Wieder in seinem Element: Dimitrij Ovtcharov (Foto: ms)
Der World-Cup-Sieger sei „vor allem extrem happy wieder gesund zu sein"

Ovtcharov: „Ich fühle mich topfit und gesund“

SH 04.07.2018

Düsseldorf. Dimitrij Ovtcharov ist zurück in Deutschland – und, noch wichtiger: Der Weltranglistenvierte ist zurück am Tisch. Monate hat er mit wiederkehrenden starken Schmerzen gerungen, verursacht zuletzt von einem Stressödem, so heißt es, wenn ein Reiz eine Flüssigkeits-Ansammlung verursacht, im rechten Oberschenkelhals.

Bei den Team-Weltmeisterschaften in Halmstad hat er gespielt, „auch wenn ich leider in keinem guten Zustand war, aber ich wollte einfach der Mannschaft so gut ich konnte beistehen, ähnlich wie im Champions-League-Finale“, erzählt Ovtcharov. „Ob das am Ende eine gute Entscheidung war, sei dahingestellt – mein Ehrgeiz war jedenfalls da. Danach habe ich mir dann wieder eine Pause gegönnt.“ Vier Wochen hat diese erneute Auszeit im Anschluss an die Champions League gedauert, insgesamt in diesem Jahr eine kleine Ewigkeit für einen Profisportler, vor allem vom Kaliber Ovtcharov.

Vor knapp drei Wochen hat er wieder mit der Belastung begonnen und trainiert inzwischen relativ viel, wenn auch noch dosiert. Zunächst bei seinem russischen Verein in Orenburg mit seiner Klub-Mannschaft und angeleitet von seinem Vater Mikhail. Seit Montag läuft Teil eins des Sommer-Vorbereitungslehrgangs mit seinem Herren-Nationalteam plus DTTB-U23-Kader in Düsseldorf. Ovtcharov und Co. legen hier die Grundlagen für die neue Saison, bolzen massig Kondition, machen Krafttraining und Stabilisationsübungen und steigern den Tischtennisanteil am Tagespensum von Woche zu Woche.

Trainingsrückstand, aber topfit und gesund

„Ich fühle mich topfit und gesund“, sagt Dimitrij Ovtcharov. „Natürlich habe ich einiges an Trainingsrückstand durch die vielen Pausen, die ich dieses Jahr gemacht habe, aber das allerwichtigste ist, dass ich schmerzfrei bin. Mit fleißigem Training wird die Form auch wiederkommen.“

Er sei jetzt vorsichtig optimistisch, hat in der russischen Liga schon ein paar Spiele gemacht und unter anderem Gegner wie Grigory Vlasov, zurzeit die Nummer 136 der Weltrangliste, mit 3:0 besiegt. Die beiden ersten internationalen Turniere nach seinen verletzungsbedingten Absagen bei den Katar und China Open sowie der Aufgabe bei den German Open im Frühjahr werden die Korea und Australian Open sein, vom 19. bis 22. Juli bzw. vom 26. bis 29. Juli sein - die wie die German Open zu den Turnieren der ITTF-Platinum-Serie zählen.

Im Training alles geben, den Rest auf sich zukommen lassen

Vor allem das Turnier in Australien hatte der amtierende World-Cup-Sieger bei seiner Jahresplanung eigentlich nicht auf dem Zettel, „weil es so weit weg ist“. Besser hätten Katar im März und China im Mai gepasst. „Dafür freue ich mich nun, dass ich das erste Mal in meinem Leben in Australien sein werde, und natürlich auf das Turnier selbst. Ich hoffe, in Korea und Australien schon wieder eine ordentliche Form zu haben.“

In Südkorea ist Ovtcharov topgesetzt vor den Chinesen Lin Gaoyuan und Xu Xin. In Australien ist er die Nummer drei als Verfolger von deren Landsleuten Fan Zhendong und Ma Long. „Ich bin aktuell vor allem extrem happy wieder gesund zu sein, gebe im Training mein Bestes und lasse den Rest auf mich zukommen. Ich mache mir keinen besonderen Stress, sofort an die Leistung vom letzten Jahr anknüpfen zu müssen.“

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