Presseschau: Positive A-Probe bei Dimitrij Ovtcharov / Weitere Untersuchungen laufen

SH 27.09.2010

Frankfurt/Main. Die weiteren Untersuchungen im Fall der positiven A-Probe von Dimitrij Ovtcharov laufen. Am Mittwoch soll am Institut für Biochemie an der Sporthochschule Köln die B-Probe des Mannschaftseuropameisters von Ostrava geöffnet werden. Wegen des laufenden Verfahrens muss der Deutsche Tischtennis-Bund auf Stellungnahmen zum Thema weitgehend verzichten. Wir bitten dafür um Verständnis.

Die tagesaktuellen Medien diskutieren das Thema ausgiebig:

Stuttgarter Zeitung, 24. September (Print-Ausgabe)

Autor: Tobias Schall

Titel: Ovtcharov kämpft um seine Unschuld

Hinweis: Die Veröffentlichung erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Medienholding Süd GmbH. Dem DTTB lag eine Nutzung des Auszugs nur bis zum 31. Dezember 2010 vor. Nach Ablauf dieser Frist ist er entfernt worden.

Süddeutsche Zeitung, 25./26. September 2010 (Print-Ausgabe)

Autor: Claudio Catuogno

Titel: Forschungsprojekt Ernährung

(…) „Schon viele abenteuerliche Geschichten sollten erklären, was im Sport doch so alltäglich ist, dass es keiner abenteuerlichen Erklärung bedarf: die Verbindung von Radsport und Epo, Langlauf und Eigenblutdoping, Gewichtheben und Steroiden. (…) Der Fall Dimitrij Ovtcharov passt nicht in dieses Muster. (…) Deshalb sollte man dieser auf den ersten Blick abenteuerlichen Geschichte von verseuchtem China-Rindfleisch so akribisch auf den Grund gehen wie möglich. Nicht nur, weil sie Ovtcharov entlasten könnte, sondern auch, weil sie etwas erzählen kann über zukünftige Herausforderungen an gewissenhaft planende Athleten und Verbände. Gerade Tischtennisspieler gehen ihrem Beruf ja eher selten in der Schweiz nach, wo man ihnen im Mannschaftshotel ein Steak vom Bio-Almwiesenrind mit Kartoffelrösti serviert.“ (…)

Kicker online, 24. September 2010

Quelle: Sport-Informations-Dienst

Titel: Boll und Co. müssen Haare lassen

(…) „Der bekannte Doping-Experte Dr. Werner Franke hält die Argumentation Ovtcharovs für durchaus glaubhaft. Aus Sicht des Molekular-Biologen ist sehr wohl möglich, dass die verbotene Substanz während Ovtcharovs China-Aufenthalt durch die Einnahme von Mahlzeiten mit kontaminiertem Fleisch im offiziellen Mannschafts-Hotel in den Athleten-Körper gelangt sein könnte.

‚China ist in Bezug auf Essen das dreckigste Land der Welt‘, sagte Franke dem SID und verweist auf zahlreiche Fälle von Clenbuterol-Funden in chinesischen Fleischerzeugnissen: ‚Es gibt in China keine wirksame Nahrungsmittelkontrolle, und dort wird beliebig alles beigemischt, was den Geschmack verbessert.‘" (…)

Rheinische Post, 23. September

Quelle/Autor: SID/seeg

Titel: Hoffnung für Tischtennis-Star Ovtcharov

(...) "'Technisch gesehen ist es möglich, dass Spuren von Clenbuterol über die Nahrungsaufnahme in den menschlichen Organismus gelangen und zu einer positiven Dopingprobe führen', sagte Thevis (Mario Thevis vom Zentrum für Präventive Dopingforschung in Köln, Anmerkung von tischtennis.de) der Zeitung 'Die Welt'.

Die wiederkehrenden Clenbuterol-Vergiftungen in China und die Einschätzung der Fachleute sollen offenbar als Teile einer möglichst lückenlosen Indizienkette die Unschuldsvermutung zugunsten des gebürtigen Ukrainers stärken. Einen weiteren Baustein in Lehners Strategie bildet voraussichtlich eine Haarprobe des Team-Vizeweltmeisters: Die Analyse soll den Ausnahme-Charakter des positiven Clenbuterol-Wertes bei Ovtcharov innerhalb eines langfristigen Zeitraumes nachweisen." (...)

Zeit online

Quelle: Sport-Informations-Dienst

Titel: Boll und Co. in Affäre Ovtcharov zur Haarprobe

(…) „DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig bewertete die Initiative (Haaranalysen, Anmerkung tischtennis.de) im SID-Gespräch als Unterstützung der laufenden Untersuchungen: ‚Wir wollen so viele Fakten und Informationen wie möglich sammeln. Die Überprüfungen können für Vergleichswerte sorgen. Wenn bei anderen auch geringe Spuren von Clenbuterol gefunden werden, würde das Dimitrijs These zumindest stützen. Es haben ja Spezialisten wie Professor Werner Franke und Wilhelm Schänzer geraten, in diesem Fall einmal eine solche Untersuchung durchzuführen.‘ (...)

 

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