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Selfie-Zeit: Petrissa Solja und Physiotherapeut Peter Heckert (Foto: Instagram-Account Peter Heckert)
Die zweifache Europameisterin von Warschau lobt die Top-Bedingungen in der Halle und berichtet von den Corona-Vorsichtsmaßnahmen

Peti Solja: "Die Spielhalle ist perfekt für Tischtennis"

SH 21.07.2021

Tokio. Nach der strapaziösen Anreise mit einem langen Flug sowie den Corona- und Sicherheitskontrollen am Flughafen Tokio-Haneda lebt sich die DTTB-Delegation so langsam ein bei den Sommerspielen. Im Interview erzählt Petrissa Solja von ihren Eindrücken im Olympischen Dorf und von den Top-Bedingungen im Tokyo Metropolitan Gymnasium, dem Schauplatz der olympischen Tischtenniswettbewerbe. Zu den ersten positiven Corona-Fällen trotz Impfung sagt die zweifache Europameisterin von Warschau: "Ich versuche einfach nur, gesund zu bleiben und die Hygienemaßnahmen so gut es geht einzuhalten, damit ich mir nachher nichts vorwerfen kann, falls doch etwas passiert."

Wie strapaziös war deine Anreise von Montag auf Dienstag?
Petrissa Solja:
Die Anreise war sehr anstrengend. Wir sind elf Stunden geflogen und haben dann noch vier Stunden am Flughafen gebraucht, bis wir durch die ganzen Kontrollen durch waren. Uns wurde nachher gesagt, dass vier Stunden ziemlich gut seien. Einige hätten auch neun Stunden am Flughafen verbracht. Von daher können wir uns nicht beschweren.

Wie hast du die Ankunft im Olympischen Dorf erlebt? Und wie gefällt es dir in deinem Olympia-Zuhause?
Solja:
Als wir im Olympischen Dorf ankamen, wurden wir schon erwartet und direkt von ein paar Mitgliedern der deutschen Delegation begrüßt. Der erste Blick auf das Dorf war nicht so geil. Als wir reinkamen, haben wir erst mal auf einen alten Beton-Bunker geschaut. Das war zum Glück nur die Rückansicht. Drinnen sieht das Dorf toll aus, es liegt direkt am Fluss. Ich habe sogar ein Zimmer mit Flussblick, was leider nicht so viel bringt, weil man versucht die Zeit draußen so kurz wie möglich zu halten. Es ist einfach zu heiß und zu schwül. Man bleibt dann eher im Zimmer mit Klimaanlage. 

Was gefällt dir am besten?
Solja:
Für mich ist es heute erst der zweite Tag. Viel Zeit zum Erkunden des Olympischen Dorfs hatte ich noch nicht.

Du hast heute zum zweiten Mal im Tokyo Metropolitan Gymnasium trainiert. Wie ist dein Eindruck von der Halle und den Spielbedingungen?
Solja:
Ich habe die ersten Bälle gespielt und kann sagen: Die Spielhalle ist perfekt für Tischtennis. Es wäre so toll, wenn Zuschauer erlaubt wären. Die Tribünen sind fast direkt an der Box – das wäre super für Zuschauer gewesen.
Am ersten Tag nach der Anreise war ich natürlich noch nicht so spritzig, aber heute lief es schon wieder richtig gut. Und noch ist ein bisschen Zeit bis zum ersten Mixed-Doppel. Ich habe das Gefühl, dass ich gut drauf bin und hoffe, dass ich meine gute Form auch hier wieder bestätigen kann.

Ihr habt am Dienstag auch Mixed trainiert, Patrick Franziska und du. Habt ihr da noch etwas Bestimmtes gemacht?
Solja: Wir haben noch mal ein paar Laufwege extra trainiert. Wir sind zwar sehr gut eingespielt, aber einige Sachen wiederholt man lieber ein paar Mal mehr.

Ihr werdet täglich getestet. Auch bei Geimpften wurde schon von positiven Fällen berichtet. Südkoreas Präsident Ryu Seung Min, Olympiasieger von 2004, ist zweimal geimpft und nach einem positiven Test in Quarantäne? Wie nervös bist du da?
Solja:
Ich habe auch schon von ersten Corona-Fällen gehört. Ich versuche einfach nur, gesund zu bleiben und die Hygienemaßnahmen so gut es geht einzuhalten, damit ich mir nachher nichts vorwerfen kann, falls doch etwas passiert.

Timo Bolls Kaffeemaschine hatte am Anfang nicht funktioniert, durch die er das halbe Team mit Kaffee versorgt. Wie schlimm wäre es gewesen, wenn ihr auf Timos Barista-Fähigkeiten hättet verzichten müssen?
Solja:
Ich nutze die Kaffeemaschine gar nicht. Ich trinke sehr selten Kaffee. Ich habe meinen eigenen Wasserkocher dabei und rühre mir mein Zeug selbst zusammen.

Herren-Team: Dimitrij Ovtcharov (Fakel Gazprom Orenburg, Russland), Timo Boll (Borussia Düsseldorf), Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken TT), Ergänzungsspieler: Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt)
Damen-Team: Petrissa Solja (TSV Langstadt), Han Ying (KTS Enea Siarka Tarnobrzeg, Polen), Shan Xiaona (ttc berlin eastside), Ergänzungsspielerin: Nina Mittelham (ttc berlin eastside)
Herren-Einzel: Dimitrij Ovtcharov, Timo Boll
Damen-Einzel: Petrissa Solja, Han Ying
Gemischtes Doppel: Patrick Franziska/Petrissa Solja
Teilmannschaftsleiter: Richard Prause (Sportdirektor)
Trainer-Team: Jörg Roßkopf (Bundestrainer Herren), Jie Schöpp (Bundestrainerin Damen), Lars Hielscher (Assistenztrainer)
Physiotherapeut: Peter Heckert (OSP Hessen)
Arzt: Dr. Antonius Kass (Düsseldorf)
Schiedsrichterin: Anja Gersdorf (Düsseldorf)
Öffentlichkeitsarbeit: Benedikt Probst (Frankfurt/Main)

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