale gegen China
"Die Chinesen haben in den Einzel-Halbfinals gezeigt, wie stark sie sind, auch wie nervenstark sie sind. Wir müssen daran glauben und alles probieren, und das tun wir. Man kann nicht im Finale sagen, man fühlt sich müde und das ist ein Grund dafür zu verlieren. Da muss jetzt wirklich alles rein!"
"Wir haben schon oft gegen die Chinesen gespielt, aber diesmal ist der Unterschied, dass das Spiel mit dem Doppel anfängt. Die Chinesen spielen hier bisher alle Spiele mit dem Doppel Ma Long/Xu Xin durch und Fan Zhendong als Einser. Mal gucken, wie es übermorgen wird. Die Chinesen sind in einer Topform. Am Ende spielen in einem Finale die Nerven eine große Rolle. Wir werden bereit sein, bis zum letzten Punkt zu fighten."

Dimitrij Ovtcharov
Über das Gefühl nach dem Halbfinale gegen Japan und vor dem Finale gegen China
"Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, aber ich bin auch unglaublich müde und leer - physisch und mental. Es sind sehr anstrengende Olympia-Tage für mich, aber im Team kämpft hier jeden für jeden und holt alles aus sich heraus. Wir haben ein großartiges Team, und das ist der Schlüssel zum Erfolg.
Es ist wirklich gut, dass wir morgen einen freien Tagen haben. Dann können wir uns auf die größte Herausforderung vorbereiten, die es im Tischtennis, vielleicht im ganzen Sport gibt: China im Tischtennis in einem Olympia-Finale. Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass jeder von uns die besten Chinesen schlagen kann. Auch in meinem Halbfinale gegen Ma Long habe ich gezeigt, dass alles möglich ist. Wir müssen daran glauben. Wenn wir das tun und wenn jeder von uns seinen besten Tag hat, ist alles möglich.
Wir haben viele Male versucht, China zu schlagen. Unheimlich viele Leute haben im Tennis versucht, Rafael Nadal bei den French Open zu schlagen und haben es nicht geschafft. Novak Djokovic hat es dann geschafft. Vielleicht ist das Glück übermorgen mal auf unserer Seite."

Patrick Franziska
Wie er mit dem Druck im Doppel umgegangen ist
"Der Druck war auf beiden Seiten, weil das Doppel so wichtig ist. Aber klar: Wir wussten, dass Harimoto im Einzel zwei Punkte gegen uns machen kann. Es ist immer wichtig, ein Mannschaftsspiel mit 1:0 zu beginnen und aus einer Führung heraus zu spielen. Wir haben so gut begonnen, die ersten beiden Sätze gewonnen. Dann haben sie ihre Taktik ein bisschen geändert und auch aggressiver gespielt. Es war sehr wichtig, dass wir im fünften Satz zurückgekommen sind. Wir waren sehr konzentriert, haben gute Bälle gespielt, auch in den Rallyes. Ich bin sehr glücklich mit unserer Leistung."

Wie es ihm nach dem Einzel gegen Harimoto ging
"Zum Glück ist es ein Team-Wettbewerb! Ich wusste, dass Dima nach mir in die Box steigen würde, sollte ich verlieren. Dima ist wahrscheinlich der Beste, den man bei 2:2 haben kann. Für einen Moment habe ich mit hingesetzt und dachte, es würde nichts mehr gehen. Aber dann habe ich gesehen, dass Dima führt und meine Stimmung ist gleich wieder nach oben gegangen. Ich habe ein gutes Spiel gemacht. Am Ende ist das aber egal. Hauptsache, wir haben gewonnen!"

Timo Boll
Über sein Gefühl in der Endphase des Mannschaftsspiels gegen Japan
"Allein schon das Zugucken in den vergangenen Tagen war ein hartes Stück Arbeit! Aufspringen, anfeuern, die Freude herausschreien - meine Stimme ist schon fast weg. Es war ein so tolles Gefühl, diese beiden Jungs auf einem so hohen Niveau spielen zu sehen und zu wissen, dass man ihnen voll vertrauen kann. Ich wusste: Einer von beiden würden den Sack zumachen.

Über die überraschende Aufstellung der Japaner im Doppel (Links-Links-Kombination Mizutani und Niwa)
"Wir haben bei ihnen mit allem gerechnet. Unsere Aufstellung dagegen war vorher klar. Es ist die Beste, die wir haben. Wir haben uns mehr auf uns selbst konzentriert.
Wir hatten zu Beginn eine gute Taktik gegen links-links. Aber sie sind clever und haben sich gut angepasst. Sie haben eine Lösung gegen unsere Taktik gefunden. Also mussten wir uns umstellen und kreativer werden. Das war nicht leicht. Am Ende konnten wir aber gut damit umgehen."

Über den Druck im Spiel gegen China
"Man hat nicht oft die Chance, in einem olympischen Finale zu stehen. Natürlich machen wir uns Druck. Wir wollen schließlich das Beste erreichen. Außerdem ist es vielleicht meine letzte Gelegenheit. Ich spüre den Druck, aber auch einen unbändigen Siegeswillen. Das ist eine gute Kombination."

