Böblingens Lebensversicherung gegen Hannover: Qianhong Gotsch (Bild: Marco Steinbrenner).
Drei klare Favoritensiege und eine Beinahe-Überraschung im zweiten Durchgang

Porta Pokal Qualifier 2020: Böblingen wackelt, aber fällt nicht

Dr. Stephan Roscher 06.09.2020

In der zweiten Runde gab es "nur" drei klare Favoritensiege. Langstadt besiegte „Underdog“ Hofstetten ebenso mit 3:0 wie Neu-Bundesligist Weil die Berliner Füchse. Auch Zweitligist Weinheim hatte mit Fürstenfeldbruck beim 3:0 nicht allzu viel Mühe. Allerdings musste die SV Böblingen über die volle Distanz gehen. Gegen Hannover konnte man erst im abschließenden Doppel den knappen 3:2-Sieg eintüten. 

SV Böblingen – Hannover 96 3:2 

Der hohe Favorit aus dem „Ländle“ stand zwischenzeitlich bei einem 1:2-Rückstand gegen den Drittligisten, der eigentlich solides Zweitligaformat hat, sogar mit dem Rücken zur Wand. Doch dann kam ja noch Qianhong Gotsch zu ihrem Einzel-Auftritt, der ebenso souverän endete wie der erste. Weder Caroline Hajok noch Madlin Heidelberg hatten gegen Böblingens Defensivikone den Hauch einer Chance. Allerdings hatten die Kaufmann-Schwestern zumindest in den Einzeln nicht ihren besten Tag erwischt. Zunächst unterlag Alexandra Kaufmann Caroline Hajok mit 1:3, danach zog ihre jüngere Schwester Annett gegen Maria Shiiba sogar mit 0:3 den Kürzeren. Im abschließenden Doppel konnten Kaufmann/Kaufmann die Scharte aber durch ein 3:0 über Heidelberg/Shiiba auswetzen, sodass es für Böblingen zum Endspiel gegen Kolbermoor kommt. 

TSV Langstadt – TV Hofstetten 3:0 

Weltklassespielerin Petrissa Solja hatte mit Anna-Luisa Herrmann wie erwartet keine Probleme. Tanja Krämer dagegen in den verlorenen Sätzen zwei und drei gegen Svenja Horlebein schon. Die übrigen Durchgänge gingen aber klar an die Deutsche Einzelmeisterin von 2008. TSV-„Nesthäkchen“ Franziska Schreiner konnte gegen ihren alten Verein durch ein 3:1 über Sophia Deichert alles klar machen.  

Füchse Berlin – ESV Weil 0:3 

Nur im ersten Match waren die Füchse auf Augenhöhe, das die Serbin Izabela Lupulesku gegen die Tschechin Karolina Mynarova nur knapp in fünf Sätzen für sich entschied. Sophia Klee hatte danach aber mit Sina Henning keinerlei Probleme. Weils Ukrainerin Ievgeniia Sozoniuk tütete gegen Ann-Marie Dahms locker das 3:0 ein und beendete damit die Hoffnungen der Füchse auf wenigstens einen Ehrenpunkt gegen den hohen Favoriten. Der Lokalmatador aus der 2. Liga hat sich dennoch gut verkauft und konnte erhobenen Hauptes die Halle verlassen.  

TTC Weinheim – TuS Fürstenfeldbruck 3:0 

Weinheim ist für einen Zweitligisten sehr gut besetzt und könnte gegebenenfalls im „Gruppenfinale“ sogar den Damen aus Schwabhausen gefährlich werden. Gegen den Drittligisten aus Bayern musste man nicht ans Limit gehen, auch wenn man insgesamt drei Sätze einbüßte. Die Belgierin Margo Degraef machte den Auftakt gegen Stefanie Felbermeier (3:1), ihre Landsfrau Lisa Lung (vormals Busenbach) quälte sich zum 3:2 über die Bulgarin Maria Yovkova. Jennie Wolf siegte abschließend ungefährdet gegen Marina Heinrich (3:0).   

 

Seit 15.30 Uhr duellieren sich in vier echten Gruppenendspielen um das Final 4-Ticket: SV Böblingen – SV DJK Kolbermoor, TSV Langstadt – ttc berlin eastside, ESV Weil – TTG Bingen/Münster-Sarmsheim, TTC Weinheim – TSV Schwabhausen.

 

 

Gruppe A

10.30 Uhr

Runde 1

SV DJK Kolbermoor – Hannover 96

3:0

13:00 Uhr

Runde 2

SV Böblingen – Hannover 96

3:2

15:30 Uhr

Runde 3

SV Böblingen – SV DJK Kolbermoor

0:0

 

   

 

Gruppe B

10:30 Uhr

Runde 1

ttc berlin eastside – TV Hofstetten

3:0

13:00 Uhr

Runde 2

TSV Langstadt – TV Hofstetten

3:0

15:30 Uhr

Runde 3

TSV Langstadt – ttc berlin eastside

0:0

 

   

 

Gruppe C

10:30 Uhr

Runde 1

TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – Füchse Berlin

3:0

13:00 Uhr

Runde 2

Füchse Berlin – ESV Weil

0:3

15:30 Uhr

Runde 3

ESV Weil – TTG Bingen/Münster-Sarmsheim

0:0

 

   

 

Gruppe D

10:30 Uhr

Runde 1

TSV Schwabhausen – TuS Fürstenfeldbruck

3:0

13:00 Uhr

Runde 2

TTC Weinheim – TuS Fürstenfeldbruck

3:0

15:00 Uhr

Runde 3

TTC Weinheim – TSV Schwabhausen

0:0

 

 

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