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Chantal Mantz packte durch ein 3:1 über Irene Ivancan den Langstädter Sieg gegen Tostedt in trockene Tücher (Bild: Petra Steyer).
Böblingen steht bereits im Final Four

Pokal-Qualifikation: Erstligisten auch im zweiten Durchgang souverän

Dr. Stephan Roscher 08.01.2022

Hannover. Beim Turnier um die Deutsche Pokalmeisterschaft in Hannover gelang es keinem Zweit- oder Drittligisten, für eine Sensation zu sorgen. Neckarsulm, Tostedt, die Berliner und die Leutzscher Füchse haben zwar alles gegeben, mussten aber in ihren Gruppen jeweils mit dem letzten Platz Vorlieb nehmen und sind damit ausgeschieden. In Runde drei ab 16.00 Uhr fallen nun die Entscheidungen, wer ins morgige Final Four einzieht. Die Entscheidung in Gruppe D ist bereits gefallen, als erster Final Four-Teilnehmer steht die SV Böblingen fest, da der designierte Hauptrivale in der Gruppe, der TTC Weinheim, aufgrund von personellen Problemen nicht zum Pokalturnier antreten konnte.

Drei prickelnde Partien zwischen Teams der 1. Bundesliga Damen stehen an: TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – ttc berlin eastside, TSV Schwabhausen – TSV Langstadt, SV DJK Kolbermoor – ESV Weil. Am spannendsten dürfte es in Gruppe 2 werden. Wer möchte schon für das Match zwischen Schwabhausen und Langstadt Wetten abschließen.

Doch nun noch zu den Partien des zweiten Durchgangs.

TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – NSU Neckarsulm 3:0

Die Rheinhessinnen, mit der jungen Anastasia Bondareva sowie den beiden Tschechinnen Katerina Tomanovska und Karolina Mynarova angetreten, hatten wenig Mühe, den Drittligisten auf Distanz zu halten. Neckarsulm hat in Hannover keineswegs enttäuscht und kam durch die Slowakin Simona Horvathova beim 1:3 gegen Mynarova wenigstens zu einem Satzgewinn. Dies war das zweite Match. Zum Auftakt hatte Tomanovska gegen die junge Thi Minh Thu Nguyen gewonnen, die im dritten Durchgang sogar auf Augenhöhe war, danach gelang Bondareva ein 3:0-Erfolg gegen Kathrin Hessenthaler.

MTV Tostedt – TSV Langstadt 0:3

Ebenso wenig wie zuvor gegen Schwabhausen konnte Ex-Bundesligist Tostedt gegen die in Topbesetzung nach Hannover gereisten Langstädterinnen für einen Pokal-Coup sorgen. Die junge Mia Griesel deutete zwar auch gegen die ehemalige Deutsche Einzelmeisterin Tanja Krämer ihr gigantische Potenzial an, musste sich jedoch in vier Durchgängen der ganzen Routine ihrer Gegnerin beugen. Petrissa Solja ließ im Anschluss gegen Lotta Rose beim 11:5, 11:5, 12:10 nichts anbrennen, sodass Nationalspielerin Chantal Mantz im Duell mit Ex-Nationalspielerin Irene Ivancan durch ein 3:1 nach einer Gesamtspieldauer von 78 Minuten den Sack zumachen konnte.  

ESV Weil – Füchse Berlin 3:0

Die Weilerinnen gingen natürlich klar favorisiert an den Tisch und wurden dieser Rolle auch gerecht, wenngleich die Füchse phasenweise gut mitspielten und in jedem Match jeweils einen Satzgewinn verbuchen konnten. Zunächst besiegte die Bulgarin Polina Trifonova die besonders im ersten Durchgang unbekümmert aufspielende Sina Henning, die sie erst nach hartem Kampf in die Knie zwang. Vivien Scholz bekam es mit der Litauerin Emilija Riliskyte zu tun, die schon gegen Kolbermoors Ganina gezeigt hatte, was sie drauf hat. Der erste Satz ging an Riliskyte, nachdem Scholz eine 9:5-Führung nicht ins Ziel bringen konnte. Der zweite mit 12:10 an die Brandenburgerin in Diensten des ESV, die anschließend ihre Gegnerin im Griff hatte. Für den Siegpunkt sorgte die 17-jährige Kroatin Hana Arapovic, eines der größten Talente Europas, die nach verlorenem erstem Satz gegen Ann-Marie Dahms ihr Match noch sicher nach Hause brachte.

 

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