Viertelfinale
Deutschland – Taiwan, Dienstag 3:2

Timo Boll/Patrick Franziska - Chuang Chih-Yuan/Chen Chien-An 3:1 (0,-6,6,10)
Dimitrij Ovtcharov - Lin Yun-Ju 2:3 (10,-12,-7,12,-7)
Timo Boll - Chen Chien-An 3:0 (4,4,6)
Patrick Franziska - Lin Yun-Ju 0:3 (-9,-11,-6)
Dimitrij Ovtcharov - Chuang Chih-Yuan 3:0 (8,9,7)

China – Frankreich 3:0
Südkorea – Brasilien 3:0
Japan – Schweden 3:1

Jörg Roßkopf: „Es war keine Überraschung, dass es zum 5. Spiel gekommen ist, auch wenn Dima und Franz ihre Chancen gegen Lin Yun-Ju hatten. Im entscheidenden Spiel ist immer alles etwas anders und Chuang spielt gut gegen Dima. Deswegen war ich schon sehr nervös. Das schwere Spiel gegen Lin, das ich heute noch besser fand als das Spiel um Bronze, hat ihn natürlich auch etwas müde gemacht. Aber Dima ist im Endeffekt voll auf der Höhe gewesen. Patrick hat ein super Doppel mit Timo gespeilt und gegen Lin die ersten beiden Sätze eine sehr gute Leistung gezeigt. Das hat ihm Selbstvertrauen gegeben. Im ersten Satz bei 9:9 hatte er zwei Chancen.

Gegen Japan wird ein schweres Spiel. Sie haben ihr Doppel komplett umgestellt heute gegen Schweden. Wir wissen nicht, wie sie morgen spielen, werden aber versuchen, noch besser zu spielen als heute. Aber Japan hat heute gegen starke Schweden gewonnen und kommt auch mit Selbstvertrauen ins Halbfinale."

Dimitrij Ovtcharov: „Es wird physisch langsam hart. Sehr viele intensive Spiele gegen harte Gegner. Das Spiel gegen Lin war heute wieder sehr anstrengend und dann eine Stunde später wieder in der Box zu stehen, ist extrem hart. Gegen Japan erwarten wir ein ähnliches Spiel wie heute. Sie sind vielleicht auf der dritten Position noch etwas besser besetzt als Taiwan heute mit Chen. Wir sind alle drei gut drauf, alle Spiele können in beide Richtungen laufen. Es war eine Überraschung heute, dass sie Mizutani aus dem Doppel genommen haben. Das war mutig und clever. Wie sie morgen aufstellen, wissen wir nicht. Vielleicht frage ich mal den japanischen Trainer. Es wäre schon geil, das Halbfinale hier mit einer vollen Halle zu erleben. Wir haben sie hier schon 2014 bei der WM vor voller Hütte geschlagen.“

Timo Boll: „Ich hatte heute eigentlich einen entspannten Nachmittag (lacht). Das Doppel war wichtig am Anfang, das hätte sonst viel Stress gebracht. Wir haben uns in das Doppel reingebissen, aber am Schluss waren wir sehr happy, dass wir das nach Hause gebracht haben.“

Patrick Franziska: „Wir haben ein sehr gutes Doppel gespielt so wie gestern auch. Im Einzel war ich auch zufrieden, aber schade, dass ich keinen Satz gewinnen konnte. Man kann sicher leichtere Gegner habe für ein erstes Einzel hier. Aber dafür war es wirklich gut.“

 

Achtelfinale, 1. und 2. August

Deutschland - Portugal 3:0

Timo Boll/ Patrick Franziska - Tiago Apolonia/Joao Monteiro 3:0 (15,4,9)
Dimitrij Ovtcharov - Marcos Freitas 3:0 (9,7,6)
Timo Boll - Tiago Apolonia 3:0 (3,9,8)

China - Ägypten 3:0
Hong Kong - Frankreich 0:3
Brasilien - Serbien 3:2
Südkorea - Slowenien 3:1
Japan - Australien 3:0
USA - Schweden 1:3
Taiwan - Kroatien 3:0

Spiele um Gold und Bronze am 6. August


Damen-Team

Spiel um Bronze

Deutschland - Hongkong 1:3

Shan Xianoa/Petrissa Solja - Doo Hoi Kem/Lee Ho Ching 3:1 (-8,5,7,13)
Han Ying - Soo Wai Nam Minnie 1:3 (-10,9,-9,-7)
Petrissa Solja - Doo Hoi Kem 0:3 (-5,-6,-9)
Shan Xiaona - Soo Wai Nam Minnie 0:3 (-10,-11,-7)

Stimmen:

 

Petrissa Solja: „Wir wollten uns nicht mit deren Aufstellung beschäftigen, sondern auf uns schauen. Das Doppel war hart erkämpft, aber wir wussten auch, dass wir 3 Punkte brauchen. Jeder von uns hat alles gegeben, wir müssen uns keinen Vorwurf machen. Es ist halt eine wahnsinnige Stresssituation gewesen und es waren so viele knappe Sätze dabei. Vielleicht hätten wir am Ende etwas mehr Mut gebraucht. Aber in so einer Situation ist es halt etwas anderes als im Training. Halbfinale ist richtig gut. Der vierte Platz ist so undankbar und schmerzt. Wir haben so viel Leidenschaft reingesteckt und hätten am Ende gerne die Medaille gewonnen.“

