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Den Blick immer nach oben gerichtet: Han Ying (Foto: ITTF)
Petrissa Solja rückt als beste Deutsche auf Rang 19 vor, Timo Boll bleibt Zehnter

Restart in der Weltrangliste: Han Ying vier Plätze verbessert

MS 01.12.2020

Frankfurt/Lausanne. Die Austragung der World-Cup-Turniere der Damen und Herren sowie der ITTF Finals bedeutete nach achtmonatiger Pandemie-Pause im November die Rückkehr zu offiziellen internationalen Topevents. Heute feiert folgerichtig auch die seit April unverändert gebliebene Weltrangliste ihren Restart. In der Dezember-Notierung macht die Düsseldorferin Hang Ying mit dem Vorrücken um vier Positionen auf Rang 21 den größten Sprung. An der Spitze des Rankings stehen unverändert die Chinesen Fan Zhendong und Chen Meng.

Boll und Solja bestplatzierte Deutsche und Europas Nummer 2

Die bestplatzierten Deutschen in der Auflistung des Weltverbandes sind wie im April Timo Boll und Petrissa Solja. Der nach einer langwierigen Verletzungspause im Sommer nicht zum Restart nach China gereiste Rekordeuropameister aus Düsseldorf wird unverändert als Zehnter ausgewiesen, die zweimalige Europe-Top-16-Gewinnerin aus Langstadt rückte mit ihrem Viertelfinaleinzug bei den ITTF Finals um eine Position auf Platz 19 vor. Boll ist hinter Schwedens WM-Zweiten Mattias Falck (8) ebenso zweitbester Vertreter Europas wie Solja, die nur der Österreicherin Sofia Polcanova (16) den Vortritt im Ranking lassen muss.

Han Ying macht den größten Sprung

Angesichts des nur kleinen, elitären Teilnehmerkreises bei den Topturnieren bleiben die Auswirkungen auf die neue Notierung insgesamt übersichtlich. Von den vier deutschen Startern in der sogenannten 'China Bubble' sorgte die für Polens Champions-League-Sieger spielende Han Ying mit ihrem Halbfinaleinzug beim World Cup für das beste Resultat, das mit dem Aufrücken um vier Positionen auf Rang 21 in der Weltrangliste belohnt wird. Bei den Herren gab es diesmal keine Bewegungen nach oben. Der als Nummer elf der Welt angereiste Dimitrij Ovtcharov (Orenburg, Russland) büßte einen Platz ein und ist nun Zwölfter. Der Saarbrücker Patrick bleibt unverändert auf Platz 16.

China hat das Welt-Tischtennis fest in der Hand

Die Ergebnisse der Restart-Turniere im November untermauerten erwartungsgemäß, dass das Welt-Tischtennis auch nach der Corona-Zwangspause fest in chinesischer Hand ist. Fan Zhendong festigte mit seinem vierten World-Cup-Sieg in Folge und dem Einzug in das Endspiel der ITTF Finals seine Position als Nummer eins der Welt. Xu Xin bleibt zwar Zweiter, wird aber bereits von dem in bestechender Form auftretenden Weltmeister Ma Long dicht bedrängt. Der Olympiasieger scheint die Pandemie-Zwangspause bestens zum endgültigen Auskurieren seiner langwierigen Verletzungsprobleme genutzt zu haben, wie sein sechster Erfolg bei den ITTF Finals, Platz zwei beim World Cup und sein Turniersieg beim Showturnier WTT Macao, dessen Ergebnisse aber nicht in die Weltrangliste einfließen, beeindruckend unter Beweis stellten.

Das Reich der Mitte ist unter den Top 10 der Herren mit fünf Spielern vertreten und stellt durch das Aufrücken von Lin Gaoyuan um eine Position bei den Herren die Plätze eins bis vier. Beste Nicht-Chinesen sind der Japaner Tomokazu Harimoto und der Brasilianer Hugo Calderano auf den Rängen fünf und sechs.

Bei den Damen stellt sich die Situation noch gravierender dar. Chen Meng baute eindrucksvoll durch ihre Siege beim World Cup und den ITTF Finals ihre Führungsposition als Nummer eins der Welt noch weiter aus. China ist durch das Vorrücken von Wang Yidi um zwei Positionen auf Platz zehn nun sogar mit sieben Spielerinnen in den Top 10 vertreten. Und nicht nur das: Unter den besten Sieben ist die Japanerin Mima Ito als Weltranglistendritte die einzige Spielerin, die nicht aus dem Reich der Mitte kommt.

Die Dezember-Weltrangliste

Herren

Die Top 10

1 (1) Fan Zhendong (CHN)
2 (2) Xu Xin  (CHN)
3 (3) Ma Long (CHN)
4 (5) Lin Gaoyuan (CHN)
5 (4) Tomokazu Harimoto (JPN)
6 (6) Hugo Calderano (BRA)
7 (7) Lin Yun-Ju (TPE)
8 (9) Mattias Falck (SWE)
9 (8) Liang Jingkun (CHN)
10 (10) Timo Boll (Düsseldorf)

Die Platzierungen der übrigen Deutschen unter den Top 100
12 (11) Dimitrij Ovtcharov (Orenburg, Russland), 16 (16) Patrick Franziska (Saarbrücken), 38 (39) Benedikt Duda (Bergneustadt), 42 (42) Ruwen Filus (Fulda), 53 (52) Dang Qiu (Grünwettersbach), 89 (89) Ricardo Walther (Düsseldorf)

Die weiteren Platzierungen der Deutschen unter den Top 300
124 (125) Bastian Steger (Bad Königshofen), 140 (140) Steffen Mengel (Mühlhausen), 198 (198) Kilian Ort (Bad Königshofen), 233 (233) Tobias Hippler (Celle), 241 (241) Fanbo Meng (Fulda), 244 (244) Cedric Meissner (Mainz), 260 (260) Nils Hohmeier (Bad Homburg), 291 (291) Gerrit Engemann (Hamm)

Zur kompletten Weltrangliste der Herren


Damen

Die Top 10
1 (1) Chen Meng (CHN)
2 (3) Sun Yingsha (CHN)
3 (2) Mima Ito (JPN)
4 (5) Wang Manyu (CHN)
5 (6) Ding Ning (CHN)
6 (7) Zhu Yuling (CHN)
7 (4) Liu Shiwen (CHN)
8 (8) Cheng i-Ching (TPE)
9 (9) Kasumi Ishikawa (JPN)
10 (12) Wang Yidi (CHN)

Die Platzierungen der Deutschen unter den Top 100
19 (20) Petrissa Solja (Langstadt), 21 (25) Han Ying (Tarnobrzeg, Polen), 39 (39) Nina Mittelham (Berlin), 43 (43) Shan Xiaona (Berlin)

Die weiteren Platzierungen der Deutschen unter den Top 300
126 (127) Sabine Winter (Schwabhausen), 163 (163) Wan Yuan (Bingen/Münster-Sarmsheim), 197 (197) Chantal Mantz (Bingen/Münster-Sarmsheim)

Zur kompletten Weltrangliste der Damen 

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