Shan Xiaona: „Soo hat heute super gespielt. Es ist sehr unangenehm für mich gewesen, sie hat alle Bälle zurückgebracht. Ich habe mir natürlich wieder viel Druck gemacht und habe es am Ende leider nicht geschafft.“

Han Ying: Nach dem ich den ersten Satz nach 10:6 noch verloren habe, stand ich schon unter Druck. Und sie hat ein anderes Tempo gespielt als meine Gegnerin zuvor. Das hat mir Stress gemacht. Ich hätte vielleicht etwas mutiger spielen müssen. Sie haben gekämpft und am Ende besser gespielt.“

 

Spiel um Gold am Donnerstag um 12.30 Uhr
China - Japan

Halbfinale

Japan – Hongkong 3:0

Deutschland – China 0:3

Petrissa Solja/Shan Xiaona - Chen Meng/Wang Manyu 0:3 (-9,-2,-4)
Han Ying - Sun Yingsha 0:3 (-6,-4,-9)
Petrissa Solja - Chen Meng 1:3 (5,-4,-9,-11)

Jie Schöpp: „Chen Meng hat sich heute schon schwer getan gegen Peti. Das war für sie sehr wichtig. Sie hat mehr Sicherheit und Selbstvertrauen bekommen. Die Niederlage ist kein Beinbruch und können wir schnell abhaken. Wir haben versucht, in diesem Spiel die Form zu testen und auch zu steigern. Das Spiel morgen zählt mehr als das Spiel heute. Wir haben vor fünf Jahren gewonnen. Wenn wir unsere beste Form bringen, dann schaffen wir die Bronzemedaille zu gewinnen. Wir dürfen nicht übermütig sein, wir müssen uns sorgfältig sein und sorgfältig vorbereiten.“

Shan Xioana: „Nach dem knappen ersten Satz im Doppel hatte ich schon etwas Hoffnung, dass da mehr drin war. Aber am Ende waren die Sätze zwei und drei doch deutlich. Peti hat das sehr gut gemacht und in den letzten beiden Sätzen sogar geführt. Sie war auch unsere Hoffnung auf einen Spiel- oder zumindest Satzgewinn.“

Han Ying: „Sun Yinghsa kann wirklich alles gegen Abwehr. Ich habe zu spät rausgefunden, dass ich vielleicht am Tisch mit Vorhand etwas mehr machen kann. Ansonsten habe ich wie im Einzel die Löcher nicht gefunden. Wir müssen das Spiel morgen sehr ernst nehmen und damit rechnen, dass es zu schwierigen Situationen kommen wird. Eine Medaille zu gewinnen ist unglaublich. Im Olympischen Dorf hängen die Medaillengewinner an der Wand in unserem Haus. Da wird man schon neidisch. Wir kämpfen um eine neue Medaille, 2016 ist eigentlich nicht mehr im Kopf.“

Petrissa Solja: „Ich bin super zufrieden mit dem Spiel heute. Das war nochmal eine richtige Steigerung. Ich habe von Satz zu Satz gemerkt, dass ich immer besser in den Rhythmus komme. Ich gehe mit großen Selbstvertrauen aus dem Spiel auch wenn wir verloren haben. Diese letzten Bälle im Tischtennis sind einfach schwer und gegen Chen Meng ist das extrem. Ich muss jeden Ball super spielen. Sie setzt mich so unter Druck und ich muss etwas mehr riskieren. Wenn ich treffe entstehen die Führungen, wenn nicht sind die Führungen schnell wieder ausgeglichen. Am Ende der Sätze hatte sie immer die besseren Antworten. Morgen wird ein richtig hartes Match. Wir haben schon eine Silbermedaille und können vielleicht etwas gelassener in das Spiel gehen. Wir wollen die Chancen nutzen, uns gut auf das Spiel vorbereiten und alles geben.“

 

Viertelfinale

Deutschland - Südkorea 3:2
Solja/Shan - Jeon/Shin 2:3 (9,-8,6,-6,-3)
Han Ying - Choi Hyojoo 3:0 (3,3,8)
Petrissa Solja - Jeon Jihee 0:3 (-6,-11,-3)
Han Ying - Shin Yubin 3:1 (6,-10,6,9)
Shan Xiaona - Choi Hyojoo 3:0 (8,6,9)

China - Singapur 3:0
Hongkong - Rumänien 3:1
Japan - Taiwan 3:0

Jie Schöpp: „Das war bis zum letzten Ball ein 50:50-Spiel. Wir hatten großen Respekt und wir konnten vor allem die beiden jüngeren Spieler schlecht einschätzen. Im Vergleich zu gestern haben sie das Doppel gewechselt. Wir haben das zwar geahnt, aber das Doppel ist dann doch an die Koreaner gegangen. Wir hätten den zweiten Satz gewinnen müssen. Dann haben die drei richtig gut weitergekämpft und das bis zum Schluss. Shan Xiaona war am Ende zwar sehr nervös, hat das aber taktisch sehr gut gespielt. Wir müssen uns jetzt erholen und dann haben wir gegen voraussichtlich China natürlich nichts zu verlieren. Wir müssen sie schwitzen lassen und selbst wenn wir nicht gewinnen, müssen wir in Form bleiben und im Kopf die Anspannung halten.“

Petrissa Solja: „Ich bin superglücklich und superstolz auf die beiden. Aber wir sind als Team unglaublich stark, leider konnte ich heute keinen Punkt holen. Das Spiel macht uns nochmal stärker, auch weil die Gegner sehen, dass jeder von uns sehr gut spielen kann und es keine klare Nummer eins gibt. Ich kann gar nicht glauben, dass wir wieder in Halbfinale sind. Sollten wir gegen China spielen, werden das die klaren Favoriten sein. Aber wir gehen nicht ins Spiel mit der Einstellung, dass wir sowieso verlieren. Die Chinesen stehen unter enormen Druck und selbst wenn wir verlieren, sehen wir das als gute Vorbereitung für das Spiel um Bronze.“

Han Ying: „Ich habe schon gedacht, es wird gegen Shin Yubin schwieriger für mich. Ich habe im Vorfeld kein Video gefunden, wie sie gegen Abwehr spielt. Mir war auch bewusst, dass ich fürs Team spiele und wir mit meinen zwei Punkten noch die Chance haben zu gewinnen.“

Shan Xiaona: „Ich war unglaublich nervös und war vor dem Spiel noch auf der Toilette weinen. Ich konnte die Tränen nicht zurückhalten. Aber ich hatte dann am Tisch weniger Druck. Ich habe gut trainiert in letzter Zeit und habe meine Form verbessert. Und da dachte ich schon, das Spiel gegen Choi kann ich gewinnen.“

Spiel um Gold am 5. August, 12.30 Uhr, und Bronze um 4 Uhr

Achtelfinale, 1. und 2. August

DTTB-Damen - Australien 3:0

Petrissa Solja/Shan Xiaona - Melissa Tapper/Michelle Bromley 3:0 (1,5,4)
Han Ying - Jian Fang Lay 3:2 (11,-9,4,-7,2)
Shan Xiaona - Michelle Bromley 3:0 (2,3,9)

China - Österreich 3:0
Frankreich - Singapur 0:3
Südkorea - Polen 3:0
Hong Kong - Brasilien 3:1
Ägypten - Rumänien 0:3
Taiwan - USA 3:0
Ungarn - Japan 0:3



Herren-Einzel

Spiel um Bronze am Freitag, 13 Uhr MESZ

Dimitrij Ovtcharov – Lin Yun Ju TPE 4:3 (11,-9,-6,4,-4,13,7)

Dimitrij Ovtcharov über das Spiel und die letzten 24 Stunden: „Das ist eine emotionale Achterbahnfahrt seit vier Tagen. Einzeltage bei Olympia fühlen sich an wie Jahre. Ich habe an den Sieg gegen Ma Long so fest geglaubt. Ich habe danach zu meinem Vater gesagt, die Niederlage ist so schwer, ich kann nie wieder Tischtennis spielen. Er hat gesagt: ‚Dima, wenn du heute gewinnst, sieht alles wieder anders aus.‘ Und er hatte Recht. Ich habe sehr schlecht geschlafen, ständig kamen wieder Fetzen von diesem Spiel. Lin ist technisch wahnsinnig stark. Er ist auf dem Niveau der besten Chinesen. Beim Matchball, den er im sechsten Satz liegen hatte, da dachte ich für ein Bruchteil: Das war's jetzt für mich. Da hatte ich Hilfe von oben, dass dieser Ball Netz und ins Aus ist. Bei 9:3 im siebten Satz kam die Nervosität wieder hoch. Dass ich das dann geschafft habe, macht mich genauso glücklich, wie ich gestern enttäuscht war. Was ein Rollercoaster an Erlebnissen!"

Über die Unterstützung nach dem Halbfinal-Aus: „Ich habe ganz viele Telefonate geführt, mit meiner Familie, mit Rossi, Richie und dem Team. Ohne den mentalen Beistand wäre ich gar nicht aus dem Bett gekommen. Ich würde mir auch mal einen Tag frei wünschen. Ich habe alles aus mir rausgeholt. Auch das, was gar nicht mehr da war.“

Über die Hallenschließung: „Ich war sogar ganz froh, dass die Halle zu war. Wäre sie offen gewesen, wäre ich sicher reingefahren und dann hätte mir vielleicht im Spiel die Kraft gefehlt.“

Über den Vergleich zu London: „Nach London bin ich damals gefahren nur mit dem Ziel, Bronze zu gewinnen. Und das hat mir damals schon keiner zugetraut. Ich habe viel an meinem Spiel gearbeitet, auch in der Corona-Zeit. Ich hatte diesen Glauben, dieses Mal weiter zu gehen als Halbfinale. 2012 die Niederlage im Halbfinale war nach einer Sekunde vergessen. Da habe ich schon im Spiel an Chuang gedacht. Die Niederlage gestern hat sich so schwer angefühlt.“

Über den anstehenden Team-Wettbewerb: „Wenn ich das Spiel verloren hätte, wüsste ich - glaube ich - nicht mehr, wie ich essen und aufstehen hätte sollen. Jetzt möchte ich die Jungs nur umarmen, will sie tragen und mit Timo, 'Franz' und 'Benne' gemeinsam noch eine Medaille holen. Wir müssen Schritt für Schritt gehen. Wir haben eine schwere Auslosung, aber das ist kein Wunschkonzert und wir konzentrieren uns jetzt auf Portugal. Ich glaube fest an eine Medaille. Wir sind voll da, wir haben ein top Doppel. Wir haben alles, was man braucht und benötigen noch das Quäntchen Glück. Wir konzentrieren uns jetzt erst einmal auf Portugal. Denn wenn man schon weiterdenkt, ist man ganz schnell zu Hause.“

Jörg Roßkopf über das Spiel: „Das war wieder ein Wahnsinnsspiel. Es war für beide Spieler heute schwer, in dieses Spiel zu gehen. Dima ist gut ins Spiel gekommen, aber dann war es ein Match auf Augenhöhe. Es hätte ein mentales Problem werden können, wenn der erste Satz verloren gegangen wäre. Das war ein ganz wichtiger Satz für Dima, um in diesen Rhythmus zu kommen. Lin hat ein Wahnsinnsturnier gespielt und ist vielleicht der Spieler mit der besten Form hier bei dem Turnier. Und er wird von Tag zu Tag zu besser. Lin hat bei einem Matchball eine gute Chance liegen lassen, und danach ist es für Dima in die richtige Richtung gelaufe."

Über die letzten 24 Stunden: „Dima ist dafür bekannt, dass er immer weiterkämpft. Er weiß auch, was er für eine Mannschaft hat. Wir haben ihn aufgebaut. Im Endeffekt habe ich mit ihm kurz gesprochen. Ich habe ihm gesagt, seine Tochter wünscht sich von ihm, dass er ihr irgendwas mitbringt – am besten eine Medaille. Ich habe zu ihm gesagt, gewinne dieses Spiel für deine Familie, die da auch viel investiert hat. Ansonsten habe ich ihn in Ruhe gelassen. Ich habe das selbst erlebt 1996. Ich weiß, wie schwierig das ist. Am nächsten Morgen kam er mit viel Energie zu uns und sagte, er ist bereit. Die Situation war gestern schwer, er hat das unglaublich gelöst und bekommt jetzt einen Tag frei. Dann geht es mit dem Team weiter.“

Über die abgeschlossene Halle: „Wir haben das noch nie erlebt, dass eine Halle abgeschlossen wird bei einem olympischen Turnier. Die Chinesen waren erschüttert, als ich ihnen das gestern Nacht erzählt habe. Aber das war für alle gleich. Dima hat das gut gesagt: ‚Wir können uns jetzt nicht über so etwas aufregen. Wir müssen damit umgehen.‘ Benedikt Duda ist dann in die Trainingshalle gefahren und hat seinen Schläger eine Stunde eingespielt. Das sieht man auch, wie gut die Mannschaft funktioniert.“

Über das erste Erfolgserlebnis: „Wir hatten es jetzt auch endlich mal verdient. Wir haben sehr gut gespielt. Es wäre extrem bitter gewesen, ohne Medaille aus den drei Wettbewerben zu gehen. Das brauchen wir für die Mannschaft, aber wir haben eine schwere Auslosung. Es sind alle vier Spieler gefordert, das Maximum zu geben. Dima bekommt einen Tag frei, die anderen Jungs trainieren. Die Halle ist ja morgen mal auf. Wir wissen, dass wir am Sonntag ab 19.30 Uhr einen absoluten Kampf leisten müssen.“

Finale am Freitag, 14 Uhr MESZ

Ma Long CHN - Fan Zhendong 4:2 (4,-10,8,9,-3,7)

Herren-Einzel, Halbfinale

Dimitrij Ovtcharov – Ma Long CHN 3:4 (-11,-8,9,9,-7,5,-9)

Jörg Roßkopf: „Es war ein Wahnsinns Spiel von Dima von Anfang an. Bis zum Ende extrem spannend und hochklassig, was man selten sieht. Er war gut vorbereitet, das hat man gesehen. Und diese ganzen Möglichkeiten hat er im taktischen Bereich ausgespielt. Es ist extrem bitter gerade, aber das ist der Sport. Aus dieser Leistung muss er Mut schöpfen für morgen bereits sein. Wir werden ihm helfen und wieder aufbauen. Es gibt nicht viele Spieler, die zwei Medaillen im Einzel gewonnen haben bei Olympia. Lin Yun-Ju ist der Spieler, der sich hier in der besten Form befindet. Schwierig zu spielen für Dima, weil er ein Linkshänder mit extrem guten Aufschlag-Rückschlag-Spiel ist. Gegen Chuang in London war es sicher einfacher.“

Dimitrij Ovtcharov: „Es war schade, dass ich den ersten Satz nicht genommen habe. Ich habe nur von Punkt zu Punkt gedacht, ich habe immer nur an den nächsten Punkt gedacht. Mein Matchplan ist gut aufgegangen, ich hatte den besten Spieler der Welt am Rande einer Niederlage. Dass es sehr schmerzt, ist noch untertrieben. Es war sicherlich eins der besten Spiele, die ich je gespielt habe. Ich habe mich viel mit Ma Long beschäftigt und heute an meinem Sieg geglaubt. Ich denke, das hat man gesehen. Nach dem Matchball war mehr oder weniger nur noch Leere. Ich konnte es gar nicht fassen, dass das Spiel vorbei war. Ich habe meine Frau und meinen Vater angerufen direkt nach dem Spiel. Ohne meine Familie würde ich das gar nicht schaffen und ich wollte ihre Stimme hören. Die Worte taten mir gut.“

Richard Prause: „Ich denke, das ist eines der besten Spiele gewesen, dass ich jemals gesehen habe. Von der Art, der Qualität und der Dramatik war das Tischtennis der nächsten Stufe. Es war geprägt von einer extremen Taktik, Dimitrij hat in vielen Bereichen auch Dinge verändert im Vergleich zu seinen Niederlagen davor. Ma Long hat am Ende ein paar ganz große Rallys gespielt, aber dafür ist er Ma Long. Es ist ein ganz großes Spiel gewesen. Ich denke, dass er ein paar Stunden für sich braucht. Wir sind hier als Team, wir versuchen ihm zu helfen. Aber er hat eine ähnliche Situation schon gehabt bei Olympia 2012. Ich bin mir sicher, er ist morgen wieder topfit und greift von vorne an.“

Fan Zhendong CHN – Lin Yun Ju TPE 4:3 (-6,9,12,-13,9,-9,7)

Viertelfinale
Fan Zhendong CHN - Jeoung Youngsik KOR 4:0 (10,9,6,5)
Lin Yun Ju TPE - Darko Jorgic SLO 4:0 (4,7,4,6)
Ma Long CHN - Omar Assar EGY 4:1 (7,9,6,-11,6)
Dimitrij Ovtcharov - Hugo Calderano BRA 4:2 (-7,-5,8,7,8,2)

Achtelfinale

Dimitrij Ovtcharov - Koki Niwa 4:1 (4,-7,0,7,9) JPN

Timo Boll - Jeoung Youngsik KOR 1:4 (-8,7,-7,-9,-4)

Runde 3 (Beste 32)

Dimitrij Ovtcharov - Kirill Skachkov RUS 4:0 (11,3,11,4)

Timo Boll - Kirill Gerassimenko (KAZ) 4:1 (-7,6,7,2,1)

Qualifikation & Runde 1
Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Runde 2
Alle Ergebnisse finden Sie hier.


Damen-Einzel

Spiel um Gold am Donnerstag, 14 Uhr MESZ
Chen Meng CHN - Sun Yingsha CHN 4:2 (-9,6,4,-5,4,9)

Spiel um Bronze am Donnerstag
Mima Ito JPN - Yu Mengyu SIN 4:1 (-6,8,7,7,6)

Damen-Einzel, Halbfinale am Donnerstag
Sun Yingsha CHN - Mima Ito JPN 4:0 (3,9,6,4)
Chen Meng CHN - Yu Mengyu SIN 4:0 (6,8,7,6)

Viertelfinale
Han Ying - Sun Yingsha CHN 0:4 (-8,-3,-8,-6)
Kasumi Ishikawa JPN - Yu Mengyu SIN 1:4 (8,-5,-12,-6,-2)
Chen Meng CHN - DOO Hoi Kem HKG 4:2 (-6,-6,6,9,1,8)
Mima Ito JPN - Jeon Jihee KOR 4:0 (5,1,10,6)

Han Ying: „Ich habe alles versucht, aber keine Löcher gefunden und sie konnte alles machen. Ich wollte zunächst mal einen Satz gewinnen, aber das war schwer. Wenn ich meinen Rhythmus gefunden hatte, stellte sie das Spiel sofort wieder um. Aber es hat Spaß gemacht. 2016 (gg Ding Ning) und 2021 hatte ich natürlich mit meinen Gegnerinnen im Viertelfinale kein Glück. Aber ich war hier in Tokio nicht unter den Top 8 gesetzt Da war es klar, dass ich schwere Gegner bekomme. Ich werde jetzt erstmal einen Tag ohne Tischtennis machen und meinen Akku etwas aufladen. Und dann kämpfe ich 100 % für die Mannschaft.“

Jie Schöpp: „Sun hat das Maximum gespielt, sehr fest gespielt, aber auch sehr sicher. Wir hatten gehofft, vielleicht im Spiel eine Lösung zu finden - sie haben ja noch nicht gegeneinander gespielt. Am Anfang hat sie viel über Yings Vorhand gespielt, das eigentlich gut für Ying ist. Aber sie hat dann schnell wieder umgestellt. Sie ist schon eine Weltklassespielerin.  Wir wollten versuchen, das Spiel lang zu ziehen und sie etwas müde zu spielen. Aber das Abwehrsystem ist einfach kein perfektes System. Wenn die Gegnerin die richtigen Mittel hat, ist man ausgeliefert. Ying wollte bis zum Schluss keinen Punkt schenken und hat ihr Bestes gegeben.“

Achtelfinale

Han Ying - Feng Tianwei SGP 4:1 (11,7,9,-6,8)

Runde 3 (Beste 32)

Han Ying - Lay Fang Jian 4:0 (9,8,7,8) AUS

Petrissa Solja – Mo Zhang (CAN) 3:4 (-7,-5,9,-6,6,8,-3)

Qualifikation & Runde 1

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Runde 2
Alle Ergebnisse finden Sie hier.


Mixed

Spiel um Bronze, 26. Juli
Lin Yun Ju/Cheng I Ching TPE – Emmanuel Lebesson/Yuan Jia Nan FRA 4:0 (8,7,8,5)

Finale, 26. Juli
Xu Xin/Liu Shiwen CHN – Jun Mizutani/Mima Ito JPN 3:4 (5,7,-8,-9,-9,6,-6)

Halbfinale, 25. Juli
Xu Xin/Liu Shiwen CHN – Emmanuel Lebesson/Yuan Jia Nan FRA 4:0 (5,6,11,7)
Jun Mizutani/Mima Ito JPN – Lin Yun Ju/Cheng I Ching TPE 4:1 (9,-6,9,6,6)

Viertelfinale, 25. Juli
Lin Yun Ju/Cheng I Ching TPE – Lee Sangsu/Jeon Jihee KOR 4:2 (-7,4,-7,7,8,7)
Patrick Franziska/Petrissa Solja - Jun Mizutani/Mima Ito JPN 3:4 (-8,5,3,-3,9,-8,-14)
Xu Xin/Liu Shiwen CHN – Ovidiu Ionescu/Bernadette Szocs ROU 4:0 (6,1,6,10)
Wong Chun Ting/Doo Hoi Kem HKG – Emmanuel Lebesson/Yuan Jia Nan FRA 3:4 (-3,6,7,-8,8,-7,-11)

Achtelfinale (1. Runde), 24. Juli
Xu Xin/Liu Shiwen CHN – Wang Zhen/Zhang Mo CAN 4:1 (-9,8,7,8,6)
Ovidiu Ionescu/Bernadette Szocs ROU – Lubomir Pistej/Barbora Balazova SVK 4:1 (8,8,-12,4,9)
Emmanuel Lebesson/Yuan Jia Nan FRA – Hu Heming/Melissa Tapper AUT 4:0 (5,9,1,0)
Wong Chun Ting/Doo Hoi Kem HKG – Adam Szudi/Szandra Pergel HUN 4:0 (6,5,3,9)
Lin Yun Ju/Cheng I Ching TPE – Kamal Achanta/Manika Batra IND 4:0 (8,6,5,4)
Lee Sangsu/Jeon Jihee KOR – Omar Assar/Dina Meshref EGY 4:1 (-9,3,5,7,8)
Patrick Franziska/Petrissa Solja - Jorge Campos/Daniela Fonseca CUB 4:0 (5,7,8,7)

Jun Mizutani/Mima Ito JPN - Stefan Fegerl/Sofia Polcanova AUT 4:1 (5,-8,9,4,4)

Viertelfinale, 25. Juli

Lin Yun Ju/Cheng I Ching TPE – Lee Sangsu/Jeon Jihee KOR 4:2 (-7,4,-7,7,8,7)
Patrick Franziska/Petrissa Solja - Jun Mizutani/Mima Ito JPN 3:4 (-8,5,3,-3,9,-8,-14)
Xu Xin/Liu Shiwen CHN – Ovidiu Ionescu/Bernadette Szocs ROU 4:0 (6,1,6,10)
Wong Chun Ting/Doo Hoi Kem HKG – Emmanuel Lebesson/Yuan Jia Nan FRA 3:4 (-3,6,7,-8,8,-7,-11)

Stimmen:

Jörg Roßkopf über das Spiel: „Das war eine riesige Chance heute. Der Start im 7. Satz ging super los und bei den Matchbällen hatten wir auch die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Das waren keine unmöglichen Bälle. Die beiden haben super gespielt gegen die Japaner, am Ende haben Ito/Mizutani immer weitergekämpft, und natürlich war es auch pure Nervosität auf beiden Seiten.

Roßkopf über die verpasste Chance: „Die Chancen wären da gewesen, auch eine Medaille zu gewinnen. Es ist ein schwerer Tag, aber morgen geht’s weiter. Peti muss sich aufs Einzel vorbereiten, Patrick hat eine Woche Pause. Ein, zwei Tage dauert das Verarbeiten sicher, aber dann muss es wieder mit Vollgas weitergehen. Sie haben das Maximum gespielt, und man hat auch gesehen, dass sie Fehler gemacht haben. Mit der Leistung hätten wir es natürlich verdient gehabt, im Halbfinal zu stehen.

Patrick Franziska über das Spiel: „Wir haben super gespielt. Ich hatte auch das Gefühl, dass wir sie im Griff hatten, vor allem am Ende. Sie haben uns gelegen, wir haben aber den Sack nicht zugemacht. Es war keine große Veränderung am Ende – sie haben gar keine Fehler gemacht und wir haben nicht mehr mit der Qualität gespielt am Ende. Und klar, je näher sie rankommen desto nervöser wird man am Ende.“

Petrissa Solja über das Spiel: „Man überlegt schon: Was hätte man am Ende anders spielen können. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Wir haben vielleicht etwas schlechter reagiert. Mich ärgern dann die Fehler, die ich gemacht habe. Wir haben so hoch geführt am Ende, das ist für mich das Traurigste. Es war ein langer Weg bis hier her, wir haben uns auf dieses Turnier vorbereitet und genau für diesen Moment und am Ende verpassen wir die Chance, vielleicht doch eine Medaille zu gewinnen. Dass dieser lange Weg hier in Tokio zumindest so zu Ende geht, tut schon weh.

Achtelfinale, 24. Juli

Xu Xin/Liu Shiwen CHN – Wang Zhen/Zhang Mo CAN 4:1 (-9,8,7,8,6)
Ovidiu Ionescu/Bernadette Szocs ROU – Lubomir Pistej/Barbora Balazova SVK 4:1 (8,8,-12,4,9)
Emmanuel Lebesson/Yuan Jia Nan FRA – Hu Heming/Melissa Tapper AUT 4:0 (5,9,1,0)
Wong Chun Ting/Doo Hoi Kem HKG – Adam Szudi/Szandra Pergel HUN 4:0 (6,5,3,9)
Lin Yun Ju/Cheng I Ching TPE – Kamal Achanta/Manika Batra IND 4:0 (8,6,5,4)
Lee Sangsu/Jeon Jihee KOR – Omar Assar/Dina Meshref EGY 4:1 (-9,3,5,7,8)
Patrick Franziska/Petrissa Solja - Jorge Campos/Daniela Fonseca CUB 4:0 (5,7,8,7)
Jun Mizutani/Mima Ito JPN - Stefan Fegerl/Sofia Polcanova AUT 4:1 (5,-8,9,4,4)

Stimmen:

Solja über das Spiel: „Wir waren die klaren Favoriten, haben unsere Gegner aber sehr ernst genommen und sind zufrieden mit der souveränen Leistung.“

Franziska über seine Olympia-Premiere: „Es war schon komisch-super, heute hier einzulaufen. Man hat so lange darauf gewartet, hingefiebert und trainiert. Als ich mich eingespielt habe, habe ich schon mal auf Tokio 2020 geschaut und gedacht: ‚Wow, jetzt sind wir hier. Wir haben es geschafft.‘ Es war schon ein sehr besonderer Moment, vielleicht sogar einer der besondersten.“

Roßkopf über das Achtelfinale und das Viertelfinale: „Das war ein einfaches Spiel, eine Pflichtaufgabe. Mizutani und Ito sind ein eingespieltes Doppel. Sie wollen hier Gold holen. Sie sind favorisiert, wir müssen das Spiel eng halten, weil genau da spüren sie dann den Druck als Lokalmatador.“

Franziska über das VF: „Morgen müssen wir unser Maximum abrufen, noch besser im Aufschlag-Rückschlag-Spiel sein. Vielleicht hat Mima Ito* noch einen kleinen Flashback von ihrer Niederlage gegen uns bei der WM 2019 in Budapest.“

Solja über das VF: Ich glaube schon, dass sie diese Niederlage in Budapest Mima Ito* gewurmt hat und auch die gegen mich im Olympia-Halbfinale 2016 in Rio. Sie wird aber mittlerweile reif genug sein, diese Niederlagen abgehakt zu haben. Das ist schon ein ziemlich starkes Mixed."

*Bei der WM 2019 in Budapest spielte die Japanerin Mima Ito gemeinsam mit Masataka Morizono und unterlag Franziska/Solja im Mixed-Viertelfinale und einem "Verletzungsdrama" auf deutscher Seite mit 2:4.


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Das deutsche Aufgebot bei den Tischtenniswettbewerbe in Tokio

Herren-Team: Dimitrij Ovtcharov (Fakel Gazprom Orenburg, Russland), Timo Boll (Borussia Düsseldorf), Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken TT), Ergänzungsspieler: Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt)
Damen-Team: Petrissa Solja (TSV Langstadt), Han Ying (KTS Enea Siarka Tarnobrzeg, Polen), Shan Xiaona (ttc berlin eastside), Ergänzungsspielerin: Nina Mittelham (ttc berlin eastside)
Herren-Einzel: Dimitrij Ovtcharov, Timo Boll
Damen-Einzel: Petrissa Solja, Han Ying
Gemischtes Doppel: Patrick Franziska/Petrissa Solja
Teilmannschaftsleiter: Richard Prause (Sportdirektor)
Trainer-Team: Jörg Roßkopf (Bundestrainer Herren), Jie Schöpp (Bundestrainerin Damen), Lars Hielscher (Assistenztrainer)
Physiotherapeut: Peter Heckert (OSP Hessen)
Arzt: Dr. Antonius Kass (Düsseldorf)
Schiedsrichterin: Anja Gersdorf (Düsseldorf)
Öffentlichkeitsarbeit: Benedikt Probst (Frankfurt/Main)